Fasten - Glücksdetektiv

Fasten mal anders: 10 Bereiche, in denen sich Verzicht lohnt

Vergiss hungern und leiden. Hier sind 10 Bereiche, in denen es sich wirklich lohnt zu fasten, weil du durch den Verzicht auf negative Gewohnheiten freier, unbeschwerter und glücklicher leben kannst.

Jedes Jahr zwischen Aschermittwoch und Karsamstag findet die christliche Fastenzeit statt. Was früher hauptsächlich Askese bedeutete, kann heute eine wunderbare Möglichkeit darstellen Abhängigkeiten aufzubrechen, negative Gewohnheiten zu ersetzen und neue, gesunde Verhaltensweisen auszuprobieren.

Fasten - GlücksdetektivÄhnlich wie die Neujahrsvorsätze kannst du die die alljährliche Fastenzeit nutzen, um neue Gewohnheiten zu etablieren und dir selbst etwas Gutes zu tun.

Es ist eine Zeit, um sich der eigenen Bedürfnisse wieder bewusst zu werden und auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Statt dich verbissen selbst zu geißeln und den Verzicht als Bestrafung aufzufassen, kannst du Fasten als Experiment begreifen; Eine Möglichkeit, die Dinge vorübergehend anders zu machen und zu schauen, wie es dir damit geht.

Abhängigkeiten reduzieren / neue Gewohnheiten etablieren

Dazu müssen wir zunächst einmal schauen, wie es in deinem Leben derzeit aussieht. Diese Fragen solltest du dir stellen, bevor du dich für eine Fastenart entscheidest:

  • Gibt es etwas in meinem Leben, von dem ich abhängig bin?

Fasten - GlücksdetektivDer Sinn des Fastens liegt darin, sich seiner Abhängigkeit bewusst zu werden und sich durch den vorübergehenden Verzicht selbst zu beweisen, dass man ohne diese Abhängigkeit leben, ja vielleicht sogar leichter leben, kann.

Überprüfe also, wo in deinem Leben Abhängigkeiten oder negative Gewohnheiten bestehen, die du gerne loswerden möchtest.

Vielleicht möchtest du schon länger mit dem Rauchen aufhören? Oder hast du in den letzten Monaten zu viel Alkohol getrunken bzw. zu viel Fast Food gegessen?

Vielleicht gehörst du auch den Menschen, die sich jeden Abend drei Stunden vor dem Fernseher berieseln lassen und Freunden absagen, weil sie lieber eine Show oder Serie sehen wollen? Oder haben es dir Computerspiele angetan, von denen du einfach nicht loskommen kannst?

  • Gibt es etwas, wovon ich gerne mehr in meinem Leben hätte?

Nicht immer muss es um ein weniger gehen. Vielleicht möchtest du auch mehr von etwas haben. Z.B. sportlicher werden, dich gesünder ernähren oder eine optimistischere, freundlichere Person werden. Vielleicht wärst du auch gerne kreativer oder produktiver.

Überlege dir, wovon du gerne mehr in deinem Leben hättest bzw. was für eine Person du sein möchtest.

  • Gibt es etwas, das ich gerne mal ausprobieren möchte?

Womöglich bist du gerade zufrieden und hast nicht das Bedürfnis irgendetwas in deinem Leben zu optimieren. Dennoch kannst du neugierig sein, wie sich eine bestimmte Lebensweise auf deinen Alltag auswirken würde.

Wie wäre es z.B., wenn ich einen Monat lang nicht mehr lügen, sondern immer die Wahrheit sagen würde? Was würde passieren, wenn ich mich abends nicht mehr ablenke, sondern mir jeden Tag eine Stunde ablenkungsfreie Zeit gönne?

Welches Experiment würdest du gerne mal wagen?

Fasten - GlücksdetektivWenn du nun eine Sache gefunden hast, die du loswerden, neu etablieren oder ausprobieren möchtest, schreib sie dir auf und überlege dir, welche Art des Fastens notwendig ist, um dein Ziel zu erreichen.

