unter Druck setzen - Glücksdetektiv

Schluss damit! – Warum du dich nicht mehr unter Druck setzen solltest

Kennst du das auch von dir? Das Bedürfnis, alles richtig machen zu wollen? Und führt es bei dir auch dazu, dass du dich enorm unter Druck setzt, weil diese eine Sache auf Gedeih und Verderb klappen muss? Schenke mir fünf Minuten und du erfährst, warum du dich nicht mehr so unter Druck setzen solltest.

Erwartungen, die unter Druck setzen

Ich erlebe es immer wieder bei Glückssuchenden, dass sie sich völlig auf eine Sache versteifen:

Da gibt es Personen, denen es eigentlich ganz gut geht, die aber im Internet gelesen haben, dass sie unbedingt ihre Leidenschaft finden müssen um wahrhaft glücklich zu sein. Also fragen sie mich, wie sie diese Leidenschaft finden können. Und dann geht es los:

  • Wie fühlt es sich an, wenn man eine wirkliche Leidenschaft gefunden hat?
  • Was wenn ich keine habe?
  • Ich mache das und das ganz gerne, aber ist das jetzt eine richtige Leidenschaft?

Sie lassen sich wahnsinnig unter Druck setzen, weil sie unbedingt alles richtigmachen wollen.

unter Druck setzen - GlücksdetektivUnd dabei geht ihre Lebensfreude völlig verloren. Dinge, die ihnen früher Spaß gemacht haben, tun es jetzt nicht mehr, weil sie ihnen nicht wichtig genug für eine „wahre“ Leidenschaft erscheinen.

Und auf etwas Anderes können sie sich gar nicht mehr konzentrieren, denn es muss ja erstmal diese Leidenschaft gefunden werden, von der immer alle reden. Alles verengt sich auf dieses eine Problem, dass bis vor wenigen Monaten noch gar nicht bestanden hatte.

Das Gleiche passiert bei vielen, die auf der Suche nach ihrer Lebensaufgabe sind.

Natürlich ist das Bedürfnis eine Aufgabe zu finden, die einem Freude bereitet und für die man brennt, absolut nachvollziehbar. Aber auch hier erlebe ich immer wieder, dass viel zu viel Druck aufgebaut wird.

Da heißt es dann, ich muss jetzt diese eine Sache finden, die ich für den Rest meines Lebens machen möchte und die mich garantiert immer glücklich machen wird.

Und das ist ein viel zu hoher Anspruch, an dem jede Überlegung scheitern muss.

  • Denn woher weiß ich denn, ob mich Pflanzen genug interessieren, dass ich Biologie studieren und danach noch 40 Jahre als Botaniker arbeiten will?
  • Und was, wenn ich nach dem Studium keine Lust mehr auf den Job habe?
  • Und was, wenn ich in zwei Jahren meine Begeisterung für das Tanzen entdecke?
  • Kann ich mir wirklich vorstellen, dass ich die nächsten 50 Jahre nichts lieber täte, als Pflanzen zu katalogisieren?

Natürlich können wir diese Fragen niemals mit Sicherheit beantworten, weil wir die Zukunft nicht vorhersagen können.

Und weil das so ist, erscheint uns unser Interesse für Pflanzen nicht ausreichend genug, um tatsächlich unsere wahre Berufung zu sein.

Also suchen wir weiter und lassen uns weiter unter Druck setzen.

unter Druck setzen - GlücksdetektivAnderes Beispiel:

Ich habe vor anderthalb Jahren geheiratet. Und seither überfallen mich immer mal wieder Ängste, dass diese Ehe nicht für immer halten könnte.

Ich merke dann, wie ich mich unter Druck setze, dass sie unbedingt halten muss.

Ich höre von anderen Paaren, die auseinandergegangen sind, Scheidungen, die nach zwei Jahren Ehe eingereicht worden sind und all das verstärkt den Druck noch mehr.

Bei mir muss die Ehe unbedingt halten. Aber was, …:

  • … wenn sie nicht hält?
  • … wenn wir uns in einem Jahr nicht mehr lieben?
  • … wenn wir Kinder kriegen und uns dann trennen?
  • … wenn ich mit 40 eine geschiedene Frau bin?

All diese Sorgen können nicht im Geringsten beeinflussen, ob diese Ehe halten wird oder nicht. Aber sie halten mich davon ab, zu genießen, was ich jetzt gerade habe.

Und das ist das Problem: Wir wollen so sehr alles richtigmachen und glücklich sein, dass wir einen enormen Druck aufbauen, der uns im Endeffekt davon abhält wirklich glücklich zu sein.

Alles ist ständig im Wandel

unter Druck setzen - GlücksdetektivDie Sache ist doch die: Wir verändern uns stetig.

Unsere Ziele und Prioritäten verändern sich über die Zeit. Früher wollte ich mal Haiforscherin werden. Heute will ich das nicht mehr.

Jetzt bin ich glücklich damit, dein Glücksdetektiv zu sein. Aber ob ich das in fünf Jahren noch sein werde …?

Ich weiß es nicht.

Unsere Werte verändern sich. Mir ist Unabhängigkeit heute viel wichtiger als früher. Und vielleicht bin ich in fünf Jahren der absolute Familienmensch.

Wir verändern uns nun einmal und alles ist ständig im Fluss.

Deswegen kann niemand die Zukunft vorhersagen.

Und deswegen kannst du dir niemals sicher sein, ob etwas, das du jetzt magst oder liebst, für immer so sein wird.

Und du hast niemals eine Garantie darauf, dass die Dinge, die jetzt so gut laufen, so bleiben werden.

Das ist traurig. Aber es birgt auch eine große Chance.

Und zwar die, den Druck abzulassen.

Denn weil du die Zukunft nicht vorhersagen kannst, kannst du immer nur die zum jetzigen Zeitpunkt beste Entscheidung fällen.

Du gibst jetzt dein Bestes und das ist ausreichend.

Im Hier und jetzt leben

unter Druck setzen - GlücksdetektivWenn du also auf der Suche nach deiner Leidenschaft bist, dann überlege dir, was dich jetzt glücklich macht. Was tut dir jetzt gut? Was interessiert dich gerade? Womit beschäftigst du dich zurzeit gerne? Was ist dir in den letzten Monaten wichtig gewesen?

Frag dich nicht, ob es für immer so sein wird.

Frag dich nicht, ob es in fünf Jahren noch so sein wird.

Das wirst du nie wissen.

Aber du weißt, wie es jetzt gerade ist.

Und wenn deine Entscheidung ein Jahