Hilfe annehmen - Glücksdetektiv

Hilfe annehmen! – So macht dich deine Schwäche stark

Glaubst du immer stark sein und alles alleine schaffen zu müssen? Blockst du ab und kannst keine Hilfe annehmen? Hier erfährst du, was dazugehört Hilfe annehmen zu können und was es dir bringt.

Im Grunde sehnen wir uns doch alle nach Menschen, denen wir wichtig sind. Menschen, die sich um uns kümmern, wenn es uns schlecht geht, die uns trösten, wenn wir Aufmunterung brauchen und die uns unterstützen, wenn wir darauf angewiesen sind.

Aber das, was die anderen für uns tun können ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite betrifft uns und inwiefern wir ihre Hilfe annehmen können.

Denn nur, wenn wir uns öffnen und diese Hilfe zulassen, können andere auch für uns da sein.

Genau genommen setzt es verschiedene Schritte voraus, die wir alle gehen müssen, bevor andere sich wirklich um uns kümmern können.

Welche das sind zeige ich dir jetzt:

Hilfe annehmen: Teile dich mit!

Hilfe annehmen - GlücksdetektivNiemand kann dir helfen, wenn du nicht zu erkennen gibst, dass du ein Problem hast. Wir müssen uns mitteilen, damit andere überhaupt auf uns eingehen können.

Was sagst du z.B., wenn du von Freunden und Familie gefragt wirst, wie es dir geht? Die meiste Zeit sagen wir doch ohne weiter darüber nachzudenken: „Gut, Danke. Und dir?“

Und damit ist das Thema dann abgehakt und wir können zum nächsten Smalltalk übergehen, z.B. dem Wetter.

Niemand wird bemerken, dass du eigentlich auf dem Zahnfleisch gehst, weil dir einfach alles über den Kopf wächst oder dass du krank bist und dich seit Tagen mit Schmerzen herumquälst.

Und so kann dir auch niemand seine Hilfe anbieten…

Ich habe das gerade erst vergangene Woche erlebt. Mir ging es nicht gut, weil ich mir beim Public Viewing im Regen eine Blasenentzündung eingefangen habe. Angefressen und mit Schmerzen war ich auf dem Weg in die Apotheke, um mir etwas dagegen zu besorgen.

Auf dem Weg dorthin bin ich meiner 84-jährigen Nachbarin im Treppenhaus begegnet. Wie so häufig verwickelte sie mich in ein Gespräch und fragte mich dann, wie es mir geht.

Ich fühlte mich nicht nach der Standard-Floskel und erzählte ehrlich von meiner Entzündung und das ist jetzt auf dem Weg zur Apotheke sei. Wir quatschten dann noch kurz und ich verabschiedete mich.

Aber als ich von der Apotheke zurück kam fing mich meine Nachbarin erneut ab und überreichte mir eine volle Packung Blasen- und Nierentee. Der würde ihr immer helfen, wenn sie Probleme mit der Blase hätte und ich solle doch zwei Teebeutel auf einmal nehmen…

Ich war ehrlich überrascht und bewegt von ihrer Fürsorge und diesem willkommenen Geschenk. Und jedes Mal, als ich in den nächsten Tagen ihren Tee getrunken habe, hat mich ihre freundliche Geste aufs Neue erfreut.

Hätte ich mich nicht mitgeteilt, hätte sie mir dieses Geschenk nie machen können. Nur dadurch, dass ich mich geöffnet habe, habe ich ihr die Möglichkeit gegeben, mir zu helfen.

Hilfe annehmen: Blocke nicht ab!

Hilfe annehmen - GlücksdetektivWir müssen uns also mitteilen, damit andere die Möglichkeit haben uns zu helfen.

Das setzt voraus, dass wir andere an uns heranlassen und nicht aus falscher Rücksichtnahme abblocken, wenn sie uns aufmuntern wollen. Ob die anderen diese Last tragen wollen unsere Sorgen anzuhören und für uns da zu sein, können und sollen sie selbst entscheiden.

Es liegt nicht an dir sie zu schützen (die Ausnahme sind vielleicht deine kleinen Kinder, die nicht dafür da sind deine Probleme zu lösen).

Nur wenn wir uns anvertrauen können wir Trost und Fürsorge finden.