Damit du einen genaueren Überblick erhältst, was Fasten alles bedeuten kann und welche Wege es gibt, die dich an dein Ziel führen, habe ich dir hier 10 Ideen aufgeführt, worauf du in den kommenden Wochen verzichten kannst.

10 Ideen für kreatives Fasten

1. Smartphone-Fasten

Für alle, die jede Sekunde mit ihrem Smartphone beschäftigt sind und nicht mal mehr eine Minute auf den Bus warten können, ohne am Handy eine Nachricht abzusetzen, Facebook zu checken oder die Nachrichten lesen zu müssen, kann eine Auszeit vom Smartphone extrem lohnenswert sein.

Du gewinnst dadurch jede Menge Zeit, die du darauf verwenden kannst, über dich und dein Leben nachzudenken und deine Mitmenschen sowie deine Umgebung mal wieder mit vollem Bewusstsein wahrzunehmen.

Du wirst morgens ganz anders aufwachen, wenn dein erster Blick nicht auf die gesammelten Push-Nachrichten fällt und abends mit entspannter einschlafen, weil du nicht zuletzt deine Emails gecheckt hast.

2. Auto-Fasten

Fasten - GlücksdetektivWie wäre es, dass Auto mal einen Monat stehen zu lassen und stattdessen auf öffentliche Verkehrsmittel oder dein Fahrrad umzusteigen?

Du kannst es für deine Gesundheit tun, um körperlich aktiver zu werden (Stichwort: Fahrrad, Spaziergang). Oder du machst es für die Umwelt und hilfst Abgase zu reduzieren (Stichwort: öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten etc.).

3. Erwartungs-Fasten

Zugegeben, das ist eine Herausforderung. Beim Erwartungs-Fasten versuchst du einen Monat lang auf deine Erwartungen zu verzichten.

Erwartungen sind im Grunde nichts anderes als unsere Wünsche, wie etwas sein sollte. Wir erwarten von unserem Partner, dass er merkt, dass wir Hilfe im Haushalt benötigen. Wir erwarten vom Chef, dass er unsere Arbeit sieht und belohnt und von unseren Kollegen, dass sie fair mit uns umgehen.

Leider haben andere Menschen oftmals andere Erwartungen und daher sind unsere Erwartungen auch eine der größten Quellen für Enttäuschungen. Viel Streit und Missverständnisse entstehen, weil wir eine bestimmte Erwartung haben, die unser Gegenüber leider nicht teilt.

Wie würde die Welt also aussehen, wenn wir es schaffen unsere Erwartungen einen Monat lang abzustellen oder zumindest auf kleinster Flamme zu garen?

4. Gegenstände-Fasten

Fasten - GlücksdetektivErstickst du zu Hause in jeder Menge Andenken, Gegenständen und Klimbim? Brauchst du zum Abstauben deines Regals inzwischen mehrere Stunden und kannst deinen Keller nur noch über Hindernisse erreichen?

Dann wird es Zeit mal wieder so richtig kräftig auszumisten. Egal, ob du dir deinen Kleiderschrank, deinen Schreibtisch oder den Keller vornimmst.

Du verlierst dadurch nicht nur, du gewinnst auch hinzu: Neuen Platz, Luft zu Atmen, Bewegungsfreiheit und neue Energie. Eine Anleitung zum Ausmisten findest du hier.

5. Jammer-Fasten

Wir Deutschen sind ja ohnehin Weltmeister darin: Jammern. Unser ständiger Freund und Begleiter.

Aber das Wetter ist auch einfach mal wieder schon seit Tagen erbärmlich und die Nachbarin hat wieder die Musik so laut aufgedreht. Und überhaupt: Die Politik hierzulande und die Wirtschaft und dann kostet das Benzin wieder so viel und…..

Wir können über alles und jedes jammern. Wir können es aber auch lassen. Es ist unsere freie Entscheidung.

Entscheiden wir uns fürs jammern, beschäftigen wir uns absichtlich mit dem Negativen. Wir fokussieren auf alles, was schlecht ist, breiten es genüsslich vor uns und anderen aus und erinnern uns immer wieder daran, wie negativ doch alles ist.

