10 Dinge, die du von jetzt an zu akzeptieren lernen solltest

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich wahnsinnig darüber aufregen, dass die Welt so ein ungerechter und mitunter schlimmer Ort sein kann? Dann ist es höchste Zeit, dass du dir diese Liste zu Herzen nimmst und anfängst zu akzeptieren, was du nicht ändern kannst.

Akzeptieren lernen

Niemand muss unglücklich sein.

Akzeptieren lernen - Glücksdetektiv

Akzeptieren lernen, was du nicht ändern kannst!

Du hast die Freiheit zu wählen, wie du leben möchtest. Du kannst dein Leben jederzeit ändern. Egal wie es dir gerade geht; glücklicher zu werden ist möglich. Gib nicht auf und nimm dein Leben selbst in die Hand.

Das sind die Sätze, die du für gewöhnlich von mir hörst/liest.

Aber heute soll es um die andere Seite der Medaille gehen: nämlich um die Dinge, die wir akzeptieren lernen sollten, weil wir sie schlichtweg nicht ändern können.  

Die gibt es nämlich auch.

Und dagegen anzukämpfen kostet uns nur unnötige Energie. Energie, die du anderweitig sehr gut gebrauchen kannst. Z.B. um das zu ändern, was du ändern kannst.

10 Dinge, die du von jetzt an akzeptieren solltest

Was also solltest du von nun an akzeptieren? Hier sind meine Top 10:

1. Die Dinge laufen nicht immer so, wie wir sie gerne hätten

Akzeptieren lernen - Glücksdetektiv

Manches geht schief!

Ich wünschte, ich könnte etwas anderes sagen. Aber es ist nun mal so. So manches geht schief und geht anders aus, als wir uns das ursprünglich gedacht haben.

Nicht alle Träume können verwirklicht werden. Entweder, weil es nicht menschenmöglich ist (z.B. fliegen) oder weil andere nicht mitspielen.

Jeder, der schon mal unglücklich verliebt war weiß, was ich meine. Du kannst noch so verliebt sein und dieser anderen Person die Welt zu Füßen legen. Wenn sie nicht das gleiche für dich empfindet, kannst du nichts daran ändern.

2. Wir alle machen Fehler

Wir können uns noch so sehr wünschen perfekt zu sein.

Wir sind es nicht!

Niemand ist es!

Es gibt keinen einzigen Menschen auf der Welt, der ohne Fehler ist. Das ist auch nicht schlimm. Fehler können uns helfen besser zu werden. Wenn wir aus ihnen lernen…

Das setzt aber voraus, dass wir sie zu akzeptieren lernen. Und noch etwas: Genauso wie du, machen auch andere Fehler. Weil sie auch nur Menschen sind. Lerne also zu verzeihen.

3. Die Welt ist nicht gerecht

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Die Welt ist nicht immer gerecht!

Nein.

Leider nicht.

Das ist eine der bittersten Erkenntnisse, die ich in den vergangenen Jahrzehnten lernen musste.

Du kannst nicht darauf vertrauen, dass dir nur Gutes widerfahren wird, solange du ein guter Mensch bist.

Die Wahrheit ist: du kannst ein noch so guter Mensch sein und trotzdem kann dir etwas Furchtbares passieren. Und andere, die dir Unrecht tun, werden nicht unbedingt dafür bestraft.

Wenn es dir wichtig ist, musst du selbst für Gerechtigkeit einstehen, wo du kannst.

4. Menschen sind unterschiedlich

Wenn wir uns über andere Menschen beklagen, dann schwingt implizit häufig der Vorwurf mit: Warum kannst du nicht mehr so sein wie ich?

Die Antwort darauf ist leicht: weil er oder sie anders ist.

Wir haben nun mal alle unterschiedliche Werte, Stärken und Prinzipien.

