Geduld lernen - Glücksdetektiv

Geduld lernen: Warum es so wichtig ist und 10 Tipps zur Soforthilfe

Bist du geduldig oder willst du alles in deinem Leben von jetzt auf gleich? Kannst du abwarten, wenn etwas länger dauert? Bleibst du ruhig, wenn du warten musst? Kommst du damit zurecht, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du sie dir erhoffst? Hier erfährst du, wie du Geduld lernen kannst und warum es dich weiterbringt.

Die Fähigkeit zu warten

Geduld ist die Fähigkeit warten zu können.

Geduld lernen - GlücksdetektivEs bedeutet, dass du deinen Schokoriegel nicht jetzt gleich brauchst, sondern noch einen Tag/eine Woche/ein Jahr auf die Befriedigung deiner Bedürfnisse verzichten kannst.

Aber ist Geduld lernen überhaupt erstrebenswert?

Ich erzähle dir doch ständig, dass du im Hier und Jetzt leben sollst und da ist es doch besser den Schokoriegel gleich zu genießen, oder?

An sich schon.

Aber nicht immer kriegen wir unseren Schokoriegel gleich. Manche Situationen verlangen uns Geduld ab, ob wir wollen oder nicht. Z.B.,

  • wenn wir im Supermarkt an der Kasse in einer ewig langen Schlange stehen und den Storno genauso abwarten müssen, wie den Umtausch, den Kassiererwechsel und das Öffnen der neuen Geldrollen
  • wenn wir an längeren Projekten arbeiten, die sich über Monate oder Jahre hinziehen und das Ziel in schier unerreichbar weiter Ferne liegt
  • wenn wir endlich etwas angehen wollen, aber die Dinge sich einfach nicht so schnell entwickeln, wie wir es gerne hätten
  • wenn die Bahn mal wieder Verspätung hat, weil es nieselt und wir plötzlich 45 Minuten auf dem Bahnsteig im Regen verbringen müssen
  • wenn wir vor großartigen Ideen, die wir umsetzen wollen, förmlich übersprudeln, aber vorher noch etwas Anderes zu Ende bringen müssen
  • wenn wir krank sind und draußen das Leben an uns vorbeiziehen sehen, während wir darauf warten auch wieder arbeiten, laufen, tanzen etc. zu können

In diesen Situationen ist es günstig nicht gleich auszurasten und durchzudrehen, sondern die Ruhe zu bewahren, geduldig und gelassen zu sein. Geduld lernen ist also angebracht.

Aber warum ist das so verdammt schwer?

Wir haben verlernt geduldig zu sein

Geduld lernen - GlücksdetektivVermutlich, weil wir verlernt haben geduldig zu sein. Wieso auch warten? Heutzutage kriege ich so gut wie alles, was ich will, sofort und gleich. Die meisten Sachen sind nicht mehr als einen Mausklick entfernt.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich früher für Schulreferate in die Bibliothek gestapft bin und nach meinem Wunschbuch gefragt habe. Und wenn das verliehen war, musste ich halt warten.

Heute erfahre ich alles, was ich wissen will innerhalb von Millisekunden aus dem Internet.

Ich kriege jedes Nahrungsmittel zu jeder Jahreszeit im Supermarkt. Und wenn mir nach Ladenschluss zu Hause einfällt, dass ich die Milch vergessen habe, bedeutet das nicht, dass es heute keine Pfannkuchen gibt. Ich bestelle mir die Milch dann einfach online und lasse sie mir eine Stunde später ins Haus liefern.

Wieso Geduld lernen, wenn ich es gewohnt bin alles jetzt und gleich zu bekommen?

Und zwar ohne Komplikationen.

Und weil es bei der Milch funktioniert, erwarte ich, dass es auch in jedem anderen Bereich meines Lebens so läuft.

Alles muss jederzeit zur Verfügung stehen. Alles muss einfach sein. Soll leicht sein. Ich will 10 Kilo in 3 Tagen verlieren. Aber auf keinen Fall bin ich bereit dafür ein halbes Jahr zu schuften.

