Einsamkeit überwinden - Glücksdetektiv

Einsamkeit überwinden: Die 10 besten Strategien im Kampf gegen das schwarze Loch

Wer einsam ist fühlt sich leer, verzweifelt, ausgeschlossen, ungeliebt und verlassen. Hier erfährst du 10 wirksame Strategien, wie du deine Einsamkeit überwinden kannst.

Einsamkeit ist ein zutiefst unangenehmes Gefühl, mit dem die meisten Menschen schon einmal Bekanntschaft gemacht haben.

Es ist ein Gefühl von absoluter Leere und Verzweiflung. Betroffene fühlen sich nicht zugehörig, nicht gewollt, ausgeschlossen von der Gemeinschaft, anders, ungeliebt und verlassen.

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivIn Umbruchsphasen erwischt uns dieses Gefühl häufig. Wenn wir gerade umgezogen sind, einen Klassen- oder Jobwechsel vollzogen haben oder einen anderen Neustart wagen. Denn dann verlieren wir unser gewohntes Umfeld, die Menschen, die wir kennen, die vertraute Umgebung, ja nicht selten unser physisches oder emotionales Zuhause.

Aber Einsamkeit kann auch in der gewohnten Umgebung von uns Besitz ergreifen. Und wenn wir nichts tun, um die Einsamkeit zu überwinden, kann sie chronisch werden und krankmachen. Sie führt dazu, dass wir uns mehr und mehr zurückziehen und über kurz oder lang resignieren.

Einsamkeit ist also ein wichtiges Alarmsignal, das darauf hinweist, dass Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden. Es liegt an uns, dass wir uns die Zeit nehmen, herauszufinden, was fehlt, um die Einsamkeit überwinden zu können.

Einsam sein ist nicht gleich Alleinsein

Dabei hat Einsamkeit nicht notgedrungen etwas mit dem Alleinsein zu tun.

Viele Menschen glauben, man kann nur dann einsam sein, wenn man alleine ist, also z.B. keinen Partner oder guten Freund an seiner Seite hat. Aber das ist so nicht richtig.

Ich kann alleine und sehr zufrieden sein.

Nicht alle Singles sehnen sich nach einer neuen Partnerschaft. Viele freuen sich auch über die neu gewonnenen Freiheiten und das Gefühl, nur für sich selbst verantwortlich zu sein. Manche blühen regelrecht auf und haben große Freude daran, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Wieder andere brauchen keinen großen Freundeskreis und häufige Treffen, sondern sind gerne für sich allein und haben ihre Ruhe.

Allein zu sein heißt also noch lange nicht, dass man sich einsam fühlt.

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivGenauso gut kann ich von Menschen umgeben sein und mich dennoch einsam fühlen.

Unabhängigkeit davon, ob ich einen Partner an meiner Seite habe oder mir zehn Freunde gerade meine Geburtstagstorte überreichen. Ich kann die Kerzen auspusten, ihnen beim Feiern zusehen und mich trotzdem vollkommen verlassen fühlen.

Einsamkeit hängt also nicht davon ab, ob andere dich mögen oder den Kontakt mit dir suchen. Es hängt vielmehr davon ab, was du selbst über dich und deine Mitmenschen denkst.

Ob du dich einsam fühlst oder nicht hängt also im Wesentlichen von deiner Einstellung ab.

Die Ursachen der Einsamkeit

„Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt.“ – Alfredo Le Mont

Menschen, die einsam sind, glauben nicht liebenswürdig zu sein. Sie haben jede Menge negative Gedanken über sich selbst.

  • „Ich bin allen egal“
  • „Ich bin nicht attraktiv“
  • „Niemand versteht mich“
  • „Mit mir stimmt etwas nicht“…

… sind die typischen Sätze, die sich einsame Menschen vorsagen.

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivDie Ursachen der Einsamkeit liegen also größtenteils in einem geringen Selbstwertgefühl: Wenn du dich selbst nicht magst und glaubst, dass du nichts zu geben hast, grenzt du dich von anderen künstlich ab.

Du machst dich zu „anders“, „nicht gut genug“ etc.