Manches Verhalten bringt dich vielleicht auf die Palme, weil du es nicht verstehen kannst. Aber jemand anderes kann dafür überhaupt nicht verstehen, wie du dich so verhalten kannst wie du es tust.

Deswegen: sei tolerant.

Akzeptiere, dass andere anders sind. Sie sollen im Gegenzug auch zu akzeptieren lernen, dass du du bist.

5. Es gibt keine Sicherheit

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Absolute Sicherheit gibt es nicht!

Sicherlich kann man einige Risiken klein halten und so manches Leid vermeiden, in dem man Gefahren aus dem Weg geht. Aber absolute Sicherheit gibt es nicht.

Du kannst viermal die Woche Sport machen und dich noch so gesund ernähren und dann erwischt es dich doch und du bekommst irgendeine schwerwiegende Krankheit (s. Nr. 3: Die Welt ist nicht gerecht).

Du kannst 20 Jahre in einer Firma arbeiten und dann setzen sie dich doch noch vor die Tür.

Du kannst deine Kinder im Haus festhalten, aber dann brechen sie sich womöglich in der Badewanne das Bein. Lerne zu akzeptieren, dass es absolute Sicherheit nicht gibt.

6. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern

Wir alle tragen Ballast aus der Vergangenheit mit uns herum.

Bestimmt wurde dir mal Unrecht getan.

Sicherlich haben andere Fehler gemacht, die du ihnen noch immer nachträgst.

Und garantiert hast du auch selbst den ein oder anderen Fehler gemacht, der nach wie vor an dir nagt.

Aber was geschehen ist, ist geschehen und lässt sich nicht mehr ändern.

Du ersparst dir jede Menge Leid, wenn du einen Weg findest, mit der Vergangenheit abzuschließen. Das heißt nicht, sie zu vergessen oder zu leugnen. Es heißt akzeptieren zu lernen, dass sie so war wie sie war und im Hier und Jetzt von neuem zu starten.

7. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen

Dinge können immer anders kommen, als wir uns das wünschen.

Alles unter Kontrolle zu haben ist eine Illusion.

Du kannst noch so gute Pläne schmieden. Das Leben funkt immer dazwischen.

Es nützt daher nichts, dir ständig Sorgen über die Zukunft zu machen. Du wirst schon zurechtkommen. Du hast es doch bisher auch sehr gut geschafft.

Und für deine Pläne gilt: bleib flexibel. Mach deine Pläne, setz dir Ziele, aber wenn es anders kommen sollte, verzweifle nicht daran. Plane um, stell dich auf die neue Situation ein und mach das Beste daraus.

8. Es gibt selten nur eine Wahrheit

Akzeptieren lernen - Glücksdetektiv

Es gibt selten nur eine Wahrheit!

Löse dich von der Vorstellung, dass es nur eine Wahrheit gibt.

Am besten hörst du komplett auf in den Kategorien „richtig“ und „falsch“ zu denken.

Da wir alle verschieden sind, hat jeder auch eine andere Empfindung und Wahrnehmung. Vielleicht sehe ich die Farbe grün ganz anders als du. Vielleicht habe ich auf ganz andere Details in einer bestimmten Situation geachtet. Vielleicht sind mir auch ganz andere Dinge wichtig.

Auch deine Gefühle sind nicht die einzig wahre Realität.

Sie spiegeln lediglich wider, wie du bestimmte Situationen bewertest. Und deswegen kann ein und dieselbe Situation bei zwei Menschen unterschiedliche Gefühle hervorrufen.

Versuche in Streitfällen nicht länger herauszufinden, wer die „richtige“ Seite vertritt. Jede Empfindung hat ihre Berechtigung.

9. Es gibt böses auf der Welt

Bestimmt hast du dich auch schon mal über eine andere Person aufgeregt und dich gefragt, wie man nur so gemein, skrupellos, hinterhältig, menschenverachtend oder grausam sein kann.

Du musst nur mal die Nachrichten einschalten um zu sehen, dass es viel Hass und Gewalt in dieser Welt gibt.