Und dann die Sache mit dem Erfolg.

Geduld lernen - GlücksdetektivDer ist ja bekanntermaßen auch über Nacht möglich. Vom Student direkt zum Millionenbusiness. Selbst schuld, wenn du noch auf lange Ausbildungen und harte Arbeit setzt.

Nur, ganz so, wie es einem millionenfach versprochen wird, ist es dann doch nicht.

Erfolg über Nacht gibt es nicht.

Genauso wenig wie die Wunderpille, die dich in 3 Tagen 10 Kilo verlieren lässt.

Und weißt du, warum?

Weil viele Dinge, die Wert haben, nun einmal ihre Zeit brauchen.

Gut Ding will manchmal eben Weile haben

Also was tun?

  • Du kannst die Flinte ins Korn werfen und dich etwas Anderem zuwenden, weil deine erste Idee sich nicht nach wenigen Tagen ausgezahlt hat
  • Oder du bist geduldig und genügsam, findest dich damit ab, dass dein Weg steinig und lang ist und setzt deine Arbeit fort

Und hier wird schon klar, warum der Geduldige im Vorteil ist: Er gibt auch im Angesicht von Schwierigkeiten und Problemen nicht auf und verliert seine Ziele nicht aus den Augen.

Was passiert aber, wenn du ungeduldig bist?

Du gibst nicht nur schneller auf. Du setzt dich auch vorher stärker unter Druck.

Geduld lernen - GlücksdetektivDu machst dir selbst Stress und ständige Anspannung. Und dieser Druck zehrt an deiner körperlichen und seelischen Verfassung. Ständig gereizt zu sein und mit dir und deinem Leben zu hadern führt auch dazu, dass du dich schlecht konzentrieren kannst und so leichter Fehler machst.

Und dann wirst du dir selbst Vorwürfe machen und dich wieder darüber ärgern, dass die Dinge nicht nach deinem Ermessen laufen und dich noch mehr unter Druck setzen.

Und so dreht sich die Spirale immer weiter.

Das ist beim Bratkartoffeln machen nicht so tragisch. Aber wenn du ein längeres Projekt verfolgst oder die Zeit überbrücken musst, bis dein neues Leben losgehen kann, macht das einen enormen Unterschied.

Geduld lernen: 10 Tipps

Was kannst du also tun, um geduldiger zu werden? Wie kannst du Geduld lernen?

Zunächst gibt es ein paar Dinge, die du bereits im Vorfeld tun kannst, um Druck und Stress so gering wie möglich zu halten. Und die haben v.a. mit einer guten Planung und Gedankenarbeit zu tun.

