20 todsichere Tipps um unglücklich zu sein

Die ganze Zeit schreibe ich darüber, wie du glücklicher werden und dein Leben ändern kannst. Mit dieser einseitigen Ausrichtung ist jetzt Schluss. Zumindest für heute. Denn was ist bitte schön mit all den Menschen, die gerne unglücklich sein wollen? Die habe ich bisher aufs sträflichste vernachlässigt.

Das tut mir leid und ich entschuldige mich hiermit inständig dafür. Als kleine Wiedergutmachung habe ich dir daher eine Liste von all jenen Dingen erstellt, die du tun kannst, wenn du auf gar keinen Fall glücklich werden willst.

Weil dabei ziemlich viel zusammengekommen ist, fange ich einfach direkt an.

Unglücklich sein – so geht’s:

Wenn du unglücklich sein möchtest, halte dich an die folgenden Punkte:

1. Vergleiche dich mit anderen

Es ist egal, was du in deinem Leben schon erreicht hast. Wenn dein Freund oder deine Freundin mehr vorzuweisen hat, ist all das nichts wert.

Die wahren Helden sind diejenigen, die das meiste Geld nach Hause bringen, die den besten Titel auf ihrer Visitenkarte stehen haben und sich das größte Auto leisten können.

Wen kümmert es schon was du willst, was dir wichtig ist oder was du kannst. Halte einfach immer Ausschau nach den Personen, die besser sind als du – sei es im Schach, im Beruf, beim Gärtnern oder Kochen.

2. Mach dir ständig Sorgen

unglücklich sein - GlücksdetektivWas ist, wenn dein Partner dich verlässt?

Ja, gerade behauptet er noch dich zu lieben. Aber wie schnell kann sich das in der heutigen Zeit ändern? Vielleicht lernt er morgen jemand anderes kennen. Und dann wird er dich verlassen.

Oh Gott.

Was sollst du dann nur tun?

Ihr müsstet den ganzen Hausstand aufteilen und wie sollst du dann die Wohnung alleine bezahlen?

Vielleicht verlangt er auch, dass du ausziehst. Wo sollst du dann nur hin?

Du könntest zu deiner Schwester gehen, wenn sie bis dahin nicht ausgewandert ist.

Ach, wenn sie sich das nur aus dem Kopf schlagen würde. Allein in der Fremde. Das ist doch viel zu gefährlich. Was wenn ihr was zustößt?

Und dann ist sie raus aus ihrem Job und so einfach kommt sie da nicht mehr rein. Wie soll sie die Lücke in ihrem Lebenslauf erklären? Und wie wird sie dann ihre Kinder ernähren?

Soll ich weitermachen oder hast du das Prinzip verstanden?

3. Hetze pausenlos durch die Gegend ohne je zur Ruhe zu kommen

unglücklich sein - GlücksdetektivDauerstress ist gut. Er zeigt dir und anderen, dass du wichtig bist.

Es signalisiert der Welt, dass du ein produktiver Teil der Gesellschaft bist. Sei also ständig möglichst abgehetzt. Vielleicht kommst du auf diese Weise in den Genuss eines Burnouts. Das macht sich sehr gut in deinem Lebenslauf.

Aber selbst wenn du das nicht schaffst: Vermeide um jeden Preis, Zeit für dich zu haben oder um innezuhalten.

Das wäre verschwendete Zeit, die dich nicht weiter bringt. Du hast wichtigeres zu tun.

4. Bleib passiv

Klar, du hast Ziele in deinem Leben. Sicher sehnst du dich danach Dinge anders zu machen.

Aber noch ist es nicht passiert, obwohl du schon eine ganze Weile darauf wartest.

Du musst einfach noch länger warten und noch mehr Geduld zeigen, bis du mit dem Leben belohnt wirst, was du eigentlich verdient hast.

5. Konzentriere dich auf das Negative

Die Welt ist schlecht. Die Menschen sind gemein und du bist ein Versager!

Das sollte dein tägliches Mantra sein.

Wenn du das Haus verlässt, achte auf alles um dich herum, was schief läuft. Der Busfahrer hat dich nicht zurückgegrüßt? Dein Sitznachbar hat dich angepflaumt?

Gut. Das ist eine wichtige Bestätigung dafür, dass es auf dieser Welt nur Schlechtes gibt.