Das da keine Lebensfreude aufkommen kann, muss niemanden wundern.

Also Schluss damit. Ab jetzt ist hier jammerfreie Zone. Wenn du dich in den nächsten vier Wochen dabei erwischst zu jammern, stoppe dich und erwähne stattdessen etwas Positives. Etwas, was gerade schön ist, gut läuft oder wofür du dankbar sein kannst.

Diese Dinge gibt es nämlich auch.

6. Fernseh-Fasten

Fasten - GlücksdetektivDeutsche sitzen durchschnittlich fast vier Stunden pro Tag vor der Glotze.

Vier Stunden.

Das ist eine unfassbar lange Zeit. Zeit, in der wir uns einfach nur passiv berieseln lassen. Zeit, die jeden Tag dahinschmilzt, ohne, dass wir sie zu unserem Vorteil nutzen. Denn im Gegensatz zu dem, was wir vermuten, entspannt fernsehen nicht wirklich.

Wir erweisen unserem Wohlergehen weit mehr Gefallen, wenn wir stattdessen malen, lesen oder unseren Hobbys nachgehen. Hier gibt es mehr zu den schädlichen Auswirkungen von Fernsehen.

7. Lügen-Fasten

Zugegeben, jetzt wird’s waghalsig. Aber auch ungemein interessant. Was würde passieren, wenn du einen Monat lang nur noch die Wahrheit sagen würdest?

Wie oft und wie selbstverständlich wir im Alltag lügen ist uns gar nicht mehr bewusst. Die vielen kleinen Notlügen, um andere nicht zu verletzten oder uns aus der Patsche zu holen.

Natürlich sagen wir unserem Freund nicht, dass wir heute Abend keine Lust auf ein Treffen haben. Wir schieben stattdessen die viele Arbeit vor oder das kranke Kind.

Wir lügen.

Völlig natürlich und im Grunde gesellschaftlich akzeptiert.

Wer weiß, vielleicht stellst du am Ende des Monats auch fest, dass Lügen notwendig sind oder zumindest das Leben enorm erleichtern. Aber u.U. wirst du auch zu einer neuen Bewusstheit deiner Sprache und Ausreden und darüber zu einem ganz neuen Miteinander finden.

8. Ablenkungs-Fasten

Wir sind Meister im Ablenken geworden. Nicht nur, weil wir jederzeit dazu die Möglichkeit haben, auch, weil wir verhindern wollen über uns selbst nachdenken zu müssen. Denn das könnte ja schmerzhaft sein.

Also geht der erste Blick morgens lieber aufs Handy, zum Fertigmachen schalten wir das Radio an und zum Abendessen den Fernseher. Wieder im Bett dann noch eine Runde Playstation und schwupps vergeht der Tag, ohne, dass ich mich einmal mit mir selbst beschäftigen musste.

Aber Ablenken raubt dir nicht nur jede Menge wertvolle Zeit. Es nimmt dir auch die Möglichkeit dich selbst zu entdecken, deinen Träumen auf die Schliche zu kommen, alte Hobbies neu zu entdecken oder neue Inspirationen und Fähigkeiten auszubauen.

9. Konsum-Fasten

Fasten - GlücksdetektivWenn du zu den Personen gehörst, die kaum an einem Schaufenster vorbeikommen ohne die Kreditkarte zum Glühen zu bringen und dein Paketlieferant dich schon beim Vornamen kennt, könnte Konsum-Fasten genau das Richtige für dich sein.

Hierbei besinnst du dich darauf, was du wirklich und unbedingt zum Leben brauchst. Das darfst du anschaffen, aber nicht mehr. Essen also: ja. Aber das neue Waffeleisen, die hübschen Schuhe oder die 40. Bettwäsche müssen im Laden zurückbleiben.

10. Selbstabwertungs-Fasten

Wenn du mich fragst, welcher Punkt auf dieser Liste dich am allermeisten weiterbringen wird, würde ich sagen, es ist dieser hier. Nimm dir einen Monat lang vor, dich nicht mehr selbst abzuwerten und zu kritisieren.

