Alleine glücklich sein - Glücksdetektiv

Alleine glücklich sein: So geht‘s

Können wir alleine glücklich sein? Oder sind wir zur Einsamkeit verdammt, sobald uns Freunde und Partner den Rücken kehren? Hier zeige ich dir, wie du das Beste aus Phasen des Alleinseins machen kannst, um auch alleine glücklich sein zu können.

Ohne Frage: Beziehungen zu anderen Menschen machen glücklich. Doch nicht immer sind wir von anderen umgeben. Manchmal finden wir uns ganz unvermittelt alleine wieder. Beziehungen sind auseinandergebrochen, Freunde wurden aus den Augen verloren oder der Job hat einen in die Fremde geführt.

Wie soll es nun weitergehen? Kann man auch alleine glücklich sein?

Angst vor dem Alleinsein

Alleine glücklich sein - Glücksdetektiv

Wenn die Vorstellung alleine zu sein dir den Angstschweiß ins Gesicht treibt, dann vielleicht, weil bislang immer jemand da war.

Wenn du jahrelang in einer festen Beziehung gelebt und immer alles mit deinem Partner zusammen gemacht hast, dann bist du es nicht mehr gewohnt, alleine zu sein. Dann weißt du vielleicht nicht mehr, wer du ohne deinen Partner bist und hast Angst, alleine nicht zurechtzukommen.

Gerade, wenn wir nichts mit uns anzufangen wissen, ist die Furcht vor dem Alleinsein groß. Wie kann ich alleine glücklich sein, wenn ich sonst immer von Menschen umgeben bin? Was fange ich mit meiner Zeit an? Womit beschäftige ich mich?

Je schlechter wir uns selbst kennen, desto größer die Ratlosigkeit und desto beängstigender der Gedanke, alleine zu sein.

Vielleicht hast du aber auch Angst vor dem Alleinsein, weil du dich vor dem fürchtest, was zu Tage treten könnte, wenn du nicht länger abgelenkt wirst. Wer alleine ist, wird mit sich selbst konfrontiert und das kann auch schmerzhafte Erkenntnisse mit sich bringen.

Und dann ist da noch das Problem, dass wir uns selbst oft nicht genug sind. Wir halten uns für minderwertig und fehlerhaft und wollen schon allein deshalb keine Zeit mit uns verbringen.

Schade eigentlich, denn alleine zu sein bringt zahlreiche Vorteile mit:

Alleine ins Glück?

Alleinsein ermöglicht dir:

  • Alleine glücklich sein - Glücksdetektivdich so zu verhalten, wie du willst, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen
  • zu machen, wonach dir der Sinn steht, ohne Angst davor zu haben, was andere denken
  • in Kontakt mit deinen Gedanken und Gefühlen zu kommen,
  • in Ruhe über dich, dein Leben und deine Ziele nachdenken, ohne von außen beeinflusst zu werden,
  • dich ungestört und unabgelenkt deinen wichtigsten Projekten zu widmen,
  • zu entspannen und zu meditieren,
  • deinen eigenen Rhythmus zu finden und voll auszuleben,
  • eine neue Perspektive einzunehmen.

Alleinsein kann daher ein äußerst spannender, produktiver und kreativer Zustand sein, der nicht umsonst von vielen freiwillig aufgesucht wird.

Alleinsein ist auch nicht gleichbedeutend mit einsam sein.

Einsam sind wir, wenn wir das Gefühl haben nicht dazuzugehören. Wer einsam ist fühlt sich anders als andere Menschen.

Ausgeschlossen.

Fremd.

Alleine glücklich sein - GlücksdetektivDieses Gefühl hat jedoch nichts mit der Anwesenheit anderer Menschen zu tun. Wir können einsam sein, obwohl wir einen Partner haben, Freunde, die zu uns stehen und eine liebevolle Familie. Wenn es dir so geht, findest du hier Tipps gegen Einsamkeit.

Einsamkeit ist ein Gefühl.

Alleinsein ein Zustand.

Er beschreibt die Abwesenheit anderer Menschen. Ob das eine gute oder schlechte Sache ist, liegt ganz in deinem Ermessen. Und da sind wir auch schon beim entscheidenden Punkt:

Du entscheidest, ob das Alleinsein dich belastet oder beflügelt, ob es dich runterzieht oder beschwingt.

Alleine glücklich sein: Die Regeln

Alleine glücklich sein ist möglich und kann auch dir gelingen mit den folgenden Tipps:

1. Entscheide dich, alleine sein zu wollen

Alleine glücklich sein - GlücksdetektivWenn du alleine glücklich sein willst, entscheide dich zunächst, alleine sein zu wollen. Solange du dir nämlich einredest, dass es furchtbar ist, alleine zu sein, wirst du deinen Zustand nicht genießen können. Darum lass dich darauf ein. Auch, wenn du es nicht freiwillig gewählt hast. Entscheide dich, das Beste aus deiner Situation zu machen und die Zeit für dich aktiv zu nutzen.  

