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5 unschlagbare Gründe, noch heute mit dem meditieren zu beginnen

Keine Angst. Ich bin weder Mitglied einer religiösen Sekte, noch werde ich dir etwas von Erleuchtung oder Hare Krishna erzählen. Von diesen Dingen verstehe ich nichts. Von Meditation eigentlich auch nicht. Zumindest nicht viel. Ich kann dir hier nur erzählen, warum ich mich entschieden habe, mit dem meditieren anzufangen.

Nämlich, weil es ein hervorragendes Mittel ist, um Stress abzubauen, den Kopf zu klären und insgesamt gelassener und bewusster zu werden.

Was bringt Meditation?

Was bringt Meditation - Glücksdetektiv

Kerstin Nimmerrichter / pixelio.de

Das Wort „Meditation“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie: Nachdenken, Nachsinnen, Überlegen. Meditation hat ohne Frage religiöse Wurzeln, kann aber auch unabhängig davon praktiziert werden. Heute mehr denn je wird Meditation als Entspannungsmethode eingesetzt und kommt mitunter auch in Psychotherapien zum Einsatz.

Im Grunde handelt es sich beim meditieren um eine einfache Achtsamkeits- und Konzentrationsübung. Die Facts sind die: Man setzt sich aufrecht, aber bequem an einen ruhigen Ort und konzentriert sich auf den eigenen Atem.

Gedanken registriert man, lässt sie jedoch nicht weiter an sich heran. Kein großes Trara also. Einfach und unkompliziert. Und doch so effektiv….

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßiges Meditieren bei gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck, hohem Blutzuckerspiegel, hohen Cholesterinwerten, Herzproblemen und Schmerzen helfen kann.

Zudem scheint es sich positiv auf das Immunsystem auszuwirken. Versuchspersonen zeigten nach einem mehrwöchigen Meditationstraining außerdem weniger Angstzustände und depressive Symptome. Daneben verbessert es die Gehirnaktivität und macht stressresistenter.

Was genau bedeutet das jetzt aber für dich, mich und unser alltägliches Leben? Was bringt Meditation im Alltag?

Hier sind die Top 5, warum auch du sofort mit dem meditieren beginnen solltest:

1. Meditation sorgt für Ruhe im Kopf

Für gewöhnlich denken wir pausenlos über irgendetwas nach. „Habe ich den Herd auch wirklich ausgemacht?“… „Ich muss später dringend mal meine Mutter anrufen“…Was soll ich mir heute Abend zum Essen kochen?“… „Oh, du wolltest doch neue Taschentücher besorgen“ und so weiter und so fort.

An sich ist das normal. Unser Geist ist halt ständig in Bewegung. Allerdings kann das ständige Gedankenkreisen auch heftigen Stress auslösen oder uns nachts um den Schlaf bringen.

Ich bin sicher, dass kennst du auch: Nicht einschlafen zu können, weil sich im Kopf noch alles dreht und rotiert oder nachts aufzuwachen, nur um das Karussell von Neuem zu starten.

Meditation kann helfen auf die STOPP-Taste zu drücken. Der Schlüssel liegt darin, Gedanken loszulassen. Gedanken kommen nämlich nicht von außen sondern von innen. Wir selbst sind also die Macher unserer Gedanken und als solche können wir auch entscheiden, ob wir einen bestimmten Gedanken weiter verfolgen oder nicht.

2. Meditation erhöht Bewusstheit und Konzentration

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Bodo Schmitt / pixelio.de

Durch den Fokus auf den eigenen Atem wird man in den aktuellen Moment geholt. Vergangene Sorgen und zukünftige Pläne verblassen. Alles was zählt ist das Hier und Jetzt.

Auf diese Weise wird der Geist trainiert bei einer Sache zu bleiben und zwar ohne Ablenkung. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit und lässt uns über die Zeit klarer, präsenter und bewusster werden.