  1. Zeitdruck verhindern, indem du dir Pufferzeiten etc. einrichtest
  2. Teilschritte für größere Projekte festlegen, damit du während dieser Zeit immer wieder Erfolgserlebnisse hast und nicht nur auf das eine, noch so fernliegende Ziel fokussierst
  3. Akzeptieren, dass die vor dir liegende Aufgabe Zeit benötigt
  4. Geduld lernen - GlücksdetektivÜbrigens: kein Mensch ist nur geduldig oder nur ungeduldig. Wir können in einem Bereich sehr geduldig und in einem anderen super ungeduldig sein. Z.B. ist bei uns mein Mann für das Braten von Fischstäbchen oder Bratkartoffeln zuständig, weil ich die Kartoffeln sonst halbroh essen würde. Dafür kann ich Projekte über längere Zeiträume verfolgen, während er gerne von einer Idee zur nächsten eilt. Finde also heraus, in welchen Bereichen du ungeduldig bist und arbeite konkret an diesen. Und im aktuellen Moment, wenn es brennt und der Geduldsfaden endgültig zu reißen droht?
  5. Merke, dass du ungeduldig bist und akzeptiere es: Kämpfe nicht dagegen an, sonst machst du dir nur noch mehr Druck. Begrüße deine Ungeduld lieber wie einen alten Bekannten
  6. Prüfe, ob dich die Ungeduld weiterbringt, weil sie dich eine unangenehme Situation schneller beenden lässt. Wenn sie es nicht tut, weiter zu Schritt 3
  7. Führe dir vor Augen, was die Ungeduld jetzt bringt bzw. anrichten wird: Höchstwahrscheinlich Druck und Stress, Ärger, Anspannung, schlechte Laune, Unzufriedenheit, Konzentrationsprobleme etc. Aber wird dadurch dein Problem kleiner? Wird das Projekt schneller fertig oder die Ampel schneller grün?
  8. Akzeptiere, dass die Dinge nicht vollständig in deiner Hand liegen: Du gibst dein Bestes und tust, was du kannst. Aber auch dir sind Grenzen gesetzt. Du kannst es nicht noch schneller und nicht noch besser tun. Genauso werden dir von außen Grenzen auferlegt, die du auch mit deiner gesamten Willenskraft nicht beeinflussen kannst
  9. Nutze die Zwischenzeit: Warten nervt v.a. deshalb, weil wir es als verschwendete Zeit betrachten und endlich fertig wollen werden. Aber verschwendete Zeit ist sie nur, wenn du sie verschwendest. Also nutze sie stattdessen. Freue dich über die zusätzliche Zeit, die du zum Lernen oder zur Entspannung gewinnst. Eine Zugverspätung gibt dir Zeit deine Notizen noch einmal durchzusehen oder mit deinem Buch voranzukommen. Das Warten aufs Projektfeedback gibt dir Zeit mal wieder ein paar soziale Kontakte zu pflegen und frühe Feierabende zu machen. So kannst du Energie für die Fortsetzung des Projekts tanken
  10. Geduld lernen - GlücksdetektivImitiere einen Mönch: wenn du das nächste Mal an der roten Ampel zu brodeln anfängst, stell dir einen Mönch vor. Ich kann mir beim besten Willen nicht einen Mönch vorstellen, der ungeduldig mit den Fingern auf das Lenkrad trommelt. Ich glaube, er würde stoisch und geduldig auf die Ampel gucken, ein leichtes Lächeln auf den Lippen und wäre ganz im Hier und Jetzt. Mach es wie er. Schauspielere es, wenn nötig. Sei ein Mönch 🙂

Ein Wort der Warnung:

Für mich hat das Konzept Geduld bzw. Geduld lernen auch einen negativen Beigeschmack. Denn heißt es nicht auch abzuwarten, passiv zu bleiben und zu hoffen, dass sich die Dinge von alleine klären?

Ist es wirklich immer sinnvoll geduldig zu sein oder führt das nur dazu, dass wir freiwillig länger in einem unangenehmen Zustand verharren?

Um das zu verhindern, halte ich es Curt Goetz, der diese pragmatisch wundervollen Worte verfasst hat:

„Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen, aber man sollte auch dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.“

In diesem Sinne… schreib mir in die Kommentare, in welchen Situationen du die Geduld verlierst und was du dagegen unternimmst? Und wenn einer mal einen ungeduldigen Mönch erlebt hat, immer raus damit 😉

28 Kommentare
  • Markus
    Geschrieben um 07:45h, 14 November Antworten

    Hallo Katharina

    Deinem Artikel kann ich nur zustimmen. In unserer schnelllebigen Welt nehmen wir alles als gegeben hin. Warten können wir kaum noch. Alles muss schneller geht. Das erzeugt einen enormen Druck. Geduldig sein bedeutet auch ein wenig Abstand zu gewinnen und Vertrauen zu haben, dass man erhält wofür man arbeitet.

    Kinder können einem helfen sich in Geduld zu üben sofern man sich auf die Kinder einlässt.