Nimm dir vor, dich wie einen guten Freund zu behandeln, mit Selbstliebe und Selbstmitgefühl.

Jedes Mal, wenn du dich bei einem selbstabschätzigen Gedanken erwischst („du kriegst aber auch mal wieder gar nichts hin“) schnipst du in die Hände oder trittst einmal kräftig auf und sagst dir stattdessen etwas Positives („Nur die Ruhe. Du schaffst das schon“).

Wenn du aufhörst dich selbst zu bekämpfen, gewinnst du einen Freund fürs Leben. Auch über Ostern hinaus.

____________________________________________________________________

Ich hoffe, du hast ein paar interessante Anregungen zum Fasten gefunden. Nimm dir nicht zu viel, sondern bleib bei einer Sache und zieh sie durch.

Reflektiere dann, wie es dir damit ergangen ist, was du neues über dich gelernt hast und wie du weiter damit verfahren willst.

Und jetzt natürlich zur Frage aller Frage: Für welches Fasten hast du dich entschieden?

Ich möchte die nächsten Wochen aufs Lügen verzichten und bin schon gespannt, wie das mein Leben auf den Kopf stellen wird.

In diesem Sinne hier noch ein kleines Geständnis: Es ist durchaus möglich, dass ich diese Liste alternativer Fastenmöglichkeiten entworfen habe, weil Alkohol- und Fleischverzicht für mich keine Herausforderung darstellen und mir ein Süßigkeitenverzicht absolut so was von überhaupt gar nicht in die Tüte kommt 🙂

Du findest, wir sollten in Kontakt bleiben und bist gespannt, was ich noch so alles für dich in petto halte? Dann hinterlass mir deine E-Mail-Adresse und freu dich auf jede Menge Tipps und Tricks für dein bestes und schönstes Leben.

12 Kommentare
  • Merle
    schrieb um 07:57h, 13 März Antworten

    Ein toller Beitrag! Ich denke da auch sehr ähnlich, merke dieses Jahr jedoch, dass es mir schwer fällt eine Entscheidung zu treffen. Du gibst mir nochmal einen Anstoß und Inspiration, danke dafür! 🙂 Ich bin gespannt, wie das Lügenfasten für dich sein wird (vielleicht im Zusammenhang mit der Frage, wann eine Lüge eine Lüge ist 😉 ). Viel Erfolg! 🙂

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 17:42h, 13 März Antworten

      Ich habe den Beitrag auch erst geschrieben und war schon komplett fertig mit allem, als mir auffiel, dass ich mich selbst noch auf gar nichts festgelegt hatte 🙂

      Für welchen Punkt hast du dich denn nun entschieden?

      Das Lügenfrei-Experiment ist sehr spannend. Ich merke v.a., dass ich im Alltag bewusster werde, ob das, was ich sage oder sagen möchte wirklich der Wahrheit entspricht oder nicht. Schon ein paar mal habe ich mich dann korrigiert, um es wahrheitsgemäßer zu formulieren.

      LG, Katharina

  • Marco Gerstmann
    schrieb um 08:09h, 13 März Antworten

    Hallo Katharina,

    Ich finde auch, dass man das Fasten oft auch als Experiment sehen sollte. Oder sogar als Abenteuer! Endlich mal etwas neues in den Alltag integrieren kann so erfrischend sein und so lebendig machen.

    Und es erweitert zudem den Horizont. Plötzlich könnte man neue Möglichkeiten und Handlungsalternativen sehen. Ich jedenfalls probiere mich häufig in neuen Dingen aus oder versuche auch, alte Gewohnheiten aufzubrechen. Mal wieder aus meiner Komfortzone herauszutreten. Es tut so gut! Zumindest nach einer gewissen Zeit.

    Und wenn man dann merkt, dass man doch wieder beim Alten bleiben möchte, ist das auch in Ordnung. Hauptsache, man macht sich dann nicht schlecht. Schließlich weiß man dann vielleicht sogar seine alte Gewohnheit wieder etwas mehr zu schätzen.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass deine Leser viel mitgenommen haben und auch etwas neues ausprobieren. 🙂

    Liebe Grüße,
    Marco

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 17:39h, 13 März Antworten

      Und es ist auch eine wunderbare Gelegenheit alte Gewohnheiten zu hinterfragen und sich nach Neuem umzuschauen.