2. Werde unabhängig

Ängste werden geringer, wenn wir uns ihnen stellen. Suche daher gezielt Situationen auf und unternimm Dinge, die du bislang nur mit anderen gemacht hast. Warst du bisher immer nur mit deiner Freundin auf der Kirmes? Geh dieses Jahr alleine hin! Dein Partner hat die Bilder in deiner Wohnung aufgehängt? Schlag selbst ein paar Nägeln in die Wand!

Auf diese Weise kannst du die Erfahrung machen, auch allein wunderbar zurechtzukommen. Du gewinnst neues Selbstvertrauen, wirst unabhängiger und eigenständiger. (Mehr Tipps für ein Starkes ICH!)

3. Lerne dich selbst besser kennen

Alleine glücklich sein - GlücksdetektivAlleinsein bietet die unglaubliche Chance, dich frei von äußeren Einflüssen kennenzulernen. Wer bist du unabhängig von deiner Beziehung, deinem Freundeskreis, deinem Job, deiner Heimat oder deiner Familie?

Was zeichnet dich aus? Was sind deine Wünsche, Interessen, Werte und Ziele?

Was kannst du gut? Was ist dir wichtig?

Nimm dir Zeit, dich selbst zu ergründen, zum Beispiel, indem du Tagebuch schreibst. Auch Meditation kann dir helfen, einen Zugang zu dir selbst zu gewinnen. Hier geht’s zur Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtig meditieren.

4. Nutze das Alleinsein für deine Selbstfürsorge

Allzugern machen wir unser Lebensglück von anderen Menschen abhängig. Wir glauben, nur dann glücklich sein zu können, wenn wir den idealen Partner haben und verlangen von diesem unsere Bedürfnisse ungefragt zu erfüllen. Doch damit geben wir die Verantwortung für unser Wohlergehen ab.

Wer alleine ist kann endlich Verantwortung für sich selbst übernehmen.

Alleine glücklich sein - GlücksdetektivDarum finde heraus, wonach du dich sehnst und was du brauchst und erfülle dir diese Bedürfnisse. Wenn du dich nach Entspannung sehnst, gönn dir häufiger ein warmes Bad, lass dich massieren, leg die Beine hoch, höre Hörbücher oder gehe spazieren. Sehnst du dich nach Trost, rede dir selbst gut zu, verwöhne deinen Körper und gönne dir Genuss. Verlangt es dich nach Abenteuer, unternimm etwas Aufregendes, lerne etwas Neues und suche dir ein Hobby.

Du wirst merken, dass du niemand anderen brauchst, um deine Bedürfnisse zu erfüllen und dass du alleine glücklich sein kannst.

5. Plane deine Zukunft

Phasen des Alleinseins sind der ideale Zeitpunkt, um dein Leben zu reflektieren. Wo stehe ich und wo möchte ich hin? Wie will ich leben? Wie soll es weitergehen?

Mach dir Gedanken zu deiner Zukunft, lege Ziele und Meilensteine fest und setze die ersten Schritte um. (Hier findest du Vorlagen, zum Festsetzen deiner Ziele).


Wenn du bereit bist, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen, offen für neue Erfahrungen bist und gut mit dir umgehst, kannst du alleine glücklich sein. Dann wirst du merken, dass du selbst genug bist, deine Angst vor dem Alleinsein verlieren und anderen Menschen mit einem ganz neuen Selbstverständnis und Selbstvertrauen begegnen.

Auch, wenn du dein Alleinsein nicht freiwillig gewählt hast, hast du jederzeit die Möglichkeit die vorübergehende Abwesenheit von anderen Menschen als Chance zu betrachten:

Eine Chance, um dich selbst besser kennenzulernen. Eine Chance, um die Beziehung zu dir selbst positiv zu gestalten. Eine Chance, um deinem Leben eine neue Richtung zu verleihen.

Eine Chance, um alleine glücklich zu sein.

Mein Video zum Thema: Alleine glücklich sein

12 Kommentare
  • Bennet Arp
    Geschrieben um 11:16h, 14 Juli Antworten

    Hallo,
    interessanter Artikel.
    Ich bin ein Freund vom Alleinsein, da man so die besten Ideen findet.
    Außerdem kann man sich selber am besten alleine reflektieren und analysieren.
    Um glücklich zu sein, denke ich, dass man vor allem zufrieden mit sich selber sein sollte.
    Viel Glück,
    Bennet

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 20:23h, 16 Juli Antworten

      Immer dann, wenn wir uns zurückziehen und es um uns herum leise wird, haben wir die Möglichkeit nach Innen zu blicken und ungestört aller Einflüsse zu reflektieren wer wir sind, wie es uns geht und wo wir hinwollen.
      Dafür ist es sehr förderlich alleine zu sein.

      Liebe Grüße und ebenfalls viel Glück 🙂
      Katharina

    • Steffen Becher
      Geschrieben um 10:47h, 12 August Antworten

      Hallo Bennet,

      vielen Dank für deine Idee. Ich glaube auch, dass wir ungestört sein müssen, wenn wir kreativ sein wollen.

      Hallo Katharina,

      vielen Dank für den wertvollen Beitrag. Vor allem Punkt 5 hat mich sehr angesprochen, dass wir unsere Zukunft planen sollten. Punkt 3, sich selbst besser kennen zu lernen, ist glaube ich ein wichtiges Detail, was man berücksichtigen sollte.