Die Menschen mit ihren rosaroten Brillen sollen sich ruhig weiter Illusionen machen. Du weißt, wie es wirklich um diese Welt bestellt ist.

Und wenn doch mal etwas gut läuft, streich es so schnell wie möglich aus deinem Gedächtnis, damit du nicht Gefahr läufst, zu verweichlichen.

Also immer schön dein Mantra wiederholen: Die Welt ist schlecht. Die Menschen sind gemein und du bist ein Versager!

6. Jammere und klage so viel du kannst

unglücklich sein - GlücksdetektivDieses Mantra solltest du auch, wann immer du kannst, anderen Menschen mitteilen.

Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, antworte mit muss jaoder „schlecht“. Dann fang sofort an deine Leidensgeschichte zu erzählen.

Wenn du es richtig machst, wird dein Gegenüber einfallen und ihr könnt euch zusammen im Leid der Welt suhlen.

Du wirst merken, wie dich ein 10-minüter Plausch über die Ungerechtigkeiten dieser Welt so richtig in schlechte Stimmung bringt, dir jede Hoffnung aussaugt und dich leerer und verzweifelter zurücklässt, als du es dir vorher hättest vorstellen können.

Und wieder hast du dein Werk vollbracht.

7. Warte auf den richtigen Moment

Du bist ja nicht so, wie all die anderen, die immer nur reden.

Du wirst es wirklich tun.

Deinen Job kündigen, auf Reisen gehen, dich selbstständig machen, in den Chor eintreten, den Marathon laufen etc.

Nur gerade ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Aber wenn der Stress ein bisschen nachlässt / wenn sich die Dinge normalisieren / wenn du wieder ganz gesund bist / wenn deine Kinder erstmal größer sind / wenn die Wirtschaftslage besser ist / wenn sich der Arbeitsmarkt erholt hat … dann wird deine Zeit gekommen sein.

Und dann wirst du deine Vorhaben in die Tat umsetzen.

8. Sei dir selbst dein größter Feind

unglücklich sein - GlücksdetektivEin Blick in den Spiegel sollte reichen, um dir zu zeigen, dass du viel zu hässlich für diese Welt bist.

So wird dich nie jemand lieben.

Und du bist fett.

Eine dicke, fette Sau.

Aber das trifft sich irgendwie, weil du auch sonst nichts auf die Reihe kriegst. Die anderen waren schon immer besser als du.

Erinnere dich täglich daran. Am besten mehrfach. Du bist nicht liebenswert.

9. Gehe keine echten Beziehungen ein

Du brauchst keine Menschen.

Du brauchst niemanden.

Ein Partner würde dich nur zurückhalten. Für Freunde hast du keine Zeit und deine Familie… Die verstehen dich sowieso nicht.

Und überhaupt…von Liebe kannst du dir nichts kaufen.

Echte Liebe existiert sowieso nicht. Jeder Mensch verfolgt eine Agenda.

Wenn du erstmal reich und erfolgreich bist, kannst du dir „Liebe“ besorgen. Aber die soll dann schön wieder am nächsten Morgen verschwinden.

10. Sei unfreundlich

unglücklich sein - GlücksdetektivWas glotzt der denn so komisch? Wieso braucht die Verkäuferin wieder so lange?

Wenn du alle Menschen für unfähig und bescheuert hältst solltest du das auch unbedingt zum Ausdruck bringen.

Sei also unfreundlich.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Wenn dich jemand anlächelt, zieh eine Grimasse. Wenn dich jemand grüßt, raunz etwas Ungehobeltes zurück. Wenn dich jemand um einen Gefallen bittet, sag ihm, er soll sich zum Teufel scheren. Wer bist du denn? Die Heilsarmee?

Wenn du das lange genug durchziehst, wird sich garantiert kein freundliches Wort mehr in deine Richtung verirren und du wirst endlich deine Ruhe haben vor diesen unsäglichen Gute-Laune-Hippies.

11. Halte alles für selbstverständlich

Klar lebst du in einem wohlhabenden und sicheren Land und genießt gewisse Grundrechte. Aber was soll daran besonders sein?

Ja, stimmt schon, dass du gesund bist, beide Beine und Arme hast und klar denken kannst aber das gehört ja wohl auch dazu.