Dazu wieder ein Beispiel aus meiner letzten Woche: ich chatte mit einem Freund, bin aber super schlecht drauf, weil mir das erste Medikament nicht geholfen hat und ich weiterhin Schmerzen habe.

Weil ich ihn nicht belasten will, beende ich das Gespräch. Auf seine Nachfrage, warum ich so unvermittelt aufhören will, teile ich ihm mit, dass ich gerade unfassbar schlecht drauf bin und ihn nicht runterziehen will.

Und jetzt kommt der springende Punkt, denn er sagt nicht: „Oh, alles klar. Na dann bis später!“ sondern macht mir deutlich, dass er mich gerne aufmuntern würde und ich mich ruhig bei ihm ausjammern dürfe.

Das hab ich dann auch gemacht und es tat mir unglaublich gut.

Wieso maße ich mir an für andere entscheiden zu wollen? Wieso glaube ich, dass ich anderen mit meinem Unwohlsein zur Last falle?

Möchte ich nicht genauso für meine Freunde da sein, wenn sie mich brauchen? Würde ich mir nicht ebenso wünschen, dass sie sich mir mitteilen und mir die Möglichkeit geben sie aufzumuntern?

Hilfe annehmen: Angebote akzeptieren!

Hilfe annehmen - GlücksdetektivVon nichts kommt nichts und wer Hilfe haben möchte, der muss sich zunächst öffnen und diese Hilfe zulassen. In letzter Instanz bedeutet das natürlich auch die Hilfsangebote anzunehmen, die du erhältst. Denn nur, wenn wir abgeben, können wir zur Ruhe kommen.

Dazu erneut meine (ich gebe es zu, äußerst lehrreiche) Blasenentzündung von letzter Woche. Mein Mann bot mir mehrfach seine Hilfe an, fragte, ob er für mich zur Apotheke gehen soll oder einkaufen sollte. Ich lehnte jedes Mal ab.

Ich war ja nicht wirklich bettlägerig, also winkte ich immer ab und sagte, dass ich das auch alleine schaffen würde.

Die Krux ist, dass ich mir insgeheim schon gewünscht habe, dass er mehr für mich da ist und mich unterstützt. Aber das habe ich ja gar nicht zugelassen, weil ich seine Hilfsangebote von vorne herein abgelehnt habe.

Geht es dir vielleicht genauso? Neigst du auch dazu, alles alleine machen zu wollen und bloß niemandem zur Last fallen zu wollen?

Ich schaff das schon… Ich kann das schon…. Zähne zusammenbeißen und durch?

Aber warum tun wir uns das an?

Wieso lassen wir uns nicht gleich helfen?

Warum fällt es uns so schwer Hilfe anzunehmen?

Sich Unterstützung zu holen wird oft als Zeichen von Schwäche verstanden.

Ich kenne Menschen, die lieber stundenlang in der Gegend herumirren anstatt einmal nach dem Weg zu fragen. Bloß nicht zugeben, dass man gerade Unterstützung braucht…

Und ja, in den meisten Fällen findest du den Weg über kurz oder lang auch alleine. Aber warum machen wir es uns so schwer, wenn es auch einfacher geht?

Hilfe annehmen - GlücksdetektivWer nach dem Weg fragt ist meist deutlich schneller am Ziel. Denn Unterstützung zu bekommen ist nicht nur hilfreich, sondern in 90% der Fälle auch schneller und schöner.

Deswegen ärgern sich auch so viele im Nachhinein, dass sie sich nicht schon früher haben helfen lassen. Denn so lange hätten sie sich nicht damit herumschlagen müssen. Solange hätten sie nicht leiden müssen.

Schuld daran, dass wir keine Hilfe annehmen ist unser Anspruch an uns selbst. Wir erwarten von uns mit allem alleine zurecht zu kommen. Wir empfinden es als Versagen, wen wir Probleme haben.

Wir wollen uns keine Schwäche zugestehen. Und schon gar nicht wollen wir diese Schwäche anderen gegenüber zugeben.

Deswegen winken wir ab, wenn andere uns Hilfe anbieten, geben vor anderen nicht zu, dass es uns schlecht geht und lassen andere nicht nahe genug ran, um uns zu trösten oder zu umsorgen.

Und damit nehmen wir uns jede Möglichkeit Hilfe zu bekommen.