Damit einher geht häufig eine große Angst vor Zurückweisung und die Unfähigkeit mit dir selbst alleine zu sein.

Wenn du gar nicht aus dir herauskommst, Angst hast Menschen anzusprechen oder nur auf Fragen zu antworten, wirst du es natürlich auch schwer haben Kontakte zu knüpfen.

Extreme Schüchternheit spielt der Einsamkeit somit in die Karten. Denn allzu leicht bilden sich dann wieder Gedanken heraus wie: „mich mag keiner“ und „alle halten mich für komisch.“

In manchen Fällen kann deine Einsamkeit auch durch zu hohe Erwartungen begünstigt sein. Wir wünschen uns nur allzu gerne das strahlende Gesamtpaket: Ein Freund, der all unsere (emotionalen) Bedürfnisse befriedigt oder besser noch, ein Partner, der das tut.

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivAber diese Person existiert nicht. Stattdessen finden wir uns mit einem Freund wieder, mit dem wir gut spazieren gehen können, einer Freundin, mit der wir über unser Liebesleben reden und einem Freund, der unsere Vorlieben für Actionfilme teilt.

Meist gibt es dann noch das ein oder andere Bedürfnis, für das sich keine Person findet und schon könnten wir den ganzen Haufen „angeblicher“ Freunde wieder verteufeln.

Einsamkeit drückt also auch eine Unzufriedenheit über die bestehenden Kontakte aus.

Aber verlangen wir damit nicht zu viel von unseren Freunden? Und was ist mit uns selbst? Tun wir denn genug für unsere Freundschaften? Bemühen wir uns wirklich neue Bekanntschaften zu schließen?

Erwarte also nicht, dass andere Menschen dich glücklich machen oder das du deine Einsamkeit überwinden kannst, wenn du einen Partner oder Freund findest.

Einsamkeit überwinden: Die 10 besten Strategien

Was wirklich hilft Einsamkeit zu überwinden, verrate ich dir jetzt:

1. Lerne mit dir allein zu sein

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivBevor du Kontakt zu anderen suchst, solltest du den Kontakt zu dir selbst herstellen. Statt dich abends davor zu fürchten in eine leere Wohnung zu kommen, mache ein positives Ritual daraus:

Nimm dir jeden Abend eine halbe Stunde oder Stunde Zeit, in der du nur deinen Gedanken nachhängst und dich mit deinen Träumen, Zielen und Visionen beschäftigst.

2. Sei gut zu dir selbst

Du brauchst keine zweite Person, um dich zu verwöhnen. Du darfst dir auch selbst etwas Aufwendiges kochen, ein Bad einlassen oder ein paar Kerzen anzünden.

Zeig dir, dass du dir selbst gut genug bist und gönn dir, was auch immer du brauchst.

3. Geh allein aus

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivIn amerikanischen Filmen als Zeichen gesellschaftlichen Versagens angeprangert, ist das alleinige Ausgehen eine spannende Erfahrung und Selbstverständlichkeit. Du willst einen Kinofilm sehen, aber niemand hat Zeit oder deine Freunde interessiert der Actionfilm nicht?

Dann verabrede dich mit dir selbst.

Kauf dir ein Ticket. Genieße die Vorfreude auf das Event und zelebriere das Date mit dir allein mit allem, was dazugehört.

Ich war z.B. mal allein in der Oper. In der Pause fühlte es sich zwar etwas befremdlich an niemandem zum Reden zu haben, aber gleichzeitig fühlte ich mich auch unglaublich stark und selbstbewusst.

4. Finde deinen Sinn

Welche Dinge haben für dich eine Bedeutung? Was ist dir wichtig? Was möchtest du mit deiner Zeit hier auf Erden anstellen?

Gefühle von Einsamkeit verschwinden, sobald du etwas gefunden hast, das für dich eine Bedeutung hat. Dafür stehst du jeden Morgen auf. Das ist dein Interesse, dein Sinn. Das bist wirklich du.

5. Such dir ein Projekt

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivWie steht es eigentlich um deine Wohnung? Fühlst du dich darin richtig wohl oder wolltest du schon länger mal das ein oder andere optimieren? Vielleicht das Bett umstellen, neue Bilder an die Wände hängen und eine Lampe mit warmen Licht kaufen?