Der lange Sommer war ganz nett, aber deswegen jetzt so ein großes Aufhebens machen?

Sicher, du hast eine Familie, die hinter dir steht und dich in allem unterstützt, aber das ist doch normal.

Ich wüsste nicht, worüber du dich freuen solltest.

12. Tu nichts, was dir Freude bereitet

unglücklich sein - GlücksdetektivFreude wollen wir sowieso nicht aufkommen lassen.

Freude ist unser eingeschworener Todfeind.

Welche Begründung du dafür wählst ist mir egal.

Vielleicht möchtest du dir einreden, dass es so viel Schlimmes auf der Welt gibt, das es einfach nicht angebracht ist, sich zu freuen?

Vielleicht möchtest du dein Leben auch einem übergroßen Ziel verschreiben, für das du hart arbeiten musst?

Vielleicht glaubst du auch daran, dass dieses Leben eine Prüfung darstellt, die du überstehen musst um in eine bessere Welt zu gelangen?

Wie auch immer, es geht auf keinen Fall darum, das Leben zu genießen und Dinge zu tun, die dich glücklich machen.

13. Richte dich nach den Erwartungen anderer

Eines wollen wir mal gleich klar machen: es mag zwar nach deinem Leben aussehen, aber es ist nicht dein Leben.

  • Deine Eltern bestimmen, was aus dir werden wird.
  • Dein Partner bestimmt, wie du dich zu kleiden und zu verhalten hast.
  • Dein Chef bestimmt, wann du welche arbeiten verrichtest.
  • Die Gesellschaft bestimmt, was du tun und lassen darfst.

Achte bei allem was du machst darauf, dass du anderen gefällst. Was du willst ist unwichtig.

14. Hilf niemandem

Sei ein Einzelkämpfer.

Sieh zu, dass du immer das größte Stück vom Kuchen bekommst.

Biete niemals deine Hilfe an. Du würdest nichts zurückbekommen und was hat es dann für eine Berechtigung?

Jeder ist sich selbst der nächste. Sollen die anderen sehen, wie sie zurechtkommen.

Du rettest erst mal deinen eigenen Arsch.

15. Verschieb dein Glück in die Zukunft

Eines Tages möchtest du es dir schon gut gehen lassen.

Eines Tages möchtest du deine eigenen Entscheidungen fällen, dich wohl in deiner Haut fühlen und glücklich sein.

Aber erstmal geht das noch nicht.

Keine Bange.

Du wirst glücklich sein, wenn du dein Studium geschafft hast / wenn du deine Beförderung bekommen hast / wenn deine Kinder aus dem Haus sind / wenn du dein Haus abbezahlt hast / wenn deine Mutter im Pflegeheim ist / wenn du die Fortbildung abgeschlossen hast… kurzum: wenn sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Und keinen Tag vorher…

16. Erwarte, dass andere dich glücklich machen

Es liegt sowieso nicht in deiner Hand, ob du glücklich bist oder nicht.

Wenn du erstmal den perfekten Partner findest, dann werden sich deine Probleme in Wohlgefallen auflösen. Oder wenn dein Chef endlich erkennen würde, wo deine wahren Talente liegen.

Natürlich auch wenn sich deine Eltern endlich mal dafür entschuldigen würden, was sie dir all die Jahre über angetan haben.

Aber noch sind diese Menschen alle so stur, dass sie nicht einsehen wollen, dass sie den Schlüssel zu deinem Lebensglück in der Hand halten.

17. Denk pessimistisch

unglücklich sein - GlücksdetektivEin wichtiger Grundsatz sollte für dich stets lauten: erwarte nicht zu viel.

Erwarte lieber das Schlimmste.

Erwarte, dass nichts klappt, dass nichts gelingt und nichts gut sein wird.

Wenn ein Urlaub ansteht, lass ja nicht zu viele Hoffnungen aufkommen. Bestimmt wird das Hotel eine Baustelle sein, der Pool dreckig, die anderen Gäste unhöflich und das Essen ungenießbar.

Wenn es dann so eintritt, kannst du mit Stolz erhobener Brust behaupten: du hättest es ja schon gewusst.

Suck it ihr Optimisten!

18. Mach dir zu viel aus Geld

Wenn du es zu etwas bringen möchtest auf dieser Welt, brauchst du viel Geld.

