Ballast abwerfen - Glücksdetektiv

Ballast abwerfen: Von diesem Ballast solltest du dich im neuen Jahr trennen

Wenn du leichter, befreiter und glücklicher ins neue Jahr starten möchtest, solltest du Ballast abwerfen. Wie dieser Ballast aussehen kann und welche 7 Gewichte du unbedingt loslassen solltest, erfährst du hier.

Ballast abwerfen - GlücksdetektivEs ist ja immer sehr aufregend und motivierend etwas an seiner Umwelt zu verändern. Ob das nun eine neue Frisur ist oder der Umzug in eine neue Wohnung. Wir versprechen uns davon ein neues Lebensgefühl. Wir malen uns aus, wie fantastisch unser Leben dann sein wird, wenn wir erst mal in der größeren Wohnung leben.

Wenn jedoch auf die äußere Veränderung keine innere Veränderung folgt, ist der Effekt auf unser Wohlbefinden sehr begrenzt. Unser Leben ändert sich nicht von einem Tag auf den anderen, nur weil wir an einem neuen Schreibtisch sitzen oder einen Pony tragen. Wir nehmen uns selbst immer mit. Das ist auch der Grund, warum äußerliche Veränderungen, wenn überhaupt, nur kurzzeitig wirken.

Wer eine wirkliche Veränderung erreichen möchte, der sollte v.a. seinen inneren Ballast abwerfen. Hier ist 7 belastende Gewohnheiten, die du nicht länger mit dir herumtragen solltest:

Ballast abwerfen: 7 Gewichte, die du ablegen solltest

Keine Lust zu lesen? Schau dir das Video an:

1. Schuldgefühle

Ballast abwerfen - GlücksdetektivEins vorweg: Es ist vollkommen normal, Schuldgefühle zu empfinden, wenn wir etwas falsch gemacht haben, andere verletzen oder nicht unsere eigenen Standards erfüllen. Aber manche machen sich wegen jeder Kleinigkeit verrückt und kommen von ihren Schuldvorwürfen gar nicht mehr los. 

Sie halten sich für schlechte Menschen, wodurch Ängste, Ärger, Zweifel und Selbstvorwürfe entstehen. Das Selbstwertgefühl sinkt. Hinzu kommt die ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Fehler.

Wenn du diesen Ballast abwerfen möchtest, mach dir klar: Wir alle machen Fehler. Aber wir werden auch älter, reifer und klüger. Etwas, das du früher gemacht hast, würdest du jetzt vielleicht nicht mehr tun. Dann macht es auch keinen Sinn, heute noch Schuldgefühle deswegen zu haben.

Führe dir v.a. vor Augen, dass ein „schlechtes“ Verhalten dich noch lange nicht zu einer schlechten Person macht. Versuch deinen Fehler wieder gut zu machen, entschuldige dich und analysiere deinen Fehler, damit du ihn kein zweites Mal machst. Tipps dazu findest du in diesem Video.

Und dann: Verabschiede dich von deinen Schuldgefühlen und verzeihe dir!

2. Überhöhte Ansprüche

Wir alle sind keine Heiligen. Wir machen Fehler und unsere weiße Weste wird im Laufe des Lebens immer dreckiger.

Es tut weh, sich von der Vorstellung zu verabschieden, das man perfekt ist. Aber noch viel schmerzvoller ist es, krampfhaft an seinen überhöhten Ansprüchen festzuhalten und jedes Mal enttäuscht und wütend zu sein, wenn man diese wieder nicht erfüllen konnte.

Es wird Dinge geben, die du überhaupt nicht kannst, Dinge, die du überhaupt nicht weißt, Dinge, die nicht fehlerfrei bei dir laufen. Vielleicht ist deine Gesundheit nicht perfekt, deine Haut nicht makellos, deine Noten nicht super oder dein Führungszeugnis nicht rein. Du bist ein Mensch. Menschlich sein heißt unvollkommen und makelbehaftet sein. Aber das macht dich nicht weniger wertvoll.

3. Neid

Ballast abwerfen - GlücksdetektivNeidgefühle entstehen immer dann, wenn wir glauben, benachteiligt zu werden oder zu kurz zu kommen. Wenn meine Freundin schon wieder einen Neuen hat, während ich seit Jahren Single bin und keinen Partner finden kann, macht mich das natürlich unzufrieden, traurig, wütend oder aggressiv. Mein Selbstwertgefühl sinkt. Neid kann sogar Hass und Gewalt schüren.