Dich immer wieder aufs Neue darüber aufzuregen bringt dich aber nicht weiter. Es gibt nun einmal Böses in dieser Welt.

Es liegt an dir, dich davon nicht runterziehen zu lassen und dich v.a. nicht davon anstecken zu lassen.

Halte an deinen Idealen fest.

Und vergiss eines nicht: es mag zwar Hass geben, aber es gibt mindestens genauso viel Liebe.

10. Lebewesen sterben

Akzeptieren lernen - Glücksdetektiv

Alle Lebewesen sterben!

Und damit meine ich nicht nur dich selbst.

Auch deine Liebsten sterben irgendwann.

Wir müssen akzeptieren lernen, dass der Tod zum Leben gehört. Wir alle müssen irgendwann gehen und können nur hoffen, dass uns vorher ein schönes und relativ langes Leben beschieden ist.

Und gerade weil wir diese Gewissheit haben, dass es eines Tages aus sein wird, sollten wir dafür sorgen, dass wir dieses Geschenk namens Leben vorher bestmöglich auskosten.

Jetzt bist du noch nicht tot!

Jetzt ist dein Leben!

Lebe es!

So bewusst wie nur irgend möglich!


Ich hoffe, dass dich diese Aufzählung nicht deprimiert hat. Aber es kann auch sehr erleichternd sein zu akzeptieren, dass manches so ist wie es ist.

Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht ändern können.

Ja.

Aber es gibt auch jede Menge Dinge, die wir ändern können.

Und wenn wir zu akzeptieren lernen, was wir nicht ändern können, bleibt am Ende mehr Energie für die Dinge, die wir ändern können.

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Hier geht’s zum Video: 10 Dinge, die du von jetzt an akzeptieren lernen solltest

27 Kommentare
  • Boris
    Geschrieben um 11:25h, 07 September Antworten

    Heyho Glücksdetektiv!

    eine schöne Zusammenstellung. Es ist super wichtig sich darüber bewusst zu werden, da ich glaube, dass viel Unglück einfach daher kommt, dass man nicht glauben will, dass man an einigen Umständen einfach nichts ändern kann.
    Unter Punkt 3 schreibst du „Und andere, die dir Unrecht tun, werden nicht unbedingt dafür bestraft“. Das sehe ich anders. Ich bin überzeugt, dass Menschen, die uns (bewusst) Unrecht tun, ihre „Strafe“ bereits erhalten haben. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der anderen Unrecht antut? Irgendetwas wird ihn dazu angetrieben haben. Und das war sicher kein positives Gefühl. Die Strafe kommt meiner Meinung nach also schon bevor die Handlung stattgefunden hat.
    Das hilft mir auch gelassener mit Menschen umzugehen, die mir Unrecht tun.

    Beste Grüße
    Boris

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 19:05h, 08 September Antworten

      Lieber Boris,

      sich über Dinge aufzuregen, die wir nicht ändern können ist nicht nur sinnlos sondern raubt uns auch enorm viel Energie und Lebenskraft. Deswegen fahren wir manchmal einfach besser damit, diese Dinge zu akzeptieren und nicht weiter gegen Windmühlen anzukämpfen.

      Deine Sichtweise auf Menschen, die anderen Unrecht tun, finde ich interessant. In einigen Situationen kann ich mir das durchaus vorstellen, aber ich glaube nicht, dass es immer der Fall ist.
      Aber das ist im Grunde auch egal.
      Du hast damit einen Weg für dich gefunden, mit diesen Situationen besser umzugehen und das ist alles, worauf es ankommt.
      Andere Menschen finden andere Wege. Sehr religiöse Menschen glauben z.B. daran, dass solche Menschen nach ihrem Tod für ihre Vergehen bestraft werden. Auch das ist ein Weg, Ungerechtigkeit, gegen die wir nichts ändern können, zu akzeptieren und unseren Frieden damit zu schließen.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Jan
    Geschrieben um 10:55h, 09 September Antworten

    Hallo Katharina,

    von Listen und Aufzählungen dieser Art kann es einfach nicht genug geben. Einige Punkte sitzen so tief, dass man wirklich ständig daran erinnert werden muss, bis man es endlich mal begreift.