      LG, Katharina

  • Elisabeth Jenders
    schrieb um 09:16h, 13 März Antworten

    Gute Ideen! Danke!
    Nur eins bitte: „Person“ heißt Maske – die Rolle, was man nach außen darstellt, was man sich selber und anderen vormacht. Im Juristischen ist das der Strohmann, der einem übergestülpt wird („juristische Person“ -. Menschenrechte gelten nicht für Personen!).
    Ich möchte als Mensch leben und gesehen werden, als das, was ich als Gottes Geschöpf bin, vom Herzen her leben.

  • Laura
    schrieb um 18:05h, 13 März Antworten

    Hey, schöner Beitrag

    . Ich habe mich dieses Jahr für Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol… und Smartphone bzw. Social Media Fasten entschieden.

    Ich muss aber zugeben, dass ich Kaffee und Süßigkeiten wieder abgebrochen habe, weil es während der Klausuren- und Hausarbeitsphase einfach zu hart war. Aber die zwei Wochen ohne mein geliebtes Heißgetränk haben sich für mich gelohnt. So bin ich mir zum Einen bewusster darüber geworden, wie oft ich ohne Grund Kaffee trinke (bei Stress, Frust, als Ablenkung) und dass das macnhmal ganz chön ins Geld geht! Nun gönne ich mir zwei Tassen, eine morgens- und eine am Nachmittag, nach getaner Arbeit in der Bibliothek oder eben zusammen mit Freunden. Ich lasse es also nicht mehr bloß reinlaufen, und verzichte auch auf die nervigen und umweltschädigenden To go Becher.

    Was den zweiten Teil angeht, so habe ich seit Aschermittwoch mein Smartphone nicht mehr benutzt und mich nicht in Facebook eingeloggt (gut, ich muss zugeben, ich nutze noch den Google-Kalender, meine Haushaltsbuch-App und die Notizen, aber ansonsten ist mein Smartphone nun ein normales Handy, d.h. whatsapp, google maps, die Fahrplan apps, Facebook etc. sind weg und Internet und Wlan-Verbindungen gekappt ^^). Und ich muss sagen: Ich habe wirklich noch nie so eine intensive Zeit erlebt wie jetzt. Im Gegensatz zum Kaffee, ist das Social Media Fasten sehr gut für die Klausurenphase geeignet. So war ich noch nie so fokussiert wie jetzt, ich kommuniziere bewusster, bin weniger traurig, weniger nervös. Außerdem genieße ich sowohl die Zeit alleine als auch die Zeit mit Menschen mehr als früher. Es ist ein bissschen, als hätten sich viele meiner Probleme nur dadurch gelöst. Mit der Uni läuft es seitdem besser, ich bin viel mehr „bei mir“ und lasse mich weniger von dem beeinflussen, was andere machen. Nie hätte ich gedacht, dass es so extrem wird!

    Was mich nun aber seit einer Weile beschäftigt: Wie kann ich meine gewonnenen Erkenntnisse in den Alltag integrieren und nun bessere Gewohnheiten entwickeln? Ich will ja nicht wirklich dauerhaft auf mein Smartphone und Facebook verzichten. Es bietet ja viele Vorteile und wenn man Bekannte aus aller Welt hat, ist es eben auch gut, wenn man sich mal per Facebook oder Whatsapp melden kann.
    Beim herkömmlichen Fasten ist ja neben dem richtigen Fasten, das Fastenbrechen die eigentliche Herausforderung, d.h. man isst erst einen Apfel, gewöhnt sich langsam wieder an Nahrung und versucht sich dann z.B. gesünder zu ernähren. Mich würde jetzt interessieren, wie sich das am besten für die von dir genannten Bereiche umsetzen lässt. Vielleicht hat hier jemand Anregungen? Oder vielleicht möchtest du einen Artikel zum Thema „Fastenbrechen mal anders“ schreiben? ^^ (am besten natürlich vor Ostern.