    Lieben Gruss
    Markus

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 23:24h, 14 November Antworten

      Kinder können einem tatsächlich helfen geduldiger zu werden. Ich finde es schon immer genial zu beobachten, wie langsam die Eltern auf der Straße vorwärts kommen, wenn ein kleines Kind dabei ist. Denn natürlich hält das Kind überall an, fasst dies an, bestaunt das, dreht zwischendrin einfach mal um oder setzt sich auf den Bürgersteig 🙂

      Das ist ganz großes Kino und eine ungeheure Geduldsprobe. Nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Zuschauer des Spektakels 🙂

      LG, Katharina

  • Hella Rabl
    Geschrieben um 13:40h, 14 November Antworten

    Ich kann ganz gut warten, muss aber immer aufpassen , nicht in Aphatie zu verfallen..
    Liebe Grüße
    Helga

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 23:21h, 14 November Antworten

      Das ist dann die Gefahr auf der anderen Seite der Skala, nicht wahr? Lieben Dank für deinen Kommentar Helga!

      Viele Grüße, Katharina

  • Jan
    Geschrieben um 17:13h, 15 November Antworten

    Manchmal bleibt einem ja nichts anderes übrig, als zu warten, zum Beispiel bei einer langen Schlange an der Supermarktkasse. Da geht es dann nur darum, wie gut man das Warten erträgt.
    Richtig doof wird Ungeduld eher dann, wenn man die Wahl hat und sich gegen das Warten entscheidet, obwohl zu warten klar die bessere Wahl wäre.
    Ich selbst bin zum Glück recht gut darin, zu warten. Vielleicht ein wenig zu gut manchmal 😉

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:12h, 17 November Antworten

      „ein wenig zu gut im Warten“? 🙂
      Das ist die Gefahr, auf die ich hingewiesen habe. Warten kann auch in Passivität umschlagen und dann führt sie womöglich zum Ertragen von negativen Situationen, aus denen wir uns eigentlich viel früher hätten befreien können.

      LG, Katharina

  • Chrissi
    Geschrieben um 13:44h, 19 November Antworten

    Hallo Katharina!
    Ungeduld – da fühle ich mich definitiv angesprochen…
    DIe Idee mit dem Mönch klingt so absurd wie einfach. Ich kann mir aber total gut vorstellen, dass das klappt.

    Deinen Satz „Akzeptieren, dass die vor dir liegende Aufgabe Zeit benötigt“ finde ich besonders interessant. Das war mir so noch nie bewusst, aber ich wette, wenn man sich klar macht, dass gewisse Aufgaben eben eine gewisse Zeit benötigen, wird man automatisch entspannter. Ich werds jedenfalls ausprobieren 😀

    Ansonsten kann ich deinem Schlusssatz nur aus tiefstem Herzen zustimmen: Nicht immer ist Warten und „auf-mich-zukommen-lassen“ die richtige Entscheidung. Aber da müssen wir vermutlich selbst entscheiden, was uns wie wichtig ist.

    Alles Liebe,
    Chrissi

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:54h, 21 November Antworten

      Vielen Dank für deinen Kommentar Chrissi.
      Lass mich wissen, wie das mit der Mönchs-Vorstellung geklappt hat. Ich werde es bei mir selbst auch versuchen, denn die Idee kam mir ehrlich gesagt direkt beim Schreiben.

      LG, Katharina

  • Joh Bruns
    Geschrieben um 20:03h, 03 Dezember Antworten

    Schöner Artikel! Ich finde es sehr wichtig, regelmäßig zu meditieren, um sich in Geduld zu üben. Eine tolle Anleitung zur Meditation gibt es hier: http://www.love-life.de/sich-selbst-finden/

    Liebe Grüße, Joh

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 12:37h, 05 Dezember Antworten

      Meditation zu erlernen ist auf jeden Fall schon eine Geduldsprobe für sich 🙂

  • Manuela
    Geschrieben um 11:15h, 30 Januar Antworten

    Ein sehr guter Blog. Der hat mich zum Nachdenken inspiriert. Ich bin schon ein älteres Semester und habe die Erfahrung gemacht, dass Mann/Frau geduldiger wird im Alter. Die Jugend ist der Ungeduld ausgesetzt aufgrund der immer wachsenden Erwartungen. Somit finde ich diese Tips sehr gut.