    Die Punkte 3 und 9 habe ich für mich im Endeffekt genau auf die gleiche Weise gelöst wie du Punkt 8 gelöst hast:

    Die Einteilung der Welt in „gut“ und „böse“ macht im Erwachsenenalter keinen Sinn mehr. Wir lernen das Konzept von „Gut und Böse“ in der Kindheit, weil es uns dabei hilft, die Welt zu verstehen und sinnvolle Verhaltensregeln zu lernen. In Märchen, Filmen und Romanen … überall werden wir mit absolut guten und absolut bösen Menschen konfrontiert. Im Grunde ist es in den Nachrichten ja auch noch so: Wir sind die Guten. Die mit den anderen Interessen sind die Bösen.

    Im Erwachsenenalter sollte man sich von diesem Konzept meiner Meinung nach trennen und es durch ein anderes Konzept ersetzen: „Ursache und Wirkung“. Damit ist man nicht nur näher an der Realität, sondern es hilft einem auch dabei, vernünftige Lösungen im Umgang mit dem „Bösen“ zu finden.

    Viele Grüße und nochmal Danke für die Erinnerung 😉
    Jan

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 12:58h, 09 September Antworten

      Hallo Jan,

      schön, dass dir meine Auflistung gefallen hat 🙂
      Du hast natürlich Recht, dass die Einteilung in „Ursache und Wirkung“ nützlicher für den täglichen Umgang mit diesen Dingen ist. Allerdings ändert das nichts daran, dass ungerechte und schlimme Sachen auf dieser Welt passieren, ob wir ihre Gründe nun logisch nachvollziehen können oder nicht…

  • Laura
    Geschrieben um 16:15h, 09 September Antworten

    Sehr schöner Artikel … sehr erlebend und motivierend! Ich glaube ich muss mir hier ein paar Artikel mehr durchlesen 😉

    Gruß Laura

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:41h, 09 September Antworten

      Liebe Laura,

      vielen Dank und nur zu 🙂
      Dafür schreibe ich die Artikel ja. Damit sie so wunderbaren Menschen wie dir helfen, dich inspirieren und motivieren.

      Alles Liebe,
      Katharina

  • Eric
    Geschrieben um 09:20h, 17 September Antworten

    Hallo Katharina,

    dein Artikel trifft es sehr gut und es hilft sicher ihn zu verinnerlichen bzw. regelmäßig zu lesen, z.B. wenn man gerade frustriert ist.

    Insbesondere der Aspekt der Energie, die man sinnvollerweise nicht fürs Aufregen, sondern für das Ändern des Veränderbaren einsetzt ist eine nicht bestreitbare Gleichung. Ich mag solche einfachen Gleichungen, denn sie machen das komplizierte Leben einfacher.

    Die Herausforderung dabei ist natürlich festzustellen, wo ist etwas änderbar und wo nicht. Wann steht eine Windmühle vor mir und vielleicht auch vor vielen anderen, die wir gemeinsam doch „besiegen“ können oder sogar sollten. Und wann lasse ich es, weil sie irgendwann sowieso verschwindet und ich lieber mein Leben genieße.

    Viele Grüße
    Eric

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:21h, 18 September Antworten

      Hallo Eric,

      genau das ist die Herausforderung: unterscheiden zu lernen, wann wir es mit einer Windmühle zu tun haben und wann nicht.