Und wenn du das erstmal hast, dann kannst du dir all deine Träume erfüllen und endlich das Leben führen, dass du verdienst.

Du tust also gut daran, jetzt möglichst viel zu arbeiten.

Notfalls auch in Jobs, die dir überhaupt keinen Spaß machen.

Opfere dich auf. Stell deine Bedürfnisse hinten an. Riskiere auch deine Gesundheit.

Wenn du erstmal reich bist, werden sich all deine Qualen gelohnt haben und du kannst endlich Spaß haben, deine Bedürfnisse erfüllen, dich wichtig nehmen und gesund sein.

19. Verharre in der Vergangenheit

unglücklich sein - GlücksdetektivWar früher alles besser oder war es schlimmer?

Egal, solange du möglichst viel über die Vergangenheit nachdenkst.

Grüble darüber, ob du dich anders hättest verhalten sollen, ob du andere Entscheidungen hättest treffen sollen.

Frage dich, ob alles anders gekommen wäre, wenn …

Geißle dich für deine vergangenen Fehler.

Halte so gut es geht an der Vergangenheit fest, damit du auf keinen Fall den geistigen Freiraum findest neu zu beginnen.

20. Suche Anerkennung und Bestätigung im Außen

Wenn du dich nach Orientierung sehnst, suche stets im Außen.

Was halten andere davon? Wirst du für dein Verhalten gelobt?

Wenn kritische Stimmen aufkommen, ändere sofort was du tust.

Sei abhängig davon, was andere über dich sagen und denken. Richte dein Verhalten stets so aus, dass du anderen gefällst. Notfalls wie ein Fähnlein im Wind.

Du brauchst diese anderen. Du brauchst, dass sie dich gutheißen, weil du es selbst nicht tust.


Herzlichen Glückwunsch!

Du weißt jetzt, wie unglücklich sein geht.

Wenn du es bis hierhin geschafft hast, hast du alles Rüstzeug um ein möglichst kurzes und unglückliches Leben zu führen.

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33 Kommentare
  • Seegal Galguntijak
    schrieb um 09:20h, 12 Oktober Antworten

    Hach, wie köstlich, heute einmal umgekehrte statt positive Psychologie! 😉
    Und natürlich genau mein erster Newsletter mit *diesem* Inhalt, LOL! Naja, es hilft schon, ich hab zumindest so manchen Punkt gefunden, wo ich mich an die eigene Kappe fassen kann, und bemerke, wie ich derartig aufs „Unglücklichsein“ konditioniert bin. Nun gilt es, den Debugger anzuwerfen, und das gerade zu biegen! Danke für die Liste! 🙂

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:31h, 12 Oktober Antworten

      Sehr gerne und schön auch hier mal von dir zu lesen 🙂
      Viele Grüße, Katharina

  • Boris
    schrieb um 11:07h, 12 Oktober Antworten

    Hey Glücksdetektiv,

    sehr schön, das Ganze mal so herum zu lesen. Ich musste einige Male lachen. So herum bekommt das eine ganz eigene Komik und es fällt leichter, das auch mal alles etwas lockerer zu sehen. Ich merke selbst, wie ich manchmal so drin bin, dass ich fast vergesse, dass das Leben Spaß machen sollte und nicht zum täglichen Kampf ausarten muss.

    Viele Grüße
    Boris

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:34h, 12 Oktober Antworten

      Lieber Boris,

      richtig. Das Leben sollte bei all der harten Arbeit an uns selbst und allem anderen auch noch spaß machen 🙂
      So herum ist manches wirklich eingängiger und kommt v.a. nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher.
      Grüße zurück,
      Katharina

  • Kowine
    schrieb um 11:30h, 12 Oktober Antworten

    Klasse Text! Wirklich super geschrieben und sehr nachvollziehbar. Diesen sollte man sich Woche für Woche durchlesen, damit es hängen bleibt… DANKE Katharina!

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:35h, 12 Oktober Antworten

      Das freut mich sehr!
      Danke dir 🙂
      Und so eine kleine Erinnerung schadet nie. Selbst als Glücksdetektiv muss ich mich ab und zu daran erinnern um meine eigenen Tipps auch wirklich selbst zu beachten.