Aber denk einmal darüber nach, welche Annahmen deinem Neid zugrunde liegen: „Alle Menschen konkurrieren mit mir und ich will von allem alles haben„.

Ist das so?

Ich denke nicht.

Wir möchten doch auch, dass unsere Freundin glücklich ist. Und ob sie einen Partner hat oder nicht ändert nichts daran, dass du einen willst. Daher konzentriere dich auf dich selbst. Was sagt dir dein Neid? Dass du dir eine Partnerschaft wünschst. Dann ist es aber doch auch vollkommen egal, ob deine Freundin einen hat oder nicht (zumindest solange es mehr als einen Mann auf der Welt gibt). Daher: Akzeptiere, wenn du neidisch bist, aber erinnere dich gleich wieder daran, dass es um dich geht und andere ruhig auch etwas Glück haben dürfen.

Hier findest du mehr Tipps gegen Neid.

4. Negative Beziehungen

Das Leben ist zu kurz, um es mit Menschen zu verbringen, die uns nicht gut tun. So häufig bleiben wir aus einem falsch verstandenen Pflichtbewusstsein oder weil wir denken, es ginge nicht besser. Manchmal glauben wir auch, wir hätten es nicht besser verdient.

Aber wie willst du deine Ziele verwirklichen, glücklich sein und dein Traumleben führen , wenn du bei einem Menschen bleibst, der dich runterzieht oder verletzt? Ob es dein Partner oder ein Freund ist; manchmal sind es auch die eigenen Eltern oder Geschwister: Löse die Ketten, die dich am Boden halten und erlaube dir zu fliegen.

5. Einschränkende Glaubenssätze

  • „Ich kann nicht“,
  • „ich darf nicht“,
  • „ich bin zu alt“,
  • „ich bin zu jung“,
  • „ich bin zu dumm“.

Ballast abwerfen - GlücksdetektivGedanken wie diese werden dich genauso kleinhalten, wie sie es im vergangenen Jahr getan haben. Sie werden wieder dafür sorgen, dass du Chancen nicht ergreifst, mutlos bleibst, deine Ziele nicht umsetzt und keine neuen, schönen Erfahrungen machst.

Wenn du etwas anderes möchtest, werde anders!

Ich weiß, das ist nicht einfach und es geschieht nicht von heute auf morgen. Aber dir dessen bewusst zu sein ist ein erster Schritt; zu merken, wenn du wieder so schlecht mit dir redest. Alles, was dann noch fehlt ist ein kleines bisschen Entschlossenheit: „Vielleicht mach ich es jetzt einfach mal trotzdem und sehe was passiert.“

Hier findest du eine Anleitung, um negative Gedanken loszuwerden.

6. Selbstkritik

Wenn du einen Turbo für dein Selbstwertgefühl und überhaupt für ein glückliches Leben haben möchtest, dann verabschiede dich von deiner Selbstkritik und fang an, dir dein bester Freund und Verbündeter zu werden. Wie viel neue Möglichkeiten sich dadurch auftun können. Wie viel mehr Freiheit, mehr Luft zum Atmen und wie viel mehr Liebe in deinem Herzen…

Stell dir einmal bildlich vor, wie es wäre, wenn du dich nicht immer selbst fertig machen, sondern dir gut zureden würdest. Was könnte dich dann noch stoppen?

7. Bedürfnis, es allen Recht zu machen

Höchstens vielleicht Gedanken daran, wie dein Verhalten bei anderen ankommt, wie ihnen deine neue Frisur gefällt und was sie von deiner Berufswahl halten. Dann ist es schnell wieder vorbei mit dem Seelenfrieden, denn du möchtest ja niemanden verärgern und alle zufriedenstellen.

Ballast abwerfen - GlücksdetektivWenn du so leben möchtest… Okay. Du kannst dir ja auf deinen Grabstein gravieren lassen: „Sie hat immer versucht es allen Recht zu machen.“ Oder „Seine Eltern waren mit seiner Studienwahl einverstanden“.

Aber ist es wirklich das, worauf es im Leben ankommt? Wirst du deinem Leben gerecht, wenn du es anderen unterwirfst, nämlich ihren Vorstellungen und Wünschen? Kann das neue Jahr womöglich das Jahr sein, indem du dir zwar anhörst, was andere zu sagen haben, aber deine Stimme doppelt bis dreifach zählen lässt? Indem du anfängst es der allerwichtigsten Person in deinem Leben Recht zu machen, nämlich dir selbst?