      Viele Grüße,
      Katharina

  • Anna
    Geschrieben um 10:23h, 28 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,
    deine Liste kann deprimieren, aber sie kann auch ebenso gut motivieren. Du hast sehr schön ausformuliert, was der buddhistische Spruch „This too shall pass“ aussagt. Nichts ist von Dauer, alles wird sich verändern und vergehen und wir können nicht immer alles so beeinflussen, wie wir es gerne hätten. Aber rückblickend ist genau das auch gut so! Aus den „Missgeschicken“, „Fehlern“ und „Unfällen“ können wir lernen, wenn wir es zulassen. Wir können uns im Akzeptieren und im Gelassensein üben. Mir hilft das dann jedes Mal, noch mehr Vertrauen in das Leben zu bekommen, weil mir auffällt, dass selbst die Dinge, die man sich vorher als Horrorszenarien ausmalt (Autounfall, Verlust, Enttäuschung) alles Dinge sind, die man in dem Moment, wenn sie passiert, tatsächlich hinkriegt. Es sind nur unsere Gedanken darüber, die sie so „schrecklich“ machen. Jedes Mal, wenn ich etwas Neues gemeistert habe, vertraue ich dem Leben ein Stückchen mehr und meine Komfortzone weitet sich aus. Insofern hat alles, aber auch alles einen Sinn – wenn wir es zulassen!
    Danke für diesen Beitrag!
    Ganz liebe Grüße
    Anna

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 16:36h, 28 Oktober Antworten

      Liebe Anna,

      herzlichen Dank für deinen schönen Kommentar.
      Du sagst das ganz richtig: jedes Mal wenn wir etwas Neues wagen, merken wir, dass die Dinge gar nicht so schlimm sind und das baut Vertrauen auf und Ängste ab.

      Viele Grüße,
      Katharina

  • Loslassen lernen! - Wie du in 5 Schritten Belastendes hinter dir lässt - Glücksdetektiv
    Geschrieben um 06:01h, 20 Juni Antworten

    […] Lerne zu Akzeptieren. Zu akzeptieren, dass es so war, wie es war; dass die Welt nicht immer gerecht ist; dass sich andere Menschen nicht immer so verhalten wie gewünscht etc. Hier findest du 10 Dinge, die wir akzeptieren müssen. […]

  • Geduld lernen: Warum es so wichtig ist und 10 Tipps zur Soforthilfe - Glücksdetektiv
    Geschrieben um 07:01h, 14 November Antworten

    […] Akzeptiere, dass die Dinge nicht vollständig in deiner Hand liegen: Du gibst dein Bestes und tust, was du kannst. Aber auch dir sind Grenzen gesetzt. Du kannst es nicht noch schneller und nicht noch besser tun. Genauso werden dir von außen Grenzen auferlegt, die du auch mit deiner gesamten Willenskraft nicht beeinflussen kannst […]

  • Samuel
    Geschrieben um 09:10h, 03 Februar Antworten

    Hallo Katharina,

    dieser Artikel ist (wie viele anderen auch) schön geschrieben und enthält so viele kluge Gedanken, das reicht wieder für eine ganze Woche 😉

    Eine Frage habe ich zu Punkt 9, es geht ein bisschen in die Richtung wie die oben genannte wertunsfreie Einteilung in „Ursache und Wirkung“:

    Wie stehst du zu dem Gedanken, dass es keine „bösen Menschen“ gibt, sondern nur Menschen, die mit ihren erlittenen Schmerzen nicht besser umgehen können und diese so an andere weiter geben?

    Liebe Grüße, Samuel

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:56h, 08 Februar Antworten

      Lieber Samuel,

      ich glaube, kein Mensch wird „böse“ geboren.
      Durch die Erfahrungen, die wir machen und das Umfeld, in dem wir uns bewegen, können wir in so eine Richtung abdriften. Und das gilt für uns alle.
      Die Psychologie hat immer wieder gezeigt, dass jeder Mensch in der Lage ist Böses zu tun und bspw. anderen Menschen absichtlich Schmerzen zuzufügen.
      Und wir wissen natürlich auch von vielen Tätern, die selbst Schlimmes in der Vergangenheit erlebt haben.
      Aber auch hier handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel von vielen Faktoren und es gibt nicht den einen Weg, der dazu führt, dass wir etwas Böses tun.