  • Anonymus
    schrieb um 12:30h, 12 Oktober Antworten

    Hey,

    netter Versuch, aber die Tipps habe ich nicht gebraucht, das meiste davon mache ich nämlicher leider schon ganz von selbst 😉 Quäle mich jetzt seit über ’nem Jahr mit meiner Promotion rum und stolper dabei dauernd über 1., 2., 5., 17. und 19. … 🙁

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:40h, 12 Oktober Antworten

      Oh, dann erstmal willkommen im Club (ich promoviere ja auch) 😉
      Vergleiche, Sorgen und pessimistisches Denken kommen da von ganz alleine…
      Was mir geholfen hat, ist mir einfach mal alle Sorgen von der Seele zu schreiben. Ich habe damals drei Din A4-Seiten mit meinen tlw. lächerlichen und tlw. sehr verständlichen Sorgen gefüllt. Dann habe ich mir für jede Sorge überlegt, ob tatsächlich etwas dran ist und was ich ggf. dagegen unternehmen könnte oder warum diese Sorge sinnlos ist. Diese Gedanken habe ich direkt dazu geschrieben.

      Sobald der Prozess abgeschlossen war, habe ich keinen zweiten Gedanken mehr daran verschwendet. Ich habe so alles aus dem Kopf gekriegt, fühlte mich wahnsinnig erleichtert und konnte mit klarem Kopf durchstarten.

      Probier es ruhig einmal aus… verlieren kannst du nichts.

  • Carsten
    schrieb um 15:14h, 12 Oktober Antworten

    Sehr schön!
    Ganz im Sinne Paul Watzlawicks, dessen herrlicher ‚Ratgeber‘ „Anleitung zum Unglücklichsein“ vor zwanzig Jahren meine bewusste Hinwendung zum Glück im Leben eingeleitet hat! Eine der ersten Maßnahmen war damals das Wahrmachen meines Kindertraums, entgegen vieler ’schlauer‘ Ratschläge Busfahrer zu werden, statt mein Studium zu Ende zu bringen! Das bin ich nun seit 17 Jahren – und begeisterter davon denn je!
    Weil mein Weg jedoch lange noch nicht zu Ende ist, lese ich immer wieder gerne von Dir – und tatsächlich gibt es auch nach zwanzig Jahren immer noch Punkte auf dieser Negativliste, die ich leider allzu zu oft beherzige 😉
    Wäre ja auch langweilig, wenn ich schon fertig wäre mit mir!
    In diesem Sinne: Weitermachen!
    Du.
    Und ich.
    Carsten

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:42h, 12 Oktober Antworten

      Lieber Carsten,

      herzlichen Dank für deinen schönen Beitrag.
      Watzlawick habe ich damals auch mit Begeisterung gelesen 🙂
      Ich finde es super, dass du deinem Traum gefolgt bist unabhängig davon, was andere dir versucht haben ein- bzw. auszureden. Hut ab!

      Und klar… Leben ist Lernen und diese Entwicklung ist nie abgeschlossen. Deswegen schreibe ich ja auch jede Woche fleißig meine Beiträge. Um dich daran zu erinnern, mich und alle anderen, die es nicht vergessen wollen 🙂

      Viele Grüße,
      Katharina

  • Dummerchen
    schrieb um 18:32h, 12 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,
    die Kopfstand – Methode ist immer wieder toll, um auf ganz anschauliche Weise zum eigentlichen Ziel zu gelangen.
    Vielen Dank für den erfrischenden Text!
    Liebe Grüße,
    Dummerchen

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 19:44h, 12 Oktober Antworten

      Hallo Dummerchen,

      dich kenne ich doch auch schon aus den Kommentaren oder?
      Vielen Dank auf jeden Fall für deinen Beitrag und herzliche Grüße zurück 🙂

  • Andrea
    schrieb um 08:02h, 13 Oktober Antworten

    Liebe Katharina,

    wieder ein sehr schöner, zum Schmunzeln anregender Beitrag! Auch ich fühlte mich an Herrn Watzlawick erinnert (an dieser Stelle ein großes „Chapeau!“ an Carsten – große Klasse, dass Du gegen Widerstände deinen Traum durchgezogen hast und damit glücklich bist!).