Vielleicht stehen dir auch deine Glaubenssätze im Weg. Wenn du von klein auf gelernt hast, dass du hart sein musst, dass du dich durchkämpfen musst und dir nichts geschenkt wird, wird es dir umso schwerer fallen Unterstützung zuzulassen.

Und dann ist da noch dieses hartnäckige Gefühl, dass es uns noch nicht schlecht genug geht, das uns glauben lässt, dass wir keine Hilfe verdient hätten.

Anderen Menschen geht es schließlich viel schlechter als mir.

Hilfe annehmen ist gut und schön

Wenn auch deine Mauern so hochgezogen sind, dass niemand durchgelangt und an dich herankommen kann, lass mich dir noch einmal sagen, warum es sich lohnt auch diese Mauern abzureißen.

1. Hilfe annehmen ist klug

Wir sind nicht allein auf diesem Planeten. Wir leben in einer Gemeinschaft von Menschen. Und das macht durchaus Sinn und hat schon immer Sinn gemacht.

Denn die einen waren gut im Jagen, die anderen im Sammeln und wieder andere haben das mit der Viehzucht auf die Reihe bekommen.

Gemeinsam kommen wir einfach weiter.

So kann jeder seine eigenen Talente einbringen und wir können uns gegenseitig unterstützen.

Das wird dir auch so gut wie jeder erfolgreiche Mensch auf der Welt sagen: dass du ein gutes Team brauchst, indem du alles auslagern kannst, was du selbst nicht beherrschst um dich darauf zu konzentrieren, was du wirklich gut kannst.

2. Hilfe annehmen ist schön

Hilfe annehmen - GlücksdetektivGanz abgesehen davon, dass dich Unterstützung weiterbringt, ist sie auch einfach wunderschön. Das kleine Tee-Geschenk meiner Nachbarin war für mich das Highlight meines Tages.

Eine absolute Kleinigkeit, nur eine Geste, aber doch so liebevoll, dass sie zeigt, dass man sich um mich sorgt und das mein Wohlergehen am Herzen liegt. Was kann es schöneres geben?

Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn andere für einen sorgen, sich kümmern, einem helfen und den Wunsch haben, für uns da zu sein.

3. Hilfe annehmen stärkt soziale Beziehungen

Wenn dir jemand etwas Gutes tut, erwacht der Wunsch, diesen Gefallen eines Tages zu erwidern. Ich habe mir z.B. gleich überlegt, dass ich meiner Nachbarin das nächste Mal, wenn ich meine berühmten Cupcakes backe, ein paar der kleinen Leckereien vorbeibringen werde.

Und du kannst dich darauf verlassen, dass ich für meinen Freund da sein werde, wenn er sich das nächste Mal ausjammern möchte und mein Mann werden sowieso die schönsten Blumen am Krankenbett erwarten.

4. Hilfe anzunehmen ist notwendig

Hilfe annehmen - GlücksdetektivIn vielen Fällen ist es schlichtweg unverzichtbar Hilfe anzunehmen. Z.B. wenn du pflegebedürftig bist, unter starken Depressionen leidest oder aus welchen Gründen auch immer die Freude am Leben verloren hast.

Doch gerade bei psychischen Problemen fällt es vielen Menschen extrem schwer sich einzugestehen, dass sie therapeutische Hilfe brauchen.

Bei vielen Dingen ist es selbstverständlich sich Hilfe zu holen. Wenn das Auto komische Geräusche macht, fahren wir damit in die Werkstatt. Wenn der Wasserhahn tropft, rufen wir den Installateur.

Aber wenn die Seele schmerzt, dann neigen wir noch immer dazu, das zu verheimlichen und es mit uns selbst ausmachen zu wollen.

Dabei ist es Unsinn zu warten. Warten macht die meisten Probleme nur schlimmer.

Je früher du dir Hilfe suchst, desto eher können Erkenntnisse und die ersehnte Besserung eintreten.

Und Hilfsmöglichkeiten gibt es viele. Wenn du in Familie- und Freundeskreis niemanden hast, dann schau auf meiner Hilfe-Seite vorbei oder buch ein E-Mail-Coaching mit mir.