      Ich hoffe, dass beantwortet deine Frage.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Krank! 8 typische Gedanken, von denen du dich freimachen solltest! - Glücksdetektiv
    Geschrieben um 13:39h, 30 Juni Antworten

    […] Herausforderung, mit der du konfrontiert wirst. Vielleicht sollten wir versuchen sie als solche zu akzeptieren und sehen, ob wir an ihr wachsen […]

  • Shadowrose
    Geschrieben um 16:31h, 17 Oktober Antworten

    Hallo Katharina,

    vielen Dank für einen weiteren gelungenen Artikel!

    Beim Lesen mußte ich die ganze Zeit nur wieder denken: „JAAAAAAAAA!!!!! Ganz genau!!!! Endlich jemand, der es ausspricht und nicht verklärt von einer höheren Gerechtigkeit und das garantiert immer alles gut kommt, redet.“
    Wer meinen Kommentar liest: Bitte nicht falsch verstehen – ich habe Respekt vor jeder Religion und für wen der Glauben an eine höhere Gerechtigkeit funktioniert, für den funktioniert es eben. Und das ist gut. Aber ich habe für mich persönlich festgestellt, daß mich das immer eher heruntergezogen hat, wenn ich versucht habe, diese „höhere Gerechtigkeit“ zu erwarten. Für viele ist gerade der Glauben eine große Unterstützung in Krisen. Für mich hat es nicht funktioniert. Aber das trifft auch genau den Punkt mit dem endgültigen „richtig“ und „falsch“. Kann mich da Katharina nur anschließen. Es gibt immer nur ein persönliches „richtig“ und „falsch“. Was für den einen gut ist, muß es für den anderen noch lange nicht sein und umgekehrt. Tja, aber auch wenn es schön wäre, wenn man gegenseitig aus den verschiedenen Ansichten, Lebensweisen und Werten lernen würde, passiert auch das lange nicht immer. Es ist nichts, was man erwarten kann. Keine Garantie/Sicherheit/Gerechtigkeit, daß dem so kommt.

    Und ja, auch das mit der Zukunft und manchmal kommt alles anders als man denkt, kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Manchmal ist das ein Fluch – wenn unsere positiven Ziele und Vorfreude den Bach heruntergehen. Manchmal aber auch gut so, daß unsere schlimmsten Erwartungen eben nicht eintreffen und es eine überraschende Wende in der scheinbar ausweglosen Situation gibt. Als leidenschaftlicher Trekki zitiere ich da ganz gerne Captain Picard: „Ich betrachte die Zukunft lieber als etwas, das noch nicht in Stein gemeißelt ist.“

    Gleichzeitig habe ich jedoch mit der Zeit festgestellt (ich schreibe nämlich auch an einem längeren Artikel über absurde Sackgassen im Leben, woher Konflikte kommen, welche Rolle Werte und Glaubenssätze spielen, usw.), daß bei allem Optimismus und berechtigtem positiven Denken und Kritik an Negativität, jedoch auch das negative seinen Platz braucht. Nur weil es unwahrscheinlich ist (der Ausreißer aus der Statistik) heißt es nicht, daß es keine ausweglosen Situationen gibt. Man weiß es nicht vorher und sollte nicht automatisch davon ausgehen – aber sie zu verleugnen ist auch nicht fair. Ebenso ist es richtig, daß man nicht glücklich werden kann, wenn man nur in Passivität verharrt und sich in seine Probleme hineinsteigert. Aber, eine Zeit, in der man sich schlecht fühlt und über die Probleme redet, einfach nur Verständnis sucht und pausiert, weil man den Weg gerade nicht sieht und sich sammeln muß, damit man überhaupt wieder aktiv werden kann – muß es auch geben. Ich habe allerdings die schmerzliche Erfahrung gemacht, daß meistens die Leute (auch vermeindliche Freunde) gleich sofort mit Vorwürfen kommen und verlangen, daß man positiv und optimistisch sein soll oder man ja „nur nicht wolle“. Oder dergleichen. Das manifestiert die Situation leider. Wenn man sich nicht auch mal schlecht fühlen darf, fühlt man sich genau deshalb schlecht, was noch mehr Vorwürfe der anderen nach sich zieht. Ein sich selbstverstärkendes Prinzip. Daran sind mir schon einige Freundschaften kaputt gegangen.

