Unzufrieden im Job - Glücksdetektiv

Unzufrieden im Job: 12 Anzeichen dafür, dass du deine Arbeitssituation überdenken solltest

Unzufrieden im Job? In diesem Gastbeitrag beleuchtet Katharina Pavlustyk 12 Anzeichen dafür, dass du den falschen Job hast und erklärt, was du dagegen tun kannst. Wenn du schon länger unzufrieden im Job bist, sind diese 8 Minuten Lesezeit gut investiert.

Unzufrieden im Job

Umfragen zeigen, dass knapp jeder Zweite unzufrieden im Job ist. Dennoch verändern viele Menschen nichts an dieser Situation. Sie gehen jeden Tag ins Büro und verrichten bloß Dienst nach Vorschrift. Auf Dauer kann sich eine solche Unzufriedenheit zu einer Erkrankung entwickeln, zu einer Depression oder zu körperlichen Einschränkungen.

Es gibt Warnzeichen, bei denen du deine aktuelle berufliche Situation überdenken solltest. Hier kommen 12 Anzeichen, die zeigen, dass du unzufrieden im Job bist und Tipps für erste Schritte in die richtige Richtung.

 1. Du schaust im Büro ständig auf die Uhr

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivEigentlich ist dein Job ja total spannend und deine Kollegen sind echt nett. Dennoch zählst du die Stunden und Minuten bis zum Feierabend. Du kannst es gar nicht bis zur Mittagspause abwarten und denkst dir: „Die Halbzeit ist geschafft!“ Auch zwischendurch zählst du runter: noch drei Stunden, zwei Stunden, noch 45 Minuten …

Der Zeiger auf der Uhr erlöst dich um 17 oder 18 Uhr. Dann kannst du durchatmen, dann bist du endlich frei.

Wenn es dir so geht, solltest du vielleicht überlegen, was mit deinem Job nicht stimmt. Interessieren dich die Aufgaben, die du täglich verrichtest, wirklich? Oder gehst du nur des Geldes wegen ins Büro? Bist du mit einigen Aufgaben überlastet oder eher unterfordert?

Oft hilft es, sich die Ist-Situation zu vergegenwärtigen. Reflektiere den Status quo und frage dich, was dich in deine aktuelle berufliche Position gebracht hat.

2. Du hasst Montage

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivNur nach Feierabend und am Wochenende kannst du wirklich du selbst sein. Du sehnst die Freitage herbei, weil sie meist schneller vorbeizugehen scheinen als die übrigen Wochentage und weil sie Schönes versprechen: das Wochenende.

Und dieses genießt du meistens auch. Du triffst Freunde, unternimmst etwas mit deinem/r Liebsten. Du nimmst dir vielleicht sogar Zeit nur für dich.

Und dann kommt der Sonntagabend, der sich wie eine Gewitterwolke über dein Wochenend-Sonnenscheingemüt legt. Montag. Das bedeutet: wieder fünf Tage arbeiten. Wieder Aufgaben erledigen, in denen du keinen Sinn siehst.

Überkommt dich am Sonntagabend auch diese innere Unruhe? Dann wäre es vielleicht angebracht, nach dem Warum zu forschen. Warum bist du unzufrieden im Job? Welche Facetten des Jobs machen dir zu schaffen? Vielleicht bist du jemand, der lieber von zu Hause arbeitet. Vielleicht wärst du mit einer Teilzeitstelle glücklicher. Vielleicht ist es aber ganz und gar der falsche Job für dich. Schreib doch einmal auf, was dich an deiner Arbeit stört und was dir auf der anderen Seite gefällt.

3. Morgens aufzustehen ist eine Qual für dich

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivDer verhasste Montagmorgen ist da. Der Wecker klingelt und du würdest ihn am liebsten aus dem Schlafzimmerfenster werfen. Einfach nur weiterschlafen. Am Dienstagmorgen und auch am Morgen darauf geht es dir nicht anders. Du hast keine Lust, das Bett zu verlassen. Aber du weißt, du musst. Du musst aufstehen. Du musst funktionieren. Du musst ins Büro fahren. So viel Müssen. Und so wenig Wollen.