    An einem Punkt „knabbere“ ich aber ein bisschen, und das betrifft die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Veränderungen (Punkte 7 und 15, zum Beispiel). Ja, es gibt ihn, diesen Moment, den man greifen muss ohne wochenlang zu zögern und abzuwägen. Hätte ich vor knapp zwei Jahren nicht den neuen Job genommen, die mir angeboten wurde, säße ich immer noch kreuzunglücklich auf einer überlastenden Arbeitsstelle. Und ich finde es auch richtig, sich voll und ganz dafür zu entscheiden, mit der Opferhaltung aufzuhören und JETZT damit zu beginnen, eigenverantwortlich zu handeln und sein Leben zu gestalten.

    Aber es gibt eben auch diese anderen „Zeitqualitäten“. Dann, wenn etwas in mir reift, aber noch nicht fassbar ist, noch Zeit zur Entwicklung braucht. Dann braucht es auch mal Geduld und das Vertrauen, dass es gut wird. Aber hier wäre augenblickliches Tun möglicherweise sogar schädlich, wenn noch nicht so ganz klar ist, worauf etwas hinausläuft. Das wäre dann blinder Aktionismus.

    Ich finde es manchmal schwierig, das Eine vom Anderen zu unterscheiden. Ich habe lange über diese Punkte nachgedacht und wollte einfach mal meine Gedanken dazu mitteilen.

    Liebe Grüße,
    Andrea

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 20:38h, 13 Oktober Antworten

      Liebe Andrea,

      schön, wieder von dir zu lesen 🙂
      Da gebe ich dir völlig Recht. Es geht nicht um blinden Aktionismus. Vieles muss erstmal reifen. Das beschreibe ich auch in meinem Artikel über „Leben verändern“. Manches sollte gut überlegt sein und bei anderem ist es besser, wir springen einfach ins kalte Wasser.
      Der wirklich wichtige Punkt ist, dass wir dabei ehrlich zu uns selbst sind. Wenn wir merken, wir sind noch nicht bereit, dann ist es okay zu warten. Aber wir sollten uns nicht nur von Angst zurückhalten lassen: Angst davor, was wir herausfinden könnten, wenn wir unseren Träumen und Wünschen auf die Schliche kommen und Angst davor, was passieren könnte, wenn wir nach ihnen Handeln.
      Die Unterscheidung zwischen beidem ist sicher eine Gratwanderung, aber wir kommen am weitesten, wenn wir ehrlich zu uns sind und auf unsere innere Stimme hören. Die weiß häufig schon recht gut, was wir im Grunde unseres Herzens wirklich wollen…

      Liebe Grüße zurück,
      Katharina

      • Andrea
        schrieb um 12:59h, 14 Oktober Antworten

        Hallo Katharina,

        da gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn wir unsere Angst darauf hin überprüft haben, wo wirklich noch Dinge zu bedenken sind, dann sollte die Angst nicht mehr Hinderungsgrund sein. Mir fällt zu Deinem Kommentar folgender Text von Marianne Williamson ein:

        „Unsere tiefste Angst ist nicht,

        dass wir unzulänglich sind,

        Unsere tiefste Angst ist,

        dass wir unermesslich machtvoll sind.

        Es ist unser Licht, das wir fürchten,

        nicht unsere Dunkelheit.

        Wir fragen uns: “Wer bin ich eigentlich,

        dass ich leuchtend, begnadet,

        phantastisch sein darf?”

        Wer bist du denn, es nicht zu sein?

        Du bist ein Kind Gottes.

        Wenn du dich klein machst,

        dient das der Welt nicht.

        Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,

        wenn du schrumpfst,

        damit andere um dich herum,

        sich nicht verunsichert fühlen.

        Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit

        Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

        Sie ist nicht nur in einigen von uns,

        sie ist in jedem Menschen.

        Und wenn wir unser eigenes Licht

        Erstrahlen lassen,

        geben wir unbewusst anderen

        Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

        Wenn wir uns von unserer eigenen

        Angst befreit haben,

        wird unsere Gegenwart

        ohne unser Zutun andere befreien.“

        Vielleicht kann nicht jedeR etwas mit Gott in diesem Kontext anfangen. Aber den Zugang zu dem eigenen tiefen Wert und den eigenen Potentialen zu finden, ich glaube, das ist etwas zutiefst Beglückendes – auch wenn die Arbeit dann erst anfängt. 😉

        Liebe Grüße
        Andrea

        • Glücksdetektiv
          Glücksdetektiv
          schrieb um 18:35h, 15 Oktober Antworten

