Welche Arbeit passt zu mir?

Es gibt nicht die eine Arbeit, die für alle Menschen gut ist. Genauso wenig kann man im Vorfeld von einer Tätigkeit abraten, weil damit noch nie jemand zufrieden geworden ist. Wir alle sind unterschiedlich. Deswegen muss jeder selbst für sich herausfinden, welche Arbeit zu ihm/ihr passt.

welche Arbeit passt zu mir - Glücksdetektiv

BrandtMarke / pixelio.de

Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel. Aber wie findet man den Deckel, der wirklich luftdicht schließt? Wie findet man die „richtige“ Arbeit?

Im Internet gibt es dazu eine Vielzahl an Informationen und Tests.

Bevor du dich jedoch mit den Inhalten beschäftigst, solltest du dir vorher die folgende Frage stellen:

Suche ich einen Job? Möchte ich Karriere machen? Oder geht es mir darum, meine Berufung zu finden?

Job, Karriere oder Berufung?

welche Arbeit passt zu mir - Glücksdetektiv

Jens Bredehorn / pixelio.de

Arbeit kann auf drei verschiedene Weisen erlebt werden: als Job, als Karriere oder als Berufung.

Bei einem Job geht es vorrangig darum Geld zu verdienen. Die Arbeit an sich steht nicht im Mittelpunkt. Sie kann okay sein. Oder auch lästig.

Auf jeden Fall freut man sich hauptsächlich auf den Feierabend und die Wochenenden, wenn man sich endlich mit anderen Dingen beschäftigen kann.

Wer eine Karriere verfolgt, dem geht es darum, an Einfluss und Ansehen zu gewinnen. Ziel ist es auf der Karriereleiter voranzukommen und die nächst bessere Position zu erreichen.

Auch hier ist die eigentliche Arbeit nicht so wichtig. Getan wird, was für die nächste Beförderung nötig ist.

Menschen, die ihrer Berufung folgen, arbeiten, weil sie Freude an ihrer Tätigkeit haben. Hier und nur hier steht also die eigentliche Arbeit im Vordergrund.

Natürlich kann die Berufung auch mit viel Geld oder Ansehen einhergehen, aber das sind nicht die zentralen Kriterien. Man geht zur Arbeit, weil man diese und genau diese Arbeit ausüben möchte und nicht weil sie ein Mittel zum Geldverdienen oder der nächste Schritt auf der Karriereleiter ist.

Tatsächlich wird die Arbeit von den meisten, die ihre Berufung gefunden haben, gar nicht mehr als Arbeit verstanden.

Alles eine Frage der Passung

welche Arbeit passt zu mir - Glücksdetektiv

Stephan N. / pixelio.de

Das bedeutet natürlich nicht, dass Menschen, die einen Job ausüben faul sind oder solche, die eine Karriere verfolgen rücksichtslos.

Die eigene Berufung zu finden ist auch nicht der heilige Gral, wie es von einigen Personen vermittelt wird. Es gibt Menschen, die damit nicht glücklich werden.

Nicht zuletzt, weil man sein Hobby in gewisser Weise zum Beruf macht und dabei immer die Gefahr besteht, dass die ursprüngliche Freude an der Tätigkeit verloren geht.

Kümmere dich also nicht darum, was bei anderen angesehen ist oder wie deine Wahl auf andere wirken könnte.

Wichtig ist nur, dass du die Arbeit findest, die wirklich zu dir passt. Und das erreichst du am ehesten, wenn du dich mit deine eigenen Wünschen und Werten beschäftigst und dabei ganz ehrlich zu dir bist.

Ein super Einstieg ist z.B. meine Übung: „Erkenne deine Werte“, die du dir unten gratis herunterladen kannst. Dadurch kannst du dir vor Augen führen, was dir im Leben überhaupt wichtig ist.

Wenn die Arbeit nicht zu dir passt

Es gibt viele Menschen, die in einem Job gefangen sind obwohl sie sich nach einer Berufung sehnen. Sie haben vielleicht ein Hobby, dem sie eigentlich am liebsten ihre ganze Zeit opfern würden, aber hängen in ihren Jobs fest.

So ging es mir noch vor einigen Jahren und ich fühlte mich regelrecht eingesperrt und davon abgehalten, mein eigentliches Leben zu leben.

welche Arbeit passt zu mir - Glücksdetektiv

Christian Nähring (www.mitarbeiter-blog.de) / pixelio.de

Umgekehrt gibt es auch Menschen, die sich eigentlich nach einem Job sehnen, aber eine Karriere verfolgen. Das ist auch bitter. Denn gerade einer Karriere muss man sein restliches Leben meist vollständig unterordnen.

Um möglichst schnell in einem Unternehmen aufzusteigen sind 60-Stunden Wochen Pflicht. Und am Wochenende muss schon mal das nächste Projekt vorbereitet oder eine Präsentation in einer anderen Stadt gehalten werden.

Abgesehen davon kann es einem jederzeit passieren, dass man für die nächst bessere Position in ein anderes Land oder zumindest in eine andere Stadt ziehen muss.

Viel Zeit für die Familie oder ein Hobby bleiben da nicht.