Wenn du deine Berufung lebst, kommt dir Arbeit nicht wie Arbeit vor. Meistens zumindest. Klar, es gibt auch an jedem Traumjob Facetten, die nicht jeder spannend findet. Buchhaltung. Oder Kundenakquise. Doch im Großen und Ganzen freuen sich Menschen, die ihrer Leidenschaft nachgehen, auf jeden Tag.

Ich kenne es von mir selbst: Früher kam ich morgens kaum aus dem Bett; ich habe die Zeit zwischen dem Aufstehen und dem Verlassen der Wohnung, um ins Büro zu fahren, sehr knapp kalkuliert. Ich hatte eigentlich gar keine Lust auf das alles. Das MÜSSEN stand im Mittelpunkt, nicht das Wollen. Heute ist das anders. Ich tue jeden Tag das, was ich WILL. Und ich stehe meist früher auf als in der Zeit meines Angestellten-Daseins …

Überlege auch du einmal, was du WILLST. Was macht dir Spaß? Was machst du gern? Hast du vielleicht besondere Hobbys oder Interessen? Wofür bewundern dich andere Menschen? Womit könntest du dich stundenlang beschäftigen, ohne dass dir langweilig wird?

4. Du machst Dienst nach Vorschrift

In deinem Job tust du das, was von dir verlangt wird. Eigeninitiative und eigene Ideen? Fehlanzeige. Du hast keine Motivation, du hast einfach keinen Bock darauf, dich mehr als nötig anzustrengen und zu engagieren. Wozu auch? Der Betrag am Ende des Monats bleibt der gleiche.

Alle zusätzlichen Aufgaben sind dir lästig, weil sie mehr Arbeit bedeuten. Mehr Belastung, mehr Stress, mehr Mühe. Jede Überstunde ist dir ein Graus, weil das heißt, dass du noch weniger Zeit für die Dinge oder Menschen hast, die dir wirklich wichtig sind.

Erinnerst du dich an etwas, mit dem du stundenlang beschäftigt warst und bei dem die Zeit einfach nur so verflogen ist? Tue regelmäßig etwas, das dir Freude bereitet. Und sei es anfangs nur als Hobby.

5. Du kommst mit deinen Kollegen nicht klar

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivVielleicht hast du gerade voller Motivation deinen neuen Job angetreten und stellst fest, dass dir deine Kollegen nicht gerade wohlgesonnen sind. Sie tuscheln hinter deinem Rücken über deinen Arbeitseinsatz, streuen irgendwelche Gerüchte, sie meiden dich und wollen bei Projekten lieber mit anderen zusammenarbeiten als mit dir.

Du hast versucht, dich mit deinen Kollegen auszusprechen. Alles zu klären. Schließlich verbringt ihr reichlich Zeit miteinander. Doch es hat nichts bewirkt. Deine Kollegen ändern nichts an ihrem Verhalten.

Mobbing am Arbeitsplatz ist nicht lustig. Er kann das Berufsleben zur Hölle werden lassen und zu schweren psychischen Schäden führen. Deswegen ist ein frühes Eingreifen wichtig. Wenn Reden mit den Kollegen nicht hilft, suche Rat bei deinem Vorgesetzten. Verweigert auch er seine Hilfe, hol dir je nach Schwere des Falls externe Unterstützung. Das kann eine Beratungsstelle oder ein Anwalt sein. Schlucke die Probleme am Arbeitsplatz nicht runter, sondern befasse dich mit ihnen. Sprich vor allem mit nahe stehenden Menschen darüber.

Was aber am wichtigsten ist: Frage dich, warum du diese Erfahrung machst? Warum bist du in eine solche Situation geraten, was hat das Verhalten deiner Kollegen mit dir zu tun?

6. Dein Chef weiß alles besser

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivJa, sicher, er ist dein Chef. Aber das Machtgehabe geht dir gehörig auf die Nerven. Er bügelt deine Vorschläge ab, meckert über deine Leistung, kritisiert dich offen und sieht bei allem, was du sagst und tust, Verbesserungsbedarf. Du hast schon versucht, mit ihm darüber zu sprechen. Doch er hat absolut kein Einsehen und weist dich stattdessen auf weitere Fehler hin.