    Liebe Grüße Laura

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 18:19h, 13 März Antworten

      Liebe Laura,

      vielen Dank für deine spannenden Einblicke.
      Ich finde sehr interessant, was du über deinen Smartphone-Entzug geschrieben hast.
      Und die Frage nach dem Fastenbrechen ist natürlich absolut relevant. Du selbst hast ja schon festgestellt, dass sich durch den Entzug viele Vorteile eingestellt haben, also ist es vermutlich nicht dein Wunsch wieder zum gewohnten Verhalten zurückzukehren.

      Das ist ja auch ein schöner Effekt vom Fasten, dass es uns unsere Verhaltensweisen und Gewohnheiten bewusster macht. Du hast selbst beschrieben, dass du deinen Kaffee jetzt bewusster genießt und nicht mehr so viel und so nebenbei wie zuvor. Kannst du dir vorstellen, dieselbe Bewusstheit auf dein social media Konsum zu übertragen? Vielleicht findest du auch hier einen Weg, die Vorteile von Facebook und Co wieder zu genießen, aber gleichzeitig nicht mehr in dein altes, unreflektiertes Verhalten zurückzufallen.
      Möglich wäre z.B. eine bewusste Nutzung zu bestimmten Zeiten, das Abstellen von Push-Benachrichtigungen und eine Reduktion auf ein- oder zweimal täglich WhatsApp checken. Möglich wäre auch, social media unterwegs zu nutzen, aber zu Hause nicht anzufassen (oder vielleicht andersherum). Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und letzten Endes geht es darum, dass du für dich die beste Lösung findest (also wann brauchst du WhatsApp und FB wirklich oder hast bewusste Freude daran und wann tust du es nur aus Langeweile oder Gewohnheit).

      Aus deinem persönlichen Nutzungsverhalten heraus kannst du also die für dich beste Lösung entwickeln.

      Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.
      LG, Katharina

  • Marten
    schrieb um 10:58h, 14 März Antworten

    Das sind tolle Ideen, Katharina!

    Es ist gut, sich etwas Bestimmtes vorzunehmen und seinen Fokus für eine bestimmte Zeit mal auf eine Sache zu legen.

    Bei mir funktionieren solche „Übungen“ wirklich gut.

    Es gibt Tage, manchmal sind es aber auch nur Abende (man muss es ja nicht gleich übertreiben 😉 ), an denen ich mir fest vornehme, nichts zu machen, was keinen Spaß macht. Ich mache dann nur die Dinge, die mir Freude machen. Alles andere ist in dieser Zeit egal. Es macht wirklich Spaß, für eine bestimmte Zeit mal nur seinem Spaßtrieb zu folgen.

    Liebe Grüße aus Flensburg
    Marten

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 12:59h, 15 März Antworten

      Ein absolut großartiges und durchaus auch sehr wichtiges Vorhaben, wie ich finde. Denn die Dinge, die uns glücklich machen geben uns auch neue Energie, Auftrieb und die notwendige Auszeit, um danach wieder richtig durchzustarten.

      Viel Spaß weiterhin 🙂
      LG, Katharina

  • Deniz
    schrieb um 14:23h, 16 März Antworten

    Hi Katharina,

    ein wirklich toller Artikel. Ich glaube jeder von uns sollte ab und an mal auf Dinge verzichten. Neben den tollen Erkenntnissen die ich sammeln konnte, als ich auf das Internet, Handy und Co. verzichtet habe, zeigt uns Verzicht doch auch immer wieder wie gut es uns geht.

    In diesem Sinne, ab und an verzichten schadet nicht.

    Dein Deniz

    • Glücksdetektiv
      Glücksdetektiv
      schrieb um 13:50h, 17 März Antworten

      Verzicht kann uns tatsächlich lehren wieder mehr zu schätzen, was wir alles für selbstverständlich halten. Und uns zeigen, auf was wir auch in Zukunft verzichten können und was wir hingegen unbedingt in unserem Leben und für unsere Lebensqualität brauchen.

      LG, Katharina

Hinterlasse einen Kommentar