Das ist insbesondere für solche Menschen schwer, die ihre Freizeit schätzen und gerne und viel Zeit mit ihren Familien und Freunden verbringen.

Nicht wenige von ihnen würden einen geregelten Job mit einer 40-Stunden Woche oder Teilzeitarbeit vorziehen, auch wenn sie damit niemals eine Führungsposition erreichen können.

Aber einmal im Karriere-Wahnsinn gefangen kommen viele nicht mehr heraus.

welche Arbeit passt zu mir - Glücksdetektiv

www.Blickreflex.de / pixelio.de

Finde die Arbeit, die zu dir passt

Am zufriedensten sind wir, wenn wir das tun, was wir wirklich tun wollen.

Wir müssen nicht alle unserer Berufung nachgehen. Manche wollen ihre Interessen auch weiterhin als Hobby ausüben.

Wir müssen aber auch nicht alle die Karriereleiter hochstapfen. Es ist okay, mit „weniger“ zufrieden zu sein.

Kein Weg ist per se der richtige und kein Weg für sich genommen der falsche.

Aber es gibt einen richtigen Weg für jeden von uns.

Und den gilt es zu finden.

Und zwar unabhängig von dem, was andere von dir erwarten.

Du selbst weißt schließlich am besten was du willst und was dir gut tut. Du musst dich nur trauen, ehrlich zu dir zu sein.

Ich für meinen Teil sehne mich nach einer Berufung und habe diese mit dem Glücksdetektiv auch gefunden.

Und du? Wonach sehnst du dich?

Weitere Tipps für dein bestes und schönstes Leben, sowie hilfreiche Ressourcen und die tollsten Rabatte und Geschenke frei Haus bekommst du, wenn du Teil unserer fabelhaften Glücksdetektiv-Gemeinschaft wirst. Einfach hier eintragen und richtig durchstarten!

14 Kommentare
  • Übung #1: Können vs. Wollen – die richtigen Fragen stellen | Glücksdetektiv
    schrieb um 12:24h, 08 Juli Antworten

    […] nicht unabhängig von unseren Wünschen und Interessen betrachten. Insbesondere Menschen, die ihre Berufung finden wollen, sollten sich mit der Frage auseinandersetzen, was sie wirklich, wirklich machen […]

  • Übung #3: Berufswahl – die eigene Berufung finden | Glücksdetektiv
    schrieb um 13:07h, 13 November Antworten

    […] Für alle, die diese Fragen nicht uneingeschränkt mit „Ja“ beantworten können, gibt es nachfolgend ein paar hilfreiche Tipps, um die eigene Berufung zu finden. […]

  • Übung #6: Glücksverstärker – Dinge, die glücklich machen - Glücksdetektiv
    schrieb um 16:19h, 19 September Antworten

    […] kann, aufblüht und neue Energie schöpft, der wird es vielleicht nicht mehr ganz so schwer haben, seinen Job in der Versicherungsgesellschaft an den Nagel zu […]

  • 12 eindeutige Zeichen dafür, dass du unglücklich im Leben bist - Glücksdetektiv
    schrieb um 18:21h, 19 März Antworten

    […] Die Arbeit ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Lebens. Schon allein deswegen, weil wir die meiste Zeit damit verbringen. Seine Arbeit zu hassen ist der direkte Weg dazu, sein Leben zu hassen. […]

  • 25 Fragen, die dich deinen Traumberuf finden lassen - Glücksdetektiv
    schrieb um 15:52h, 24 Juni Antworten

    […] Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkannt hast, dann bist du wahrscheinlich unzufrieden mit deinem Job. […]

  • Suzanne
    schrieb um 18:01h, 08 September Antworten

    Hallo Katharina,

    das ist mal eine wunderbar differenzierte Darstellung zum Thema, nach der man ja wirklich suchen muss! Ich lese leider sehr oft entweder die eine Extremdarstellung „Du musst unbedingt, um alles in der Welt, Deine Leidenschaft zum Beruf machen“ oder auch immer mal wieder „Spaß bei der Arbeit ist eine überzogene Forderung“. Wie Du sehr richtig argumentierst, ist natürlich beides so generalisiert Quatsch und jeder muss seinen eigenen Weg des Glücks finden.

    Was ich allerdings gerne hinzufügen möchte: Eine Karriere, die nicht mit einer Berufung einhergeht, d.h. eine Karriere nur der Karriere wegen, kann meiner Meinung nach nicht gesund sein. Karriere und Status als Selbstzweck kommt m.E. bei einer psychisch gesunden Person äußerst selten vor und weist, wenn ein Mensch so tickt, schon auf irgendeinen psychischen Missstand hin.

    Kann sein, dass ich das etwas extrem sehe, weil ich gerade aus einem Job raus bin, wo ein extrem psychopathischer Bereichsleiter sein Unwesen getrieben hat. Wie stehst Du als Fachfrau dazu?