          Dieses Zitat verwende ich auch sehr gerne 🙂
          Zumindest den ersten Teil. Denn ich glaube, sie hat wirklich recht…

  • Dario
    schrieb um 21:52h, 13 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,

    unterhaltsam geschriebener Artikel. Gefällt mir! Der Post kommt gerade recht. Ich habe nämlich fast den dritten Punkt mit Bravour gemeistert 😀

    Ich denke die meisten wisse, dass diese Verhaltensweisen schlecht für sie sind. Das Problem ist, dass man nur all zu leicht in diese Muster verfällt ohne es zu merken.
    Da hilft es glaube ich nur ständig zu hinterfragen was man gerade macht und warum.

    Grüße
    Dario

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 12:53h, 14 Oktober Antworten

      Hallo Dario,

      genauso ist es. Das meiste davon wissen wir, aber etwas zu wissen heißt noch lange nicht, dass wir auch danach handeln. Und darin liegt das größte Potenzial für echte Veränderungen: ins Tun kommen und die Tipps und Vorschläge einfach mal umsetzen…
      Wenn wir etwas lange genug tun, wird es zur Gewohnheit. Wir müssen nur darauf achten, dass wir zwischendrin nicht schon wieder in die alten Muster verfallen.
      Also Bewusstheit und Handeln… darauf kann man es wohl herunterbrechen…

      LG, Katharina

  • Carolin Schulz-Osterloh
    schrieb um 10:26h, 19 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,

    ich musste an manchen Stellen wirklich schmunzeln – super geschrieben und manchmal hab ich mich auch selbst wiedererkannt. Aber psst… 😉
    Toller Blog, ich schau bestimmt noch öfter rein.
    Mein Blog dreht sich rund ums Glücklichsein im Alltag – würd mich freuen, wenn du auch mal vorbei schaust!

    LG Carolin

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 16:49h, 19 Oktober Antworten

      Liebe Carolin,

      danke für deinen Kommentar!
      Und Kopf hoch. Wenn du dich hier wiedererkannt hast, bist du bei weitem nicht die einzige…
      Wie heißt denn dein Blog? – ich kann ihn nämlich nicht anklicken 🙁

      LG von Glücksbloggerin zu Glücksbloggerin,
      Katharina

  • Michaela W.
    schrieb um 20:01h, 20 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,

    super Artikel, ich hab an manchen Stellen soo gelacht :-.)
    Wenn man die Sichtweise verändert bzw herumdreht, wird der Unsinn den wir so täglich treiben viel deutlicher. Den Artikel sollte ich mal mit ins Büro nehmen, der würde ienigen gut tun.

    Viele Grüße
    Michaela

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 14:21h, 21 Oktober Antworten

      Liebe Michaela,

      ja ganz genau. Manchmal müssen wir die Dinge erst umdrehen um zu sehen, wie absurd sie sind.
      Den Artikel mit ins Büro zu nehmen ist eine super Idee. Ich bin gespannt, wie er dort ankommt und was die Kolleg/innen sagen 🙂

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Carolin Schulz-Osterloh
    schrieb um 20:05h, 20 Oktober Antworten

    Liebe Katharina,

    komisch, dass das nicht funktioniert… Muss ich gleich mal versuchen herauszufinden, woran das liegen könnte. Danke, dass du mir das geschrieben hast.
    Mein Blog heißt „Glück per Klick“ und ist auf http://www.cso-munich.de. 🙂

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Carolin

  • Amanda Lier
    schrieb um 21:18h, 16 Dezember Antworten

    Das war einfach spitze!!! Ein Artikel ganz nach meinem Gusto. Ich habe mich sehr sehr amüsiert. DANKE:-)