3. Meditation unterstützt den Stressabbau

Ein wunderbares Nebenprodukt von Meditationsübungen ist die damit einhergehende Entspannung: Blutdruck und Puls senken sich. Muskelverspannungen werden gelöst. Der Körper kommt zur Ruhe. Wie? Indem wir lernen, Gedanken vorbeiziehen zu lassen und nicht mehr gleich auf sie anzuspringen.

Unsere Gedanken lösen nämlich die gleichen körperlichen Erregungszustände aus, wie die reale Welt. Denken wir bspw. an die bevorstehende Präsentation, brechen wir in Schweiß aus, fangen an zu zittern etc. Indem wir die Gedanken vorüberziehen lassen und uns auf unseren Atem konzentrieren, kann auch der Körper loslassen.

4. Meditation kann Schmerzen lindern

Meditationsübungen werden mitunter in der Schmerzbehandlung oder auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt. Dabei geht es nicht darum den Schmerz auszuschalten, sondern die innere Einstellung zu ihm zu verändern.

Die Idee ist die: Weil wir den Schmerz als Feindbild erkennen, verursacht das jede Menge Stress im Körper. Wenn ich bspw. bei Zahnschmerzen die ganze Zeit an das unangenehme Gefühl denke („ahh… dieser blöde Zahn. Man tut das weh… Der pocht und pocht. Ich kann mich ja gar nicht mehr konzentrieren…“), verkrampft sich mein ganzer Körper und alles reagiert auf meinen Ärger gegenüber diesem schmerzenden Zahn.

Sobald wir aber lernen den Schmerz zu akzeptieren, kann sich der Körper entspannen, was dazu führt, dass wir den Schmerz subjektiv als weniger schlimm empfinden.

5. Meditation führt zu mehr Gelassenheit

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sigrid rossmann / pixelio.de

Meditation kann uns dabei helfen, eine gewisse Distanz zum Durcheinander unserer Gedanken zu entwickeln. Gleiches gilt für unsere Gefühle. Auch Gefühle sind vorübergehende Phänomene des Geistes.

Manche Menschen verdrängen sie, indem sie alles hinunterschlucken und in sich hineinfressen. Andere müssen immer alles rauslassen, aufbrausen und Druck ablassen.

Beide richten damit nicht selten viel Schaden an. Die einen an sich selbst, die anderen an ihren Mitmenschen.

Durch Meditation können wir unsere Gefühle aufkommen lassen, sie benennen und akzeptieren, ohne sie mit weitergehenden Gedanken zu nähren.

Ein regelmäßiges Meditationstraining hilft dir somit dabei, deinen eigenen Körper, deine Gedanken und Gefühle besser und bewusster zu spüren und diese Dinge als Teil deiner selbst zu akzeptieren.

Kein Meister vom Himmel gefallen

Stellst du dir immer noch die Frage: Was bringt Meditation?

Wahrscheinlich nicht. Ich hoffe, ich konnte dir zeigen, dass Meditation so einiges kann und dein Leben ungemein bereichern wird. Kein Wunder also, dass so viele Menschen darauf schwören.

Allerdings klappt es wie fast alle guten Dinge im Leben nicht von heute auf morgen und erfordert einiges an Geduld, Ausdauer und regelmäßiger Übung.

Wie Meditation genau geht, was du als blutiger Anfänger beachten solltest und wie du es im Alltag konkret anwenden kannst, erkläre ich dir hier Schritt für Schritt.

Jetzt bist du erst mal gefragt. Wie klappt es bei dir mit der Meditation? Hast du schon positive Effekte festgestellt oder verzweifelst du noch immer an deinen Gedanken?