Jetzt ist die perfekte Zeit dafür.

Ebenfalls beliebte Projekte: Ordnerchaos sortieren, Keller entrümpeln, Kleiderschrank ausmisten oder Grundreinigung durchführen.

Diese Tipps werden dir bereits guttun und deiner Einsamkeit den Garaus machen, noch bevor du überhaupt Kontakt zu anderen Menschen aufgenommen hast.

Aber weil wir Menschen nun mal soziale Wesen sind und uns nach Austausch und Nähe mit anderen sehnen, folgen hier noch mal fünf Tipps, die dich aus deinem Schneckenhaus herausholen.

6. Nimm Kontakt auf

Vielleicht findest du auf dem Weg in den Supermarkt nicht gleich deinen Seelenverwandten, aber es tut der Seele auch gut einen Plausch mit deinem Nachbarn oder der Verkäuferin zu halten.

Einfach ein kleiner freundlicher Austausch, der dir zeigt, dass du nicht allein auf dieser Welt bist.

7. Biete deine Hilfe an

Wenn du der älteren Dame über die Straße hilfst oder deiner schwangeren Nachbarin die Einkaufstüten hochträgst, erhältst du dadurch nicht nur ein Lächeln und ein aufrichtiges Dankeschön.

Du machst auch die Erfahrung gebraucht zu werden und dass deine Taten einen Einfluss haben.

8. Such dir ein Hobby

Du kannst dich einem Sportverein anschließen oder einen Kurs an der Volkshochschule belegen. Egal, was du tust, du lernst darüber neue Leute kennen, die deine Interessen und Leidenschaften teilen.

Das ist ein wunderbarer Gesprächseinstieg und eine gute Basis für interessante Kontakte.

9. Werde ehrenamtlich aktiv

Einsamkeit überwinden - GlücksdetektivNoch eine wunderbare Möglichkeit unter Menschen zu kommen, etwas Sinnvolles zu tun, anderen eine Freude zu bereiten und Zuneigung und Nähe zu erhalten.

Auch hier sind die Möglichkeiten förmlich unbegrenzt. Du kannst Hunde aus dem Tierheim ausführen oder Kindern spannende Geschichten vorlesen.

Egal, für was du dich entscheidest. Du wirst dich danach garantiert besser fühlen.

10. Pflege deine Kontakte

Menschen sind schon ein komisches Völkchen. Wir fühlen uns einsam, aber melden uns gleichsam nie bei unseren Freunden und Bekannten. Wir sind unzufrieden mit unseren Freundschaften, aber tragen von unserer Seite auch nichts dazu bei sie zu verbessern. Wie sollen wir da unsere Einsamkeit überwinden?

Ruf doch einfach mal wieder einen guten Freund oder alten Bekannten an. Zeige Interesse an seinem Leben. Rede nicht von deinen Problemen, sondern lass es um ihn gehen.

Er wird sich über deine plötzliche Kontaktaufnahme und dein Interesse freuen und du erlebst wieder einen positiven Kontakt zu deinen Freunden.

Beim Thema Einsamkeit überwinden geht es also sowohl darum, mit dir selbst eine positivere Beziehung herzustellen, als auch darum, auf andere Menschen zuzugehen.

Mein Video zum Thema Einsamkeit überwinden

Einsamkeit überwinden

Mehr Tipps für einen positiveren Umgang mit dir selbst, als auch dazu, wie du dich selbst besser kennenlernst und deinen Sinn findest, erhältst du in meinem kostenlosen E-Mailkurs: Aufbruch ins Glück.

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23 Kommentare
  • Marco Gerstmann
    schrieb um 08:51h, 27 März Antworten

    Ein sehr hilfreicher und aufschlussreicher Artikel, Katharina!

    Ich stimme dir da voll und ganz zu, dass Einsamkeit eigentlich durch ein geringes Selbstwertgefühl zustande kommt.

    Gerade der erste Punkt „Lerne mit dir allein zu sein“ ist sehr wichtig. Ich konnte zum Glück immer recht gut alleine sein und habe einen richtig guten Freundeskreis, der das auch akzeptiert. Aber das Glück hat natürlich nicht jeder.