Wenn wir einen Großteil unserer wachen Zeit mit etwas beschäftigt sind, das andere auch noch kritisieren, stellt sich schnell Frust ein. Stunden um Stunden tust du alles, um die Einnahmen deines Vorgesetzten zu mehren. Und er würdigt deine Leistung überhaupt nicht. Im Gegenteil.

Das musst du nicht stillschweigend ertragen. Bist du finanziell abhängig von deiner Arbeit? Auch wenn die Antwort „ja“ lautet: Welche Alternativen gibt es? Vielleicht solltest du dich nach einer anderen Stelle umsehen oder die Branche wechseln.

7. Du hast schon mehrmals an Kündigung gedacht

Schon einige Male hast du dir vorgestellt, deinem Chef die Kündigung auf den Tisch zu knallen. Dich von deinen Kollegen zu verabschieden. Sprich: deinem aktuellen Job „Lebewohl“ zu sagen. Und jedes Mal hat sich das großartig angefühlt. Doch dann waren die Ängste und Zweifel wieder da: Wie soll ich denn sonst Geld verdienen? Jeder braucht doch Geld …

Ängste und Zweifel lähmen uns. Sie lassen uns nicht wirklich so sein wie wir sind. Sie halten uns klein. Wenn du an dein Können, an deine Fähigkeiten glaubst, wenn du dir selbst traust, passiert Großartiges. Es gibt immer eine Alternative. Es gibt immer eine Lösung, egal wie groß das Problem ist. Es gibt auch in dir etwas, das ausgelebt werden möchte. Eine Gabe, ein Talent. Gib dem, was du am besten kannst, Raum, damit es sich entfalten kann.

Hör auf zu jammern und halte stattdessen Ausschau nach Möglichkeiten.

8. Du betrachtest dein Gehalt als Schmerzensgeld

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivJa, du sagst das vielleicht im Scherz. Aber jeder Scherz ist halbe Wahrheit. Dein Gehalt ist dein Schmerzensgeld. Für um die 170 Stunden im Monat bekommst du Summe X. Für all den Stress und die Strapazen erhältst du Geld. Damit zahlst du deine Miete, deine Rechnungen, davon kaufst du dir Essen und sonstige schöne Dinge. Doch auch wenn dein X sehr hoch ist: Geld allein macht nicht glücklich. Oft suchen wir Glück oder Zufriedenheit im Außen, dabei ist es ins uns. Nur wir allein sind dafür verantwortlich.

Wenn du dein Gehalt bekommen hast, wie lange stimmt dich dieser Betrag zufrieden? Könntest du dir vorstellen, etwas zu tun, das du liebst, und (zumindest am Anfang) etwas weniger zu verdienen? Könntest du dir eine Welt vorstellen, in der dir Geld nicht mehr so wichtig ist, weil du deinen (beruflichen) Traum lebst? Möglicherweise hilft es dir, einmal aufzuschreiben, welche monatlichen Ausgaben du hast. Vielleicht stellst du dann fest, dass du deine Arbeitsstunden reduzieren kannst, um mehr Zeit für das zu haben, was dir Freude bereitet.

9. Du bist nach der Arbeit ausgelaugt

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivDer ersehnte Feierabend ist da. Nun hast du einige Stunden, in denen du das tun kannst, was du willst. Und was tust du? Nichts. Oder nein, du tust schon etwas: Du knallst dich aufs Sofa, vor den Fernseher, und lässt dich berieseln. Du setzt dich vor den Computer und spielst Online-Spiele, um dich von der Realität abzulenken und sagst, dass das deine Art der Entspannung ist. Du hast absolut keine Motivation, deinem Hobby nachzugehen, Sport zu machen oder Musik, zu lesen oder zu schreiben, etwas zu erschaffen.

Und das ist kein Wunder: Du hast dich acht Stunden oder länger mit etwas beschäftigt, das für dich wenig Sinn macht. Du warst über- oder unterfordert, du hast das gemacht, was man eben von dir erwartet. Und du willst nur noch abschalten, dich erholen, ausruhen, chillen. Alles andere erscheint dir zu schwer.