    Alles, was sein MUSS, was erwartet wird, kann nicht mehr von alleine geschehen. Immer bleibt da der bittere Nachgeschmack von Zwang und Fremdbestimmtheit. Den anderen zu liebe, damit sie einen wenigstens noch atmen lassen. Das gilt auch für viele, viele „gut gemeinte Ratschläge“ – die vielleicht tatsächlich gut gemeint sind – aber letztlich bevormunden.

    LG, Shadowrose

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 16:37h, 19 Oktober Antworten

      Das finde ich einen sehr guten Punkt: Man muss sich selbst und anderen auch mal die Möglichkeit geben sich schlecht zu fühlen.
      Aber wann hat man lange genug gelitten? Wann kommt man von alleine nicht mehr heraus? Wann sollte man bei anderen eingreifen?
      Das ist oft nicht wirklich gut zu erkennen und so ist jede Hilfeleistung auch immer ein abtasten und neu ausrichten.

      Grüße, Katharina

  • Lauri
    Geschrieben um 07:44h, 07 November Antworten

    Deine Artikel sind echt Gold wert danke dafür? ich stecke Grad in einer depressiven Phasen mit verlustangstzuständen und dummen Gedanken wie wirst du gebraucht wirst du geliebt wie soll es morgen weitergehen ? deine Texte helfen mir Grad sehr ich habe vorher mein Leben bis ins Detail durchgeplant und versuche das jetzt ab zustellen in der Hoffnung das es bald wieder Berg auf geht ?

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 11:06h, 07 November Antworten

      Ich freue mich sehr, dass dir meine Artikel helfen. Wir haben nicht alles im Leben unter Kontrolle. Aber das soll uns nicht davon abhalten die Dinge, auf die wir einen Einfluss haben, anzugehen. Deine dummen Gedanken sind ein Beispiel dafür. Es ist zwar etwas anstrengend, aber gegen sie kannst du etwas machen, indem du immer wieder Gegenbeweise anführst und dich nicht von deinen Gedanken für „dumm“ verkaufen lässt 🙂
      Ich wünsche dir alles Gute.
      Katharina

  • Christina Karsten
    Geschrieben um 14:56h, 10 Dezember Antworten

    Ein sehr schöner Artikel. und wirklich sehr wahre Worte. Vielen Dank! Mich bringt das unfaire Verhalten von manchen Leuten manchmal unheimlich schnell auf die Palme und ich frage mich stets, wie kann das sein, dass ich den ganzen Frust von denen abkriege, obwohl ich dafür nichts kann, wenn bei denen was schief geht. Aber ich versuche zukünftig gelassener damit umzugehen, weil ich mir sage, eigentlich können einem diese verbitterten Menschen nur leid tun.

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 22:08h, 12 Dezember Antworten

      Da fällt mir das Zitat ein: „Wenn einer ein Problem mit mir hat, dann kann er es behalten. Ist schließlich sein’s!“
      Vielleicht auch ein hilfreicher Gedanke für die Zukunft.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Daniel Hans Jan Hinkelmann
    Geschrieben um 15:15h, 14 Februar Antworten

    Bei dem Punkt 2 muss ich nochmal nachhaken,denn ich glaube das was andere unter Perfektion ist falsch es gibt meiner Meinung nach sowas wie Perfektion,aber in anderer Form.In meinem Augen sind Menschen nur dann erst Perfekt,wenn sie mit sich in reinem sind,also in Harmonie sind.Ganz wichtig,wenn diese Menschen alles akzeptieren so wie ist und versuchen ihre Talente zu verbessern.