    Zu diesem Thema kann ich immer nur wieder das hervorragende Buch „Liebe, Freiheit, Alleinsein“ von Osho empfehlen. Hier wird einem so viel klar. Auch warum unsere Gesellschaft Alleinsein eigentlich so negativ bewertet, obwohl es gar nichts negatives ist.

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 12:39h, 27 März Antworten

      Danke für die Empfehlung.
      Ich muss immer an amerikanische Filme denken, in denen es so katastrophal ist, wenn man Single ist, alleine auf eine Hochzeit gehen muss oder alleine in einem Restaurant essen möchte.

      Als wären wir allein und für uns genommen nichts wert.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Stefanie
    schrieb um 09:53h, 27 März Antworten

    Ein wunderbarer Artikel – ganz lieben Dank dafür! Unbewusst lebe und praktiziere ich die Punkte inzwischen fast alle – mal mehr und mal weniger …;-) daher hat es großen Spaß gemacht deinen Artikel heute morgen zu lesen. Einen schönen und glücklichen Tag! Liebe Grüße

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 12:34h, 27 März Antworten

      Dazu kann ich dir nur gratulieren!

      Einen wunderschönen und sonnigen Tag auch für dich.
      Liebe Grüße, Katharina

  • Karin
    schrieb um 11:52h, 27 März Antworten

    Ein hilfreicher Artikel -Danke.
    Ich war eigentlich seit Kindheit viel allein. Ich habe auch nie darunter gelitten. Ich gehöre zu den
    Menschen die das alleinsein brauchen und auch geniessen können.
    Aber die Umwelt kann in diesem Punkt brutal sein. Mitleid und oft verständnislosigkeit.
    Inzwischen kann ich damit auch sehr gut umgehen.
    Sonnige Grüße

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 12:33h, 27 März Antworten

      Das Problem mit dem Umfeld ist, dass jeder Mensch seine eigenen Maßstäbe ansetzt, um zu schlussfolgern, ob eine andere Person glücklich ist oder nicht. Und jemand, der sehr viel Kontakt zu anderen Menschen braucht, wird nie verstehen können, dass du das nicht brauchst und dich deswegen für einsam und unglücklich halten.

      Da hilft nur erklären, ignorieren oder einfordern, dass einfach akzeptiert wird wie du lebst und leben willst.

      Liebe Grüße,
      Katharina

    • Elisabeth
      schrieb um 14:15h, 22 April Antworten

      Ich kann gut nachfühlen wie du fühlst Karin. Auch ich kämpfe schon länger mit diesem Gefühl und niemanden kann man es sagen. Denn man ist selbst schuld daran.

      • Elisabeth
        schrieb um 14:20h, 22 April Antworten

        So denken andere und das ist furchtbar.

  • Judith
    schrieb um 18:41h, 28 März Antworten

    Ich kann mich den anderen Kommentaren nur anschließen, liebe Katharina.
    Ein großartiger Artikel und -was für ein Timing!- zufällig genau das Thema mit dem ich mich gerade beschäftige bzw. welches mich derzeit -v.a.morgens beim „einsamem Aufwachen“- heimsucht 🙂
    Es ist mir jetzt einiges klarer geworden und die Punkte, die ich selber schon in mir erahnt hatte, haben durch deine sehr klare und genaue Aufschlüsselung Bestätigung erlangen können. Ich hatte mich nämlich iwie schon gewundert, dass es in mir ein ganz klares Signal gab „nur mit anderen zusammen zu sein, löst die Sache nicht“.
    Danke für diese hilfreichen und wertvollen Beitrag und dass du genau diesen unangenehmen Zustand thematisiert und einmal näher erläutert hast ♡ Es hat mich echt weitergebracht.
    Alles Liebe, Judith

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:07h, 29 März Antworten

      Das freut mich sehr zu lesen liebe Judith.
      Wahrscheinlich sollten wir Einsamkeit einfach als Hinweis darauf verstehen, dass wir uns mal wieder besser um uns selbst kümmern sollten. Alles weitere ergibt sich dann meistens eh von alleine.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Maik
    schrieb um 20:24h, 28 März Antworten

    Finde die Punkte 2 und 8 in sofern Kontrovers, da du werte Katharina von einem Durchschnitt ausgehst und so denkst wie JEDER andere auf der Welt.