Das war auch bei mir so: Ich habe viele Interessen. Als Angestellte habe ich meine Abende jedoch damit verbracht, sinnfreie Filme oder Videos im Internet anzuschauen. Kein Sport. Kein Schreiben. Kein Lesen. Nur abschalten. Ablenken. Und was kann ich dir da raten, da ich weiß, wie schwer es sein kann, sich zu dem aufzuraffen, was du eigentlich gern machst?!

Es ist nicht leicht, alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen. Andere Menschen können eine Hilfe sein: Wenn du mehr Sport treiben willst, finde einen Lauf- oder Trainingspartner, dank dem du am Ball bleibst. Bitte einen Freund, dich alle zwei Tage an etwas zu erinnern, das du dir vorgenommen hast.

Fange klein an. Wenn du malen oder Musik machen möchtest, besuche Ausstellungen oder Konzerte, um dich inspirieren zu lassen. Hole mehr und mehr das in dein Leben, was dir wichtig ist.

Aber ich möchte ehrlich mit dir sein: Ich habe erst dann angefangen, mich mit dem zu beschäftigen, was mir Freude bereitet, nachdem ich meinen Job gekündigt hatte. Nun, jeder Mensch ist anders und jeder entwickelt sich anders. Nimm dir für deine Entwicklung so viel Zeit wie nötig.

10. Du hast Schlafstörungen und träumst (schlecht) von der Arbeit

In regelmäßigen Abständen träumst du von der Arbeit. Du träumst davon, dass du einen Fehler begehst, der dich und deine Firma in große Schwierigkeiten bringt. Du träumst davon, dass du zu spät ins Büro oder zu einem Kundentermin kommst. Oder du hast Probleme mit dem Einschlafen, weil du schwer abschalten kannst und die Arbeit buchstäblich mit nach Hause genommen hast.

In Träumen verarbeiten wir oft das, womit wir uns im wachen Zustand nicht beschäftigen können oder wollen. Wenn dich deine Arbeit auch in deinen Träumen verfolgt – und zwar auf negative Weise –, ignoriere das nicht. Setze dich mit deiner Situation auseinander. Je länger du die Signale missachtest, die dir dein Geist und dein Körper geben, umso tiefer versinkst du in Lethargie und Untätigkeit. Bis du irgendwann überhaupt nichts mehr fühlst und innerlich ausgebrannt bist.

Lasse es nicht dazu kommen. Öffne dich für die Möglichkeit, glücklich und zufrieden im Job zu sein. Das ist für jeden eine realistische Option. Auch für dich.

11. Du musst dich im Urlaub von deiner Arbeit erholen

Unzufrieden im Job - GlücksdetektivNicht nur nach Feierabend, auch im Urlaub suchst du eines: Erholung vom Job, vom Alltag. Wenn du verreist, brauchst du erstmal ein paar Tage, um wirklich am Urlaubsort anzukommen. Um die freie Zeit wirklich genießen zu können. Oder aber du kommst nach zwei Wochen Mallorca wieder nach Hause und fühlst dich überhaupt nicht erholt. Zu kurz war die Zeit, um all die Strapazen des Jobs abzustreifen.

Es gibt verschiedene Tipps, wie man im Urlaub besser abschaltet. Nicht alles planen, nicht zu viele Aktivitäten, kein Handy, kein Internet. Doch manchmal hilft auch das nicht. Spätestens wenn du merkst, dass du dich selbst im Urlaub nicht erholen kannst, solltest du tätig werden. Nimm dir regelmäßig Zeit für dich, tue wirklich mal nichts und gönne dir Ruhe für deine Gedanken und Gefühle.

Gehe jeden Tag (!) für 15 bis 30 Minuten an die frische Luft.

Besorge dir ein Projektbuch, in dem du Ideen festhältst, die du beim Spazierengehen hast.

Fange wieder an, deiner inneren Stimme, deinen Impulsen zu folgen. Sie führen dich zu deinem wahren Ich und zu dem, was gut für dich ist.