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17 Kommentare
  • Benny Briesemeister
    schrieb um 13:17h, 09 Februar Antworten

    Ich bin ja auch ein kleiner Meditations-Skeptiker 🙂
    Habe deshalb vor etwa 2 Jahren meine eigene Form der Meditation gefunden: Sport. Alle Effekte, die du oben beschreibst, treffen genau so auch auf Sport zu (wobei man sicherlich die Schmerzursache berücksichtigen sollte).
    Positiver Nebeneffekt: Man verbrennt mehr Kalorien und kann mehr Schokolade essen 🙂

  • Linda
    schrieb um 07:35h, 10 Februar Antworten

    Hallo 🙂
    ich meditiere auch seit 2 – 3 Monaten und merke, dass es mir zu mehr Gelassenheit verhilft. Und mich auf meine Ziele zu fokussieren.
    Zum Sport sehe ich einen großen Unterschied 🙂
    Wenn ich laufen gehe, kann ich nämlich besonders gut nachdenken und über ein Problem grübeln. Meistens kommt dann irgendeine Lösung.
    Aber genau das Nachdenken sollten man ja beim Meditieren eben nicht machen.

    Viele Grüße
    Linda

    • Glücksdetektiv
      Katharina Tempel
      schrieb um 18:07h, 10 Februar Antworten

      Oh schön. Wie meditierst du denn? Es gibt ja so viele verschiedene Arten und Anleitungen…

  • Benny B Briesemeister
    schrieb um 07:48h, 10 Februar Antworten

    Hallo Linda,

    wie gesagt, da ich nicht meditiere kann ich es nicht direkt vergleichen. Aber bei mir ist es so, dass ich während des Sports komplett abschalten kann – also auch nicht wirklich nachdenke oder gar grüble.
    Allerdings bin ich beim Sport auch oft auf meine Atmung konzentriert. Insofern hat es dann vielleicht etwas meditatives 🙂

    Lieben Gruß,
    Benny

    • Glücksdetektiv
      Katharina Tempel
      schrieb um 18:06h, 10 Februar Antworten

      Hallo Benny, hallo Linda,

      ich denke ein weiterer Vorteil von Meditation gegenüber Sport ist der, dass Meditation in bestimmten Situationen einfach praktikabler ist. Wenn ich z.B. unter Prüfungsangst leide, kann ich zur Vorbereitung schlecht ums Prüfungszimmer joggen. Ich kann aber kurz 2-3 Minuten meditieren und wenn ich das lange genug geübt habe, sehe ich dann auch direkt Erfolge.
      Für Sport braucht man dann doch immer noch ein bisschen mehr Zeit, Raum und Equipment.

  • Norman
    schrieb um 08:43h, 10 Februar Antworten

    Hey Katharina,

    vielen Dank für diese tolle Übersicht und dein Aufruf zu mehr Ruhe im Leben.

    Mich hast du mitgerissen =)

    Ich bin schon länger daran interessiert, aber irgendwie krieg ich es nicht hin das Meditieren regelmäßig in meinen Alltag zu integrieren.

    Wie ist das bei dir? Meditierst du regelmäßig?

    Liebe Grüße

    Norman

    • Glücksdetektiv
      Katharina Tempel
      schrieb um 18:11h, 10 Februar Antworten

      Hi Norman,
      ich fange auch gerade erst mit dem meditieren an. Ich merke schon, dass es mir gut tut und ich es gerne mache. Aber ich habe noch nicht die perfekte Tageszeit dafür gefunden. Habe es zunächst morgens gleich nach dem Aufstehen versucht, aber ich glaube, ich profitiere mehr davon, wenn ich meine Arbeitszeit durch Meditationspausen unterbreche. Morgens ist mein Kopf eigentlich eh noch ziemlich klar und aufgeräumt 🙂
      Jetzt experimentiere ich mit nachmittags und abends.

      Etwas regelmäßig in den Alltag zu integrieren ist am Anfang immer schwer. Studien zeigen, dass man 21 Tage braucht, um eine neue Gewohnheit aufzubauen. Am Anfang müssen wir uns also ein bisschen quälen…

  • seinswandel
    schrieb um 19:33h, 10 Februar Antworten

    Hallo Katharina,
    ich habe auch gerade über meine ersten Sitzversuche geschrieben 🙂
    Inzwischen betrachte ich Meditation, insbesondere Achtsamkeitsmeditation, als eine Forschungsreise, bei der ich einfach mal feststelle, was in meinem Inneren los ist. Und, wow, da geht jede Menge ab! Vieles davon ist nicht unbedingt spassig: Unruhe, Müdigkeit, Trauer, Unlust, Ängste aber auch Ruhe, innere Frieden, Freude.
    Ich betrachte es daher nicht als Entspannungsübung, aber ich lerne mich besser kennen. Das ist ein ziemliches Abenteuer und kann ganz schön rauf und runter gehen. Meditation ist das Brennglas, unter dem ich versuche meine innere Haltung zu erkennen – möglichst einfach so, ohne Bewertung.