Vielleicht ist ja auch mein Videokurs: Endlich glücklich leben! genau das, was du jetzt brauchst. Wenn ja, hast du Glück, denn nur noch heute (27.06.2016) bekommst du meinen Glückskurs zum einmaligen Geburtstagspreis von 79,- statt 129,- Euro. Gib dazu einfach bei der Bestellung den folgenden Rabattcode ein: Geburtstagsgeschenk

Also, dass nächste Mal, wenn dir jemand Hilfe anbieten möchte, nimm sie an. Und dann lass mich wissen, wie es dir damit ergangen ist und ob du es in Zukunft häufiger probieren möchtest.

7 Kommentare
  • Senad Mrkaljevic
    schrieb um 09:45h, 27 Juni Antworten

    Das Problem ist an der Sache ist, dass man früher gesagt bekommen hat, dass man nicht selbstständig sein leben gestalten kann, dass man ein Nichtsnutz ist usw. Mir wurde früher gesagt, dass keiner sich für meine Probleme interessiert, außer deine Familie und damit dir deine Familie helfen kann musst du dich ihr unterordnen!!!

    Deshalb habe ich manchmal heute noch das Gefühl, dass sich keiner für mich interessiert und manchmal denke ich, wenn ich Tod wäre, dann würde sich keiner für interessieren. Ja ich weiß, dass dieser Gedanke krank ist, aber ich bin dabei mich zu bessern. Das war auch der Grund, warum ich mich bei dir entschuldigt habe. Ich hatte auch in dem Moment gedacht, dass ich dir zur last falle.

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 15:31h, 29 Juni Antworten

      Das kann ich verstehen. Wenn wir viele Jahre lang bestimmte Glaubenssätze eingetrichtert bekommen haben, dann ist es schwer davon wieder loszukommen.
      Da hilft im Grunde nur, sich die negativen Gedanken immer wieder bewusst zu machen und zu entkräften: z.B. „interessiert sich wirklich niemand für mich? Nein. Der und der ist gut mit mir befreundet. Sie mag mich und er freut sich immer, wenn wir telefonieren etc.“

      LG, Katharina

  • Andrea
    schrieb um 07:40h, 30 Juni Antworten

    Hallo Katharina,

    erst vor wenigen Tagen habe ich mich mit meiner Schwägerin über genau dieses Thema unterhalten. Sie ist nämlich auch noch eine Lernende und viel besser darin, anderen zu helfen als selber Hilfe anzunehmen. Daher musste ich zustimmend schmunzeln, als ich Deinen Blog gelesen habe. 🙂

    Darf ich einen Punkt ergänzen? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es auch schön ist, wenn jemand einem um Hilfe bittet. Das gibt einem das Gefühl, gebraucht zu werden und wichtig für den anderen zu sein, und es ist ja auch das Wissen, dass der andere einem zutraut, so kompetent zu sein, dass man helfen kann. Will sagen: Hilfe annehmen ist keine Einbahnstraße. Auch der Helfende profitiert davon.

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 13:40h, 01 Juli Antworten

      Sehr schön gesagt und vollkommen richtig!
      Warum auch nicht öfters mal bewusst nach Hilfe fragen? Und zu helfen macht tatsächlich glücklich. Insofern profitieren beide davon.

      LG, Katharina

  • Zur Ruhe kommen: 10 Tipps, um quälende Gedanken zu stoppen - Glücksdetektiv
    schrieb um 06:01h, 05 September Antworten

    […] Hast du akut zu viel zu tun, bitte andere um Hilfe und nimm ihre Hilfe in Anspruch […]

  • Daniela
    schrieb um 14:46h, 15 Februar Antworten

    Hallo,
    ich möchte auch noch was aus eigener Erfahrung und Sicht dazu sagen: Um Hilfe zu bitten, zeigt auch, auf wen man sich im Ernstfall tatsächlich verlassen kann. 🙂

    Wer hilft und wer lässt einen hängen? Oder tritt sogar noch nach, wenn man sich doch mal auf dem Boden wiederfindet (und eigentlich eine Hand und nicht einen Tritt bräuchte)?

    Ich habe früher recht selten um Hilfe gefragt (u.a. da ich von kleinauf dazu erzogen wurde selbst zurechtzukommen, Unterstützung durch die Familie gab es wenig, es wurde einfach erwartet, dass alles auch so läuft).
    Einmal musste ich wegen einem Notfall meine damals beste Freundin um Hilfe fragen, aber sie hat mich hängen lassen. Wir waren viele Jahre befreundet und ich habe ihr davor ständig geholfen, dementsprechend entsetzt war ich, dass sie für mich, wenn ich sie mal wirklich brauche, nicht mal 30 Minuten Zeit hat, vor allem da nichts dagegen gesprochen hat und es für sie kein Aufwand gewesen wäre, für mich hingegen extrem wichtig. Es sprach einfach nichts dagegen, außer, dass sie keine Lust hatte, mir zu helfen, und das hat es ja auch so schockierend gemacht.