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 19:18h, 30 Januar Antworten

      Das freut mich sehr 🙂
      Meinst du, es hat mit der wachsenden Erfahrung zu tun, dass Menschen im Alter geduldiger werden? Sie bringt nichts mehr so schnell aus der Ruhe und sie wissen, dass die meisten Dinge eh nicht so bedeutend sind, wie wir es auf den ersten Blick vermuten?

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Lara Niesbuch
    Geschrieben um 16:29h, 28 April Antworten

    Sehr schöner Beitrag.

    Geduld ist mit das wichtigste, wenn man langfristig seine Ziele erreichen

    und sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Es stimmt aber auch, dass

    unsere Gesellschaft und eben auch wir das geduldig sein mehr und mehr verlernen, weil heutzutage vieles

    eben schon Knopfdruck geht.

    Bis auf eines: Nachhaltige Veränderung.

    Die dauert und erfordert Geduld.

    Viel Grüße

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:44h, 02 Mai Antworten

      Da gebe ich dir vollkommen Recht.
      Veränderungen brauchen ihre Zeit. Deswegen funktionieren diese ganzen „Wundermittel“ ja auch nicht („10 Kilo in 1 Woche“, „in einem Monat zum Internetmillionär“ etc).

      LG, Katharina

  • Mascha
    Geschrieben um 22:35h, 15 September Antworten

    Ich habe gerne den Artikel gelesen. Ich leide gerade sehr unter meinem (selbstgewählten) Hausfrauendasein mit 2 Kindern, 3,5 und beinah 6. Aus verschiedenen Gründen, die sich nicht ändern lassen momentan bleibt der Junge noch bis April 2019 bei mir (bis auf 2 Vormittage Kindergarten) und mir fällt es Ultra schwer, immer in Kindergesellschaft zu sein. Ich werde ungeduldig und aggressiv davon. Warum? Weil ich ständig unterbrochen werde und fremdbestimmt bin. Wie kann ich die Situation in mir ändern? Ich verschaffe mir so oft es geht Pausen, auch mein Partner kümmert sich viel und doch fordert es so dermassen viel von mir und ich würde es so gern gelassen nehmen und es akzeptieren. Es ist doch nur eine Phase… und doch werde ich halb wahnsinnig davon, Dieses ständige auf Abruf sein ist wie Folter für mich. Lieben Gruss, Mascha

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 18:19h, 18 September Antworten

      Liebe Mascha,

      es klingt danach, als vermisst du es unter Erwachsenen zu sein und auch mal wieder Erwachsenen-Dinge zu tun. Gibt es da eine Möglichkeit, wie du den Kontakt zu anderen Eltern, Freunden etc. wieder herstellen kannst? Was ist mit gemeinsamen Spieltreffen der Kinder, bei denen du mit den Eltern quatschen kannst? Vielleicht hast du auch die Möglichkeit stärker als bisher Grenzen zu setzen und dir z.B. unterbrechungsfreie Zeiten zu verschaffen, wenn du etwas liest oder telefonierst?

      Hör dich ruhig auch mal bei anderen Eltern um, auf dem Spielplatz, in der Kita/Schule oder in spezifischen Elternforen. Bestimmt gibt es da noch einen Trick, den du abgreifen kannst.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Selin
    Geschrieben um 21:37h, 18 November Antworten

    Hallo Katharina,
    ich bin so ungeduldig es ist einfach so schlimm ich beneide die menschen die es sein können. Sogar wen ich esse ich esse do schnell weil ich so ungeduldig bin das dich endlich mein magen füllt es hört sich bescheuert an aber es ist wirklich so ! Es gibt sachen wo ich gezwungen bin zu warten und es bringt mich einfach zum durchdrehen ich bin angespannt und in stress meine knochen muskeln tuen weh weil ich leider total angespannt bin ich will mich gerne einfach nur anlehnen und relaxen aber leider geht das nicht das warten ist einfach die hölle oder warten zu lassen.
    Hhast wirklich sehr schön geschrieben versuche geduldig zusein es zu lernen aber es ist einfach so schwierig dabei zu entspannen oder ruhig zu bleiben.