  • Rob
    schrieb um 14:42h, 06 Februar Antworten

    Liebe Katharina,

    ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, an dem ich das erste mal Vollzeit gearbeitet habe.
    Es war in den freien Monaten zwischen Studium und Schule, meine Eltern wollten das ich etwas tue und da ich von ihrer Meinung abhängig war, habe ich mir einen „Überbrückungsjob“ gesucht und habe somit in einer Verpackungsfirma mit Akkordarbeit gearbeitet. Es war schrecklich. Ich habe in der ersten Woche sofort an der kräftezehrendsten Station gearbeitet, 8 Stunden stehen, 15 Minuten Pause und Mitarbeiter die jahrelange Erfahrung haben und sauer auf mich waren, da ich nicht „schnell genug“ gearbeitet habe. Am vierten Tag bin ich dann total aufgelöst und fertig nach draußen gegangen, wollte alles hinschmeißen und habe meine Mutter angerufen und habe ihr alles erzählt. Ich fragte sie, ob ich das alles liegen lassen darf und etwas anderes machen darf, dass mir dies nicht liege und es mich unglücklich macht und sie antwortete mit „so ist das arbeitsleben eben, „gewöhn dich dran“ es wird nicht besser“, durch dich ist mir aufgefallen, dass diese Aussage meine Handlungen sehr stark beeinflusst haben, ich habe das Studium gewählt, womit meine Eltern einverstanden sind und ich habe den Job fortgeführt gehabt, den ich so schrecklich fand. Ich habe eine ganz falsche Einstellung vom Arbeitsleben eingetrichtert bekommen und habe das Gefühl vermittelt bekommen, dass jede Arbeit keinen Spaß machen kann. Jetzt muss ich mir erstmal einen neuen Studiengang suchen, der mir auch wirklich gefällt! :).

    Danke für alles.

    LG Rob

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 18:42h, 12 Februar Antworten

      Lieber Rob,

      vielen Dank für deinen persönlichen Kommentar.
      Schrecklich, dass dir das gesagt wurde. Ich kann mich 100% in deine Situation reinversetzen, weil ich dieselben Platitüden gehört habe und in meinem ersten Vollzeitjob fast vor die Hunde gegangen bin, so unglücklich war ich…

      Es ist nicht leicht, sich davon frei zu machen.
      Aber solbald du deine eigenen Erfahrungen machst und merkst, dass es nicht so schlimm sein muss sondern sogar etwas sehr schönes sein kann, gewinnst du mehr und mehr an Zuversicht. Und dann kannst du dich freischwimmen und deinen eigenen Weg gehen!

      Viel Erfolg dabei!
      LG, Katharina

  • Lothar Miethe
    schrieb um 07:54h, 07 April Antworten

    Hallo, Katharina,
    klasse Tipps, sie funktionieren bestens ;). Aber im Ernst, es ist halt auch Fakt, dass uns das „Leben“ immer wieder in diese Richtung treibt. Es ist so viel innere Stärke notwendig, um immer wieder entgegen zu rudern. Das wird einem nicht geschenkt, man muss es sich erarbeiten. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Es ist hart, macht aber auch letztlich viel Freude, einen Meilenstein nach dem anderen zu schaffen. Dein Blog ist bestimmt eine tolle Hilfe für viele Menschen.

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 18:04h, 07 April Antworten

      Lieben Dank für deinen Kommentar.
      Du hast absolut Recht: Geschenkt wird einem da nichts.
      Wir müssen uns immer wieder bewusst daran erinnern und uns bemühen eben nicht zu tun, was wir immer tun, sondern anders zu denken und anders zu handeln.
      Aber dafür wird man auch reich belohnt 🙂

      LG, Katharina

  • Claudia
    schrieb um 07:40h, 02 Oktober Antworten

    Wer wünscht sich denn unglücklich zu sein. Es gibt schon soviel Leid und schlimmes auf dieser Welt, was anderen widerfährt, ohne das sie es wollen und auch mal Glück haben wollen oder wieder glücklich sein wollen.
    Jeder verdient GLÜCK/glücklich sein. Und es ist schwer nach Leid und Trauer so was simples,wie sich über sehr kleine Dinge wieder zu erfreuen, wieder zu lernen…

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 13:36h, 05 Oktober Antworten

      Klar ist es schwer. Und gerade weil es schwer ist gibt es viele Möglichkeiten der Unterstützung: durch Freunde, durch Therapeuten, Coaches und andere Menschen, die gerne helfen wollen.

      LG, Katharina

  • 52 Glücklichmacher für 2016! #Glückschallenge2016 - Glücksdetektiv
    schrieb um 19:15h, 09 Februar Antworten

    […] bekomme viele Nachrichten von Menschen, die mir erzählen wie unglücklich sie sind. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe. Aber das unglücklich sein äußert sich immer […]

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