Welchen Ballast schleppst du mit dir rum? Schreib es gerne in die Kommentare. Und nochmal: Sicher ist es nicht so einfach gewohnte Verhaltensweisen so mir nichts dir nichts abzustellen. Aber fürs Erste reicht es zu wissen, welcher Ballast dich zurückhält und einen Entschluss zu fassen, diesen Ballast abzuwerfen.

Jetzt und jeden einzelnen Tag, bis du endlich vom Boden abheben kannst und fliegst!

Apropos fliegen:

8 Kommentare
  • Ralf Ouwens
    Geschrieben um 13:24h, 02 Februar Antworten

    Hallo Frau Dr. Tempel, beim Stöbern durchs Internet bin ich auf ihre Videos gestoßen. Tolle Inhalte, sehr angenehme Präsentation! Wünsche Ihnen für ihre Vision weiterhin viele Interessenten, viele Abonnenten, viel Erfolg! Ralf Ouwens

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:45h, 02 Februar Antworten

      Herzlichen Dank für die lobenden Worte und willkommen beim Glücksdetektiv!
      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Florian
    Geschrieben um 10:46h, 03 Februar Antworten

    Ohja, diesen Ballast kann wirklich niemand gebrauchen! Werde ich gleich mal verstärkt drauf achten im neuen Jahr – Danke für Denkanstoß!

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 19:05h, 06 Februar Antworten

      Gerne. Vielleicht war ja eine Anregung für einen verspäteten Neujahrsvorsatz dabei.

      LG, Katharina

  • Marten
    Geschrieben um 19:59h, 03 Februar Antworten

    Moin Katharina!

    Ein sehr schöner Artikel, der mich an ein Zitat aus dem Film „American History X“ erinnert hat:

    „Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert.“

    Das find ich sehr treffend.

    Liebe Grüße aus Flensburg

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 19:04h, 06 Februar Antworten

      Absolut treffend. Die schlichtesten Aussagen sind oft die kraftvollsten, weil man sich ihrer Wahrheit einfach nicht entziehen kann.

      Liebe Grüße und Danke für den Hinweis,
      Katharina

  • wogoal
    Geschrieben um 06:43h, 26 April Antworten

    Ich beziehe mich auf:

    4. Negative Beziehungen

    Das Leben ist zu kurz, um es mit Menschen zu verbringen, die uns nicht gut tun. So häufig bleiben wir aus einem falsch verstandenen Pflichtbewusstsein oder weil wir denken, es ginge nicht besser. Manchmal glauben wir auch, wir hätten es nicht besser verdient.

    Aber wie willst du deine Ziele verwirklichen, glücklich sein und dein Traumleben führen , wenn du bei einem Menschen bleibst, der dich runterzieht oder verletzt? Ob es dein Partner oder ein Freund ist; manchmal sind es auch die eigenen Eltern oder Geschwister: Löse die Ketten, die dich am Boden halten und erlaube dir zu fliegen.

    Das ist wohl leichter geschrieben als getan. Was wenn schon Kinder im Spiel sind und eine Trennung sie traumatisieren würde? Man gelangt zwar zu seinem eigenen Glück mit der Trennung, schafft aber wieder Unglück und gibt das Unglück an den Nachwuchs weiter. Das ist dann die Frage, ob diese Handlung moralisch gerechtfertigt ist, oder es dann besser ist sein eigenes Unglück zu ertragen, um es nicht den eigenen Kindern weiterzugeben?

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 20:08h, 26 April Antworten

      Wenn du ein Kind hast trägst du natürlich auch Verantwortung für ein anderes Lebewesen, nicht mehr nur für dich selbst. Eine Trennung mag traumatisch sein. Die Frage ist, ob das Kind besser dran ist, wenn es mit unglücklichen Eltern aufwächst, die sich womöglich ständig streiten und respektlos begegnen. Was lernt das Kind dadurch? Welches Vorbild bist du ihm?

      Das sind schwierige Fragen und ich kann und will sie gar nicht beantworten, denn das muss jeder selbst entscheiden. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Situation so schwarz-weiß ist, im Sinne von Trennung = moralisch verwerflich und traumatisierend während Zusammenbleiben = glückliches Kind bedeutet.

      Alles Gute,
      Katharina

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