    Aber welche Tipps hast du für jemand, der so wie ich am liebsten eine 7 Tage Woche mit 8 – 12 Stunden Arbeit haben will?
    Ja ich gebe zu, Ich falle nur dann in ein Loch, wenn ich NICHT arbeiten darf/kann, warum auch immer.

    Irgendwie finde ich Persönlich werde diese Aspekte von JEDEM Ignoriert,

    Wäre sehr schön, wenn du dahingehend mal einen Äquivalenden Ansatz finden/aufzeigen würdest/könntest.

    Würde dir da auch gerne als „Testobjekt“ zur seite stehen wollen, da ich ja selber das Problem habe, das ich mit diesen Punkten so garnicht in’s reine komme und schon am Punkt 2 Scheitere,
    Selbst wenn ich Punkt 2) einfach mal außer 8 lassen bleibe ich bei Punkt 8 wieder auf der Strecke. 🙁

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:05h, 29 März Antworten

      Wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, dass dir für Punkt 2 (sei gut zu dir selbst) und Punkt 8 (such dir ein Hobby) schlicht und ergreifend die Zeit fehlt, weil du so viel arbeitest.

      Wenn du gerne viel arbeitest bist du entweder ein sehr produktiver Mensch, der seine Arbeit liebt oder du „versteckst“ dich hinter deiner Arbeit, um dich nicht mit deinen Problemen zu konfrontieren (z.B. mit Einsamkeit und fehlenden Hobbies).
      Aber selbst wenn ersteres der Fall ist, wäre es aus gesundheitlichen Gründen schon ratsam, wenigstens an einem Tag der Woche kürzer zu treten und für Ausgleich zu sorgen. Und dann hast du deine Zeit für Hobbies und co.

      Gut zu dir selbst zu sein ist übrigens eine Strategie, die du den ganzen Tag verfolgen solltest und kannst, ob du nun Zeit hast oder nicht. Das fängt schon bei deinen Gedanken an, also damit, wie du selbst mit dir sprichst. Gehst du nachsichtig mit dir um, wenn du mal einen Fehler machst oder hinterherhinkst oder redest du dich schlecht? etc.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Maja
    schrieb um 21:37h, 29 März Antworten

    Hallo Katharina,
    vielen Dank für deinen schönen Artikel.
    Was kann ich tun, wenn mich gar nichts interessiert? Ich weiß, dass das wohl auch nur meine Gedanken sind, aber ich komme so schlecht aus diesem Teufelskreislauf heraus

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 20:15h, 30 März Antworten

      Du könntest einmal in deine Vergangenheit blicken: Was hat dir als Kind Freude gemacht und was hat dich da am meisten interessiert?
      Gehe ruhig auf eine Entdeckungstour zurück in die Kindheit und verbringe Zeit mit den Dingen, die dir früher Freude gemacht haben. Vielleicht entdeckst du dich darüber wieder etwas mehr und wirst so Stück für Stück aktiver.

      LG, Katharina

  • Maja
    schrieb um 21:22h, 31 März Antworten

    Danke für den Tipp, Katharina. Leider hat mich bereits als Kind nichts besonders interessiert und begeistert. Oft frage ich mich, was die anderen Leute den lieben langen Tag so denken und machen.