    Gruss selin

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 19:58h, 19 November Antworten

      Hallo Selin,

      kann es sein, dass du in deiner Kindheit immer dazu angetrieben wurdest schnell zu sein und dich zu beeilen?
      Oft übernehmen wir einen solchen Antreiber aus der Kindheit und wer schon früh gelernt hat, dass er sich immer beeilen muss, der tut sich später umso schwerer damit, sich (und anderen) Zeit zu geben.
      Hier mehr dazu: https://www.gluecksdetektiv.de/innere-antreiber

      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Ulla
    Geschrieben um 10:36h, 05 Januar Antworten

    Ein schöner Artikel, ich bin eigentlich in vielen Dingen geduldig außer es geht um die Liebe wie jetzt grade . Mein Wunschpartner hat versprochen sich zu melden und ich warte regelrecht seit dem jeden Tag auf eine Nachricht von ihm.ich muss mich so beherrschen das ich ihm nicht schreibe das es mich verrückt macht ,es lässt mich sogar zweifeln an seinen Worten mir gegenüber. Muss dazu sagen er hat sehr viele Probleme und ich war da er hat sich jetzt Hilfe gesucht finde ich auch super aber seit dem hab ich das Gefühl das er mich weg geschoben hat, manchmal ignoriert er sogar meine Nachrichten. Wie kann ich da geduldig werden oder sollte ich in dem Fall ihn einfach vergessen?

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 17:04h, 07 Januar Antworten

      So pauschal lässt sich das leider nicht beantworten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es dich irgendwann mehr quält als hoffen lässt, auf eine Antwort zu warten. Ob er es dann nicht kann oder nicht will ist im Grunde nebensächlich, weil es für dich v.a. darauf ankommt, wie lange es dir mit der Situation gut geht.

      LG, Katharina

  • Tabea
    Geschrieben um 19:01h, 19 März Antworten

    Was für ein schöner und hilfreicher Artikel!

    Mein Freund, der weit weg von mir wohnt, ist immer wieder im Krankenhaus und ich kann nicht bei ihm sein. Oft genug fallen unsere Verabredungen aus, weil er länger oder unerwartet im Krankenhaus bleiben muss.
    Das frustriert, weil wir nie wissen, wie lange wir aufeinander warten müssen.

    Ich ertrage es leichter, wenn ich nen Zeitpunkt weiß, gerade das Warten ohne Ende macht es mir sehr schwer.

    Ich wäre für ihn gerne geduldiger. Seufz

    Trotzdem ganz lieben Dank für diese Zeilen! <3

  • Martin
    Geschrieben um 13:18h, 08 Mai Antworten

    Aktuell schaue ich den Regentropfen zu wie diese zu Boden fallen und halte es nur schwer aus zum Thema Geduld… Ich leide seit Anfangs 2019 an Angststörungen und habe schon sehr vieles ausprobiert und nichts hat bis jetzt Besserung gegeben. Vor 3 Wochen habe ich eine neue Therapie begonnen von der ich überzeugt bin dass diese hilft da ich ein paar Tage später zwei sehr gute Tage hatte wo ich mich geheilt gefühlt habe.. Nun leider ist das gute Gefühl wieder verflogen und ich weiss nicht wann es langfristig besser wird und ich endlich mein Leben wieder mit Freude gestalten kann! Diese Ungewissheit ist meine grösste Geduldsprobe in meinem Leben! Grüsse Martin

    • Glücksdetektiv
      Geschrieben um 17:58h, 17 Mai Antworten

      Das glaube ich dir sofort. Allerdings würde es an einem Wunder grenzen eine Angststörung innerhalb von wenigen Tagen zu überwinden. Diese Dinge brauchen ein wenig Zeit. Wenn du etwas ganz lange auf eine bestimmte Art und Weise gemacht hast, dann kannst du damit nicht von heute auf morgen aufhören. Aber jeder Tag ist eine weitere Möglichkeit das neue Verhalten zu üben und somit kann es jeden Tag ein kleines Stückchen besser werden. Das wird sich anfangs vermutlich nicht so anfühlen – und es wird auch immer wieder Rückschläge geben – aber irgendwann kommt der Moment, an dem du merkst, es geht heute besser als in der Vergangenheit. Ich wünsche dir, dass dieser Moment schon sehr bald für dich kommt.