12. Du hast dich schon ohne triftigen Grund krankschreiben lassen

Du erträgst die Situation in deinem Job einfach nicht mehr und gönnst dir von Zeit zu Zeit ein paar Tage Ruhe. Der Arzt deines Vertrauens ist großzügig mit den gelben Scheinen …

Jeder braucht auch mal eine Auszeit. Auch Menschen, die jeden Tag das machen, was sie lieben, gönnen sich Zeit der Muße. Sie reisen, sehen fern, tun etwas völlig anderes. Aber sie kommen immer wieder gern zu ihrer selbst gewählten Arbeit zurück, sie freuen sich auf sie. Sie freuen sich auf diesen Flow, auf die positiven Gefühle, die mit der Tätigkeit einhergehen.

Ein Autor wird immer wieder zum Schreiben zurückkommen. Ein Redner wird sich immer wieder ein Publikum suchen. Ein Computergenie wird sich immer wieder der Technik zuwenden. Weil es ein Teil von ihm ist. Weil er eben liebt, was er tut.

Was tust du gern?

Gehe auf Entdeckungsreise und schaue dir an, was du als Kind und als Jugendlicher gern getan hast.

Richte dich auf das Positive auf.

Jeder kann glücklich sein, privat und beruflich. Auch du. Es wird Zeit, dass du erkennst, wie großartig du bist und welche Möglichkeiten sich dir bieten.

Das waren sie, meine 12 Anzeichen dafür, dass du unzufrieden im Job bist. Und die Liste ist ganz sicher nicht vollständig. Vielleicht fällt dir ein weiterer Punkt ein, den ich vergessen habe?! Wie sind deine Erfahrungen? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Alles Liebe,
Katharina Pavlustyk

Katharina Pavlustyk

Katharina Pavlustyk

Katharina Pavlustyk ist Journalistin und Autorin. Auf www.katharinapavlustyk.de schreibt sie über Menschen, die ihr (berufliches) Glück gefunden haben. Im November 2016 ist ihr erstes Buch „Liebe deine Arbeit – 18 Experten zeigen Wege zur Berufung*“ erschienen. Es zeigt, wie du deine angeborenen Talente erkennen und zu deinem Besten einsetzen kannst.

7 Kommentare
  • Anika
    schrieb um 08:53h, 28 August Antworten

    Dieser Beitrag bestätigt sehr anschaulich, was ich eigentlich schon wusste. 9 Anzeichen treffen auf mich zu… wenigstens den ersten Schritt habe ich getan, ich habe auf 30 Stunden reduziert und mich nebenberuflich Selbstständig gemacht, in der Hoffnung meine Selbstständigkeit mit der Zeit so weit auszubauen, dass ich meinen Hauptjob immer weiter reduzieren bis kündigen kann. Außerdem bin ich stetig nach der Suche nach einem neuen Job, habe dort jedoch aufgehört mich um Stellen zu bewerben, die Inhaltlich genauso sind, wie mein derzeitiger Job, nur unbefristet und ich bewerbe mich inzwischen auch nicht mehr bei Stellen, wo ich weiß, dass das Betriebsklima miserabel ist.
    Trotzdem schon erschreckend und mal wieder ein guter Augenöffner.

    • Katharina
      schrieb um 12:23h, 28 August Antworten

      Liebe Anika,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Toll, dass du dich schon auf den Weg gemacht hast und mehr darauf achtest, was dir guttut.

      Alles Liebe,
      Katharina

  • Holger
    schrieb um 20:33h, 28 August Antworten

    Super, 12 Treffer.
    War aber im Prinzip schon klar, da ich meine Arbeit wirklich hasse.
    Aber ich habe echt keine Ahnung, was ich sonst machen soll.. Die Stelle habe ich genommen, weil sie mir als das kleinere von zwei Übeln erschien, und jetzt habe ich Angst, dass ich da nicht mehr herauskomme.
    Ich kann doch überhaupt nichts, was irgendwie wie für einen „Traumjob“ verwertbar wäre, und ich habe ja mittlerweile eigentlich auch gar keine Träume mehr…