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 12:56h, 15 Februar Antworten

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Daran sieht man schon sehr schön, dass Perfektion subjektiv ist. Jeder versteht etwas anderes darunter und es gibt keine objektiven Kriterien, an die sich alle halten könnten.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Daniel Red
    Geschrieben um 16:17h, 22 März Antworten

    Tja ich kann mir eine ganze Menge darunter vorstellen und außerdem nichts ist in Stein gemeißelt sollten sie wissen es könnte noch jemanden geben,der soetwas irgendwann erreichen wird und vielleicht werde ich der sein:).Außerdem diese unerreichbaren Dinge gibt es nicht ohne Grund im Leben:)es wird mal jemanden geben,der so etwas schaffen wird.

  • Warum immer positiv Denken keine Lösung ist - Glücksdetektiv
    Geschrieben um 14:20h, 07 Juni Antworten

    […] müssen wir einfach anerkennen, dass wir nicht alles kontrollieren können. Manchmal müssen wir akzeptieren, dass unsere eigenen Fähigkeiten beschränkt sind. Und manchmal […]

  • Ulrike
    Geschrieben um 16:27h, 21 Januar Antworten

    Hallo meine Lieben,
    ich freue mich, Euch kennen zu lernen und Eure Gedanken zu lesen und habe eine Frage. Vor genau einem Jahr bin ich mit Brustkrebs diagnostiziert worden. Ich habe ein halbes Jahr Chemotherapie und 3 Monate Bestrahlung hinter mir. Diese Prozeduren habe ich einigermaßen gut überstanden, aber seit ich in der REHA war, geht es mir psychisch schlecht. Die 3 anderen Damen am Tisch hatten alle das 2. oder sogar das 3. Mal Krebs und nun habe ich Angst, dass es bei mir genauso kommt. Ich weiß, dass ich noch Krebszellen im Körper habe, deshalb ist das eine reale Situation und ich muss einfach damit rechnen, dass ein Rückfall passiert. Ich habe im letzten Jahr meine Schwiegertochter, meine Schwiegermutter und meinen Hund an Krebs verloren. Ich versuche, nicht darüber nachzudenken und mich zu beschäftigen, aber das körperliche Angstgefühl will nicht weg gehen. Ich habe es mit autogenem Training und Jakobscher Muskelentspannung versucht, aber das Gehirn lässt sich auch damit nicht so einfach ausknipsen. Die Wartezeit für eine Psychotherapie beträgt hier im Raum 1/2 bis ein Jahr. Wenn ich eine Strategie für diese Situation hätte und wüsste, wie ich das Problem lösen könnte, wäre ich dankbar. Hat jemand eine Idee, wie ich im Hier und Jetzt ohne Angst glücklich sein kann?

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 17:50h, 21 Januar Antworten

      Es gibt ein paar hilfreiche Strategien, um das Grübeln und Sorgenmachen abzuschalten. Ein bisschen was darüber erzähle ich in diesem Video: http://ytb.li/GDAngstUeberwinden
      Umfangreiche Anleitungen und Übungen erhältst du zudem in meinem Angstfrei-Kurs. Siehe: https://www.gluecksdetektiv.de/angstfrei

      Als Unterstützung bis zum Beginn einer Psychotherapie könntest du dich ggf. nach Selbsthilfegruppen umsehen (z.B. Gesprächsgruppen für Krebsbetroffene etc.) oder Beratungen bei deinem örtlichen Krisendienst bzw. sozialpsychiatrischen Dienst in Anspruch nehmen (meist kostenlos und oft auch anonym möglich).

      Liebe Grüße und alles Gute für dich,
      Katharina

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