    Mit etwas Abstand kann ich aber sagen, dass ich froh bin, dass sie mich so enttäuscht hat, denn so konnte ich von ihr los kommen und habe auch erkannt, dass ich oft Menschen in meinen Nahbereich gelassen habe, die mich eher ausnutzen, ohne selbst etwas zu geben, was ich ja auch damals oft nicht gefordert habe. Ich bin immer automatisch davon ausgegangen, da ich immer hilfsbereit war (selbst wenn ich selbst dadurch sogar Nachteile hatte), dass wenn wirklich mal etwas ist, mir auch geholfen wird.

    Das war damals ein Wendepunkt für mich und hat mir auch über mein eigenes Verhalten die Augen geöffnet. Das ich mir ständig für andere ein Bein ausreiße, was mich viel zu viel Energie gekostet hat, da ich auch ein schlechter Nein-Sager bin und ja auch vieles hinbekomme, wo andere mich ratlos anschauen – und bei engen Freunden überhaupt nicht geschaut habe, ob sie tatsächlich in die Kategorie Freunde gehören oder nur Gut-Wetter-Bekannte sind, die gern viel nehmen aber selbst auf einmal weg sind, wenn man auch mal etwas von ihnen will.

    Aber eine Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung. 🙂 Ich ägere mich nur, dass es so lange gedauert hat (und mich selbst schon viele Jahre Energie und Zeit gekostet hat).
    Ich hätte verschiedene Freunde schon viel früher mal um Hilfe bitten sollen, um zu sehen, ob irgendwas kommt (nicht nur verbal zugesagt, sondern tatsächlich; es gibt auch gute Antäuscher die trotzdem nicht da sind, es aber lautstark vorher und bei anderen verkünden, d.h. die auf den ersten Blick zuverlässig wirken, wo aber keine Handlung auf die großen Worte folgt). Also: Bittet in einem ernsten Fall oder wenn ihr Hilfe gut gebrauchen könnt, ruhig mal eure Freunde um Hilfe und schaut, wer euch auf einmal grundlos die Tür vor der Nase zu knallt und erst wieder kommt, wenn er selbst wieder was will (und ja gewohnt ist, dass ihr bisher immer da wart).

    Zum Glück habe ich aber auch Freunde, die da sind, wenn ich sie brauche. 🙂
    Und ich habe es mir angwöhnt, etwas weniger zu helfen (zumindest in Fällen, wo es derjenige auch wirklich selbst hinbekommen kann, und ich nur gefragt werde, weil es bequemer ist, wenn ich die Aufgabe und die Verantwortung des Anderen übernehme, obwohl ich sie gar nicht habe) und dafür selbst öfter um Hilfe zu fragen, statt alles immer allein zu machen, selbst wenn ich Unterstützung gut gebrauchen kann.

    Momentan mache ich dadurch ganz gute Erfahrungen 🙂 auch wenn sich manche Freundschaften abgekühlt haben (wobei ich hier merke, dass ich dadurch mehr Energie und Zeit für mich habe und auch nichts vermisse – was ich vorher noch gedacht hätte, aber offenbar war ich einfach nur für fremde Interessen „eingewickelt“ ohne es mitzubekommen), habe ich das Gefühl, dass ich die wirklich guten Freunde jetzt besser erkennen kann. Ich habe auch das Gefühl eher zu merken, bei wem ich mich wirklich wohlfühle und nicht nur gebraucht/verantwortlich gemacht. Außerdem welche Hilfe ich tatsächlich geben will und welche ich selbst erwarte. 🙂

    lg

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 10:28h, 03 März Antworten

      Da gebe ich dir vollkommen Recht. In solchen Situationen zeigt sich, wer wirklich für uns da ist und bereit ist, auch etwas von sich aus für uns zu tun. Das kann eine sehr schmerzliche Erfahrung sein, die aber meist, wie du es ja auch beschreibst, im Endeffekt heilsam ist.

      Ich grüße dich ganz herzlich,
      Katharina

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