      Hast du sehr gut geschrieben und ich konnte einiges daraus lernen.

      Vielen Dank
      Steffen

  • Georg
    Geschrieben um 18:18h, 24 Oktober Antworten

    Hallo,
    Ich bin ebenfalls eine Person, die es mag, alleine zu sein,da ich unter vielen Menschen eher gestresst, angespannt und oft auch genervt bin. Gerne ziehe ich mich einfach nur zurück und merke dabei, dass es mir besser tut, wenn ich alleine bin. Wie im Artikel beschrieben kann ich machen was ich will, wie oft und wie lange 😉 solange ich niemanden damit störe. An den Tipps ist wirklich was wahres dran, einiges davon setze ich bereits um. Ich denke, die meisten Leute wollen nicht alleine sein, weil oftmals vermittelt wird: „wer gern alleine für sich ist, muss schon ein seltsamer Typ sein“. Irgendwann hatte auch ich verstanden, dass die Meinung anderer Leute nichts weiter ist als deren Meinung. Also nichts, wovon ich mich leiten lassen sollte. Seit ich das gecheckt habe, habe ich eine Sorge weniger 😉 Ich fahre sogar alleine in den Urlaub, für die meisten unvorstellbar.
    Danke, dass ich zu Wort kommen durfte und liebe Grüße
    Georg.

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 12:59h, 08 November Antworten

      Vielen Dank für deinen Kommentar Georg.
      Und was für eine große Sorge weniger das ist, wenn man sich nicht mehr von der Meinung anderer verrückt machen lässt.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Udo
    Geschrieben um 15:41h, 06 November Antworten

    Unter dem Gesichtspunkt, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und hin und wieder den Kontakt – und das sogar in einer bestimmten Qualität – zu anderen Menschen braucht und wenn man dann diese Kontakte nicht herstellen gehen (aus welchen Gründen auch immer), dann ist doch so ein Artikel, wie ich ihn eben gelesen habe nur eine lebensferne, kopflastige Makulatur.

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 12:50h, 08 November Antworten

      Wir Menschen sind soziale Wesen. Das ist vollkommen richtig. Und es geht auch nicht darum für immer alleine zu sein. Das wäre unserem Wohlbefinden nicht zuträglich. Unserem Wohlbefinden ist es aber auch nicht zuträglich, wenn wir unser Lebensglück von anderen Menschen abhängig machen; Wenn wir uns an Menschen klammern – selbst an solche, die uns nicht guttun – weil wir solche Angst davor haben alleine zu sein. Oder wenn wir es nicht ertragen allein zu sein, weil wir uns selbst nicht ausstehen können oder uns selbst nicht genug sind.

      Alleine glücklich sein zu können ist eine wunderbare Fähigkeit. Dann ist man nämlich auch in der Lage mit anderen Menschen glücklich zu sein und gesunde Beziehungen zu führen.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Udo
    Geschrieben um 14:20h, 08 November Antworten

    Das ist ihre Antwort?

    Ich zitiere aus Ihrem Text:

    „Einsamkeit ist ein Gefühl. Alleinsein ein Zustand.

    Er beschreibt die Abwesenheit anderer Menschen. Ob das eine gute oder schlechte Sache ist, liegt ganz in deinem Ermessen. Und da sind wir auch schon beim entscheidenden Punkt:

    Du entscheidest, ob das Alleinsein dich belastet oder beflügelt, ob es dich runterzieht oder beschwingt.“

    SIE BIEGEN SICH ALLES ZURECHT, WIE SIE ES BRAUCHEN. Verschonen Sie daher am besten die Menschheit mit Ihren Halbwahrheiten und der damit verbunden Selbstprofilierung. Nutzen Sie die Zeit und erlangen Sie Weisheit, dann erst macht es Sinn Menschen zu beraten.

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 17:35h, 12 November Antworten

      Das Zurechtbiegen war nicht mein Anliegen, sondern der Versuch, Klarheit in etwas zu bringen, das immer in einen Topf gepackt wird.
      Wir können allein sein und nicht einsam sein. Wir können aber nicht einsam sein und nicht einsam sein. Ergo: Das eine ist ein Zustand, der so oder so erlebt werden kann. Das andere ein Gefühl, das uns sowohl allein als auch unter Menschen ereilen kann.

      Beste Grüße,
      Katharina

  • Franzi Sauer
    Geschrieben um 08:19h, 14 November Antworten

    Nach der Trennung von meinem Freund, dachte ich würde sterben weil ich ich nicht alleine sein konnte. Doch von Zeit zu Zeit war es immer schöner alleine zu sein und wieder zu sich zu finden und die Zeit mich selber zu genießen. Man sollte immer auch alleine glücklich sein und eigenständig sein.

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 20:16h, 14 November Antworten

      Wie wunderbar, dass du diese Erfahrung gemacht hast und jetzt auf dieser Grundlage wieder neue Menschen in dein Leben lassen kannst.

      Liebe Grüße,
      Katharina

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