    • Glücksdetektiv
      Katharina Tempel
      schrieb um 18:40h, 11 Februar Antworten

      Ja, ich denke als Forschungsreise kann man es sehr gut beschreiben. Entspannung kann davon ein Nebenprodukt sein, muss aber nicht im Vordergrund stehen. Vielen Dank für die schöne Beschreibung.
      Grüße, Katharina

  • Maike
    schrieb um 13:46h, 11 Februar Antworten

    Hallo Katharina,
    ich meditiere nun auch schon einige Jahre. Es lässt mich nicht nur gelassener und ruhiger durchs Leben gehen, ich habe mich auch selbst unheimlich gut kennen gelernt.
    Die anfänglichen Berührungsängste mit der Meditation kann ich nachvollziehen. Ich fand es bei den ersten Versuchen geradezu langweilig. Erst als ich mit Yoga anfing, habe ich nach und nach auch die bewegungslose Meditation schätzen gelernt und seitdem ist sie ein fester Bestandteil meines Alltags.

    Viele Grüße
    Maike

    • Glücksdetektiv
      Katharina Tempel
      schrieb um 18:44h, 11 Februar Antworten

      Vielen Dank für die Einblicke Maike. Ich kann mir gut vorstellen, dass Meditation genau das richtige Mittel ist um sich selbst besser kennen zu lernen.
      Sicher ist es anfangs etwas „gewöhnungsbedürftig“, aber ich habe noch nie von jemandem gehört, der durch Meditation nicht auf die ein oder andere Weise profitiert hat.

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    schrieb um 10:02h, 23 März Antworten

    […] “5 unschlagbare Gründe, noch heute mit dem meditieren zu beginnen” habe ich dir gezeigt, warum Meditation so gut für uns ist. Wenn du Lust darauf bekommen hast, es […]

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    schrieb um 07:44h, 22 September Antworten

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  • Natascha
    schrieb um 11:12h, 16 Februar Antworten

    Liebe Katharina,

    meditierst du noch? Wenn ja, wie geht es dir jetzt damit?

    LG
    Natascha

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 18:56h, 16 Februar Antworten

      Liebe Natascha,

      ich habe es lange Zeit jeden Tag getan und es hat mir sehr gut getan.
      Regelmäßig geschafft habe ich es allerdings nur, wenn ich es gleich morgens vor dem Frühstück gemacht habe. Darauf habe ich mich auch immer gefreut und bin m.M. nach „sortierter“ in den Tag gestartet.

      Aktuell meditiere ich nicht, weil ich meine Morgenroutine geändert habe und es einfach nicht schaffe, die Meditation abends regelmäßig einzubauen.
      Lieben Dank also für deinen Kommentar. Er erinnert mich daran, dass ich mir einfach wieder morgens die Zeit nehmen muss. Zu anderen Zeiten kriege ich es offensichtlich nicht hin….

      LG, Katharina

      • Natascha
        schrieb um 21:12h, 19 Februar Antworten

        Okidoki! Also ich hab mir vorgenommen im kommenden Semester wenn ich von der Uni heim komme bzw. wenn ich mit dem Lernen fertig bin und die Freizeit beginnt (als Übergang sozusagen) zu meditieren und bin schon sehr gespannt, wie es mir gelingen wird! 🙂

        LG, Natascha

        • Glücksdetektiv
          Glücksdetektiv
          schrieb um 09:58h, 25 Februar Antworten

          Da wünsche ich dir ganz viel Erfolg dabei!
          Ich habe übrigens wieder angefangen… Morgens… erstmal nur 5 Minuten.

          LG, Katharina

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