    • Katharina
      schrieb um 21:12h, 28 August Antworten

      Lieber Holger,

      ich kann sehr gut nachfühlen, wie es dir geht. Und in den allermeisten Fällen geht es nicht von einem Tag auf den anderen, dass man seinen Traumjob entdeckt.
      Versuch doch einfach mal nach Feierabend Dinge zu machen, die dir Freude bereiten. Oder früher Freude bereitet haben. Da gibt es ganz sicher etwas! Das heißt nicht, dass das dein neuer Job werden muss. Aber wir sind doch alle auf der Welt, um Spaß zu haben. (Das ist zumindest meine Überzeugung.) Und wenn der Job mies ist, dann gewinne die Macht über dein Privatleben zurück. Versuche nicht, alles sofort zu ändern. Geh Schritt für Schritt. Alles zu seiner Zeit.
      Das mag dir zwar nicht sofort helfen. Aber auf lange Sicht wird es das! Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

      Alles Liebe für dich!
      Katharina

  • snowflake
    schrieb um 19:32h, 30 August Antworten

    Hallo 🙂
    Also ich hab eher das Problem, dass ich absolut keine Ahnung habe, als was ich später mal arbeiten soll.. Psychologie interessiert mich wahnsinnig, igwas soziales, vlt. was mit Kindern, aber ich liebe Bücher und schreiben… Jetzt sagen viele bestimmt einfach mal entscheiden, deine Probleme hätte ich gerne… Aber auch dieses,, im Nichts“stehen ist kein schönes Gefühl.. Habe das Gefühl, jeder weiß, was er kann und kennt seinen Traumberuf ausser ich… 😬
    Liebe Grüße an alle 💕

    • Katharina
      schrieb um 21:20h, 30 August Antworten

      Hallo snowflake,

      so wie dir geht es vielen. Sie sind in ihren Jobs unzufrieden, wissen aber nicht, was nach der Kündigung kommen soll.
      Nimm dir doch mal Zeit und schreibe auf, was du während deiner Schulzeit gern gemacht hast. Welche Fächer mochtest du? Was hast du in deiner Freizeit gemacht? Womit hast du dich gern beschäftigt?
      Notiere dann, was dir an deiner Ausbildung/deinem Studium gefallen hat. Welche Themen habe dich begeistert, welche Schwerpunkte?
      Und als Drittes: Schreibe auf, was du während deiner beruflichen Laufbahn gern gemacht hast. Welche Tätigkeiten machst du mit Freude?
      Auf diese Weise hast du eine Übersicht der Dinge, die dir liegen und Spaß machen. Und möglicherweise erkennst du darin einen roten Faden.
      Es geht auch gar nicht so sehr darum, sich für irgendetwas zu entscheiden, sondern hinzuschauen, was du wirklich (wirklich!) machen möchtest. Ich singe gern und liebe Musik. Aber eine Musikerkarriere würde ich dennoch nicht einschlagen wollen. So als Beispiel.
      Und schau nicht so sehr auf andere, konzentriere dich auf dich selbst. Die Antwort liegt in dir.
      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.
      Katharina

  • Sascha von SH-Internetmarketing
    schrieb um 18:42h, 12 September Antworten

    Sehr schöner Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele.

    Die meisten Menschen wissen ganz genau, dass sie nicht zufrieden mit ihren Jobs sind, und, dass sie ihn nicht ihr ganzes Leben ausführen möchten, trauen sich aber nicht, etwas zu verändern und sehen keine Perspektiven.

    Sobald man sich aber endgültig mit seiner Lebenssituation zufrieden gibt, wird man immer passiver, immer unzufriedener und setzt sich keine Ziele für ein besseres Berufsleben.

    Das menschliche Leben zeichnet sich seit jeher durch Veränderung aus.

    Wenn du mit deiner Situation nicht zufrieden bist, suche nach Alternativen, suche nach Lösungen, setze dir Ziele, werde aktiv und verändere etwas.

    Dazu habe ich auch einen Beitrag geschrieben. Ich beschäftige mich seit Längerem mit diesem Thema: http://sh-lifestylecoaching.com/ungluecklich-im-job-symptome-anzeichen-ungluecklich-im-beruf/

    Viel Erfolg an alle, die neue Perspektiven suchen!

    Sascha von SH-Internetmarketing

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