      Alles Liebe,
      Katharina

  • Jana
    Geschrieben um 18:12h, 09 Juni Antworten

    Liebe Katharina, ich habe vor zehn Tagen die Geduld mit meinem Freund verloren und einfach mit ihm Schluss gemacht, obwohl ich ihn sehr liebe. Der Grund war, dass er sich zu wenig Zeit für mich genommen hat, wir konnten uns nur ein Mal in der Woche sehen. Es schien mir, dass er kaum Kontakt zu mir braucht und ich ständig Sehnsucht nach ihm hatte. Die Sehnsucht ist aber geblieben und die Liebe auch. Was hätte ich in der Situation tun können, um Geduld mit ihm zu haben?

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 20:37h, 20 Juni Antworten

      Das klingt für mich danach, als hättest du durch das Schlussmachen einfach deinen Unmut zum Ausdruck gebracht. An Unmut kann man jedoch arbeiten. Das muss kein Grund zum Schlussmachen sein. Voraussetzung ist, dass beide gewillt sind an der Beziehung zu arbeiten, also daran, dass ihr beide zufrieden seid. Wenn die Bedürfnisse aber ganz auseinandergehen, weil ihr unterschiedliche Vorstellungen davon habt, wie viel Nähe es in der Beziehung geben sollte, dann hat es auch nichts mit Geduld oder Ungeduld zu tun die Beziehung zu beenden, sondern einfach damit, dass ihr in diesem wichtigen Bereich nicht zusammenpasst.

      Ich wünsche dir/euch alles Gute.
      Liebe Grüße,
      Katharina

  • Daniel Hans Jan Hinkelmann
    Geschrieben um 18:46h, 14 Juni Antworten

    Tja,wenn ich ehrlich sein soll,ich bin auch ungeduldig und zwar in der Schule,denn ich warte darauf in die Berufsfachschule 2 zu kommen,aber man befürchtet das wird nicht mehr der Fall sein. Man hat mir die
    3.Jährige Berufsfachschule als Chance für die Mittlere Reife gegeben und ich will dann Abitur machen danach,wegen Studium usw.

    In solchen Sachen bin ich ungeduldig.

  • Anett Hartmann
    Geschrieben um 14:02h, 25 Juni Antworten

    Ich möchte euch auch mal schreiben, denn ich bin momentan auch extrem ungeduldig. Stecke in einem tiefen Liebeskummer fest. Meine große Liebe hat vor 6 Wochen unsere Beziehung beendet. Es gab nichts vorher, was das hätte erahnen können. Er kann mir auch keinen Grund nennen, nur das sein Herz nicht mehr so ganz bei mir war. Ich vermute er steckt in einer tiefen Sinnkrise gemischt mit einer Mitlifecrisses. Er ist 50 geworden. Als er Schluß gemacht hat, gab und gibt es noch eine 16Jahre Jüngere am Start. Wir hatten trotz allem noch relativ guten Kontakt und habe und auch noch ein paar Mal gesehen, weil die Verbindung zwischen uns schon recht besonders und intensiv war. Keiner im Umfeld kann verstehen, was da und was mit ihm passiert ist. Alle glauben, dass das mit der Neuen auf Dauer nicht funktioniert und es durchaus sein kann, dass wir vielleicht nochmal zusammen kommen. Aber es wurde mir auch gesagt, dass ich da definitv Geduld haben muss und das fällt mir extrem schwer, da der Schmerz recht groß ist und ich nicht loslassen kann.
    Liebe Grüße Anett

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