    Liebe Grüße
    Suzanne

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:58h, 08 September Antworten

      Liebe Suzanne,

      vielen Dank für deinen schönen Kommentar.
      Diese Diskussion ist auf meiner Facebook-Page (facebook.com/gluecksdetektiv) auch unmittelbar nach Erscheinen des Artikels losgegangen 😉

      Eine reine Karriere anzustreben, also nur nach Geld, Ruhm und Macht zu streben unabhängig davon, was man dafür tun muss oder ob diese Tätigkeit auch als erfüllend empfunden wird, ist ein sehr materialistisches Motiv.

      Es gibt Theorien, nach denen wir insb. dann nach materialistischen Werten wie Geld, Macht und Schönheit streben, wenn unsere psychologischen Grundbedürfnisse nicht erfüllt wurden. Das kann man dann z.B. so verstehen: wenn wir als Kinder nicht genügend bedingungslose Liebe erfahren haben, wächst der Wunsch es später zu „etwas zu bringen“, damit wir der Welt darüber unseren Wert zeigen können.

      Ich halte das für glaubwürdig und würde dir zustimmen, dass eine reine Karriere ohne Berufung nicht gesund sein kann und garantiert auch nicht die Erfüllung bringen wird.
      Siehe: http://www.gluecksdetektiv.de/wie-konsum-und-materialismus-ungluecklich-machen/

      Liebe Grüße und Glückwunsch, dass du aus deinem alten Job raus bist,
      Katharina

  • Samuel
    schrieb um 11:20h, 31 Januar Antworten

    Hallo Katharina,

    Ich finde den Artikel auch gut, aber habe auch Einwande („Ergänzungs-Vorschläge“ wie man in der heutigen Arbetiswelt sagt).

    – Die Berufung muss keineswegs das Hobby sein. Mein Hobby ist Musik. Was meine Berufung ist, weiß ich noch nicht, aber ich würde Musik niemals zum Beruf machen, um (wie du geschrieben hast), den Spaß nicht zu verlieren.

    – Wenn man eine Arbeit aus der Liebe zur Arbeit an sich macht (wenn man also intrinsisch motiviert ist), ist man in dem was man tut meistens sehr gut. So ist die Chance, irgendwan befördert zu werden und zumindest ein kleines „Karrierchen“ zu machen ziemlich hoch denke ich.

    Für mich ist der beste Weg (nicht einzige Weg, denn man muss im Leben leider oft Kompromisse eingehen, wenn es nicht so läuft, wie man das will), seiner Berufung nachzugehen, das Geld wird irgendwie kommen und mit ein bisschen Glück und Fleiß (was bei einer Sache, zu der man sich berufen fühlt) auch die „Karriere“.
    Ich kann mir vorstellen, dass du mir zustimmen würdest, aber einigen Lesern nicht auf die Füße treten möchtest, (die die oben genannten psychischen Mängel haben und unbedingt auf Karriere aus sind).

    Grüße 🙂

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 18:00h, 31 Januar Antworten

      Wie definierst du denn Karriere? Sicherlich kann man mit seiner Berufung auch sehr erfolgreich sein und viel Geld verdienen oder Ruhm haben, aber diese Dinge stehen dabei nicht im Vordergrund, während sie bei jemandem, der einfach nur „Karriere“ machen will den Kern bilden.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Meine Fehler auf der Suche nach dem Glück und wie du es besser machst - Glücksdetektiv
    schrieb um 19:22h, 09 Februar Antworten

    […] Denn plötzlich kamen ganz andere Fragen in meinem Leben auf. Wie z.B. was soll ich studieren? Was will ich mit meinem Leben anfangen? Wie kann ich mich finanzieren? Was möchte ich werden? […]

  • Sascha
    schrieb um 15:39h, 28 Juli Antworten

    Super Beitrag und hilfreiche Tipps.

    Die meisten Menschen arbeiten wirklich nur um Geld zu verdienen oder um Schmerz zu vermeiden. Sie gehen unterm Strich nur Arbeiten um nichts negatives in Ihrem Leben zu bekommen. Das ist jedoch keine Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung kann nur eintreten, wenn man Tag für Tag etwas macht, was man auch machen würde, wenn man dafür kein Geld bekommt und Geld keine Rolle mehr spielen würde.

    Schuld daran ist die soziale Matrix. Eine komplexe Ansammlung von Glaubenssystemen in deinem Kopf, die dazu führen, dass du nicht der Mensch bist, der du eigentlich sein willst und nicht das Leben lebst, das du wirklich leben möchtest. Diese soziale Programmierung hält uns davon ab, unsere Träume zu erfüllen und hält uns in der Abhängigkeit.

    Dein Leser
    Sascha

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 19:29h, 28 Juli Antworten

      Wobei man auch, wenn man sich selbstverwirklicht Tage hat, an denen man seine Arbeiten nicht erledigen möchte bzw. mit jeder beruflichen Selbstverwirklichung Dinge einhergehen, auf die man weniger Lust hat und die man als weniger selbstverwirklichend empfindet 🙂

      LG, Katharina

  • Per
    schrieb um 11:29h, 06 August Antworten

    Ich denke das wichtigste ist, sein persönliches Warum zu kennen. Also eine klare Vision zu haben. Und dann einer Arbeit nachzugehen, die genau dazu auch passt!

Hinterlasse einen Kommentar