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 19:14h, 03 April Antworten

      Womit hast du als Kind denn deine Tage verbracht? Nachdenken? Lesen? Oft übersehen wir unsere Interessen und Talente, weil sie uns zu klein und unbedeutend vorkommen.
      Hier kannst du dich selbst besser kennenlernen: gluecksdetektiv.de/wer-bin-ich-wirklich/

      LG, Katharina

  • Luise
    schrieb um 15:46h, 07 April Antworten

    Dieser Artikel hat mir sehr geholfen, mich selbst zu verstehen. Ich habe mich schon gewundert, warum ich gerne alleine bin, mich dann aber wiederum einsam fühle, vor allem in meiner Mittagspause, Dann begegne ich Kollegen, die mit anderen zusammen sind. Ich glaube, das liegt nur daran, dass es mir vor den anderen unangenehm ist, dass sie mich alleine sehen. Früher wurde es mir immer angekreidet, dass ich alleine sein wollte. Es wird einem manchmal eingeredet, man sei komisch. Vielleicht fühlen sich andere von mir auch abgelehnt? Unter anderen Menschen fühle ich mich oft einsamer als alleine. Mit anderen zusammen zu sein, finde ich oft sehr anstrengend. Immerhin lasse ich mir das nicht mehr anmerken, sondern versuche freundlich zu sein, witzig und mich für andere zu interessieren. Ich mache auch kleine Geschenke zu Ostern usw. Aber die Wahrheit ist, dass ich überhaupt nicht auf andere neugierig bin und mich die Dinge, die ich andere frage, gar nicht interessieren. Na, wie war dein Urlaub? Wie läuft es mit deinem Pferd? Umgekehrt möchte ich auch oft nichts gefragt werden, da es machmal blöde Kommentare gibt. Alleine mit meinem Mann und meiner Tochter empfinde ich viel Freude bei Unternehmungen, beim gemeinsamen Abendessen, lesen, mit meinen Hobbys. Ich bin dann dankbar und zufrieden, mit dem was ich habe. Aber wenn ich mit anderen zusammen bin, dann machen sie mir Dinge madig und auf einmal bin ich unzufrieden. Das hat mich schon immer gewundert. Ich bin zufrieden. Aber wenn ich mit anderen zusammen bin, dann auf einmal nicht mehr.

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 17:53h, 10 April Antworten

      Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass wir uns von niemandem in bestimmte Rollen drängen lassen sollten. Wir ticken nun einmal alle anders und wenn du allein bzw. mit deiner Familie zufrieden bist, dann solltest du das zelebrieren und dir nicht reinreden lassen, dass du noch einen großen Freundeskreis bräuchtest oder in der Mittagspause unbedingt gesellig sein musst.

      Im Endeffekt zählt immer nur, wie es dir mit einem bestimmten Verhalten oder einer bestimmten Situation geht. Und dein Wohlbefinden ist der Maßstab. Nichts anderes.

      Ich grüße dich ganz herzlich.
      Katharina

  • Andreas Mertins
    schrieb um 16:25h, 17 April Antworten

    Hallo Katharina, tolle inspierende Gedanken. Ich glaube, da ist für jeden das eine oder andere
    anwendbar. Was mir leider zu schaffen macht ist, das ich von verwandtschaftlicher Seite durch
    Tod, Entfremdung oder man versteht sich nicht, dadurch mir keiner Nahe steht. Daher muss ich dies anders kompensieren durch deine angeführten Gedanken.Sehr hilfreich, vielen Dank !

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:23h, 17 April Antworten

      Ich wünsche dir alles Gute beim Ausprobieren.
      Und gegen Entfremdung ließe sich doch etwas unternehmen, oder?

      LG, Katharina

      • Andreas Mertins
        schrieb um 17:09h, 18 April Antworten

        Okay, hatte mal versucht meinen
        Onkel zu besuchen, da gerade in Seiner
        Nähe. Hatte auf Seinen AB gesprochen.
        Hat sich jedoch nicht zurückgemeldet.
        Vermute er will keinen Kontakt..
        Versucht habe ich es ja…… Danke !

  • Andreas Mertins
    schrieb um 17:41h, 18 April Antworten

    Zwei interessante Aussagen von Hermann
    Hesse im Buch Lektüre für Minuten über
    Einsamkeit:
    1. Einsamkeit ist Unabhängigkeit !
    2. Einsamkeit ist der Weg ,auf dem das Schicksal den Menschen zu sich selber
    führen will !

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:51h, 19 April Antworten

      „Den Menschen zu sich selbst führen“… das ist tatsächlich etwas, das die Einsamkeit vermag, wenn wir sie annehmen und bereit sind aus ihr zu lernen.

      Sehr schön!
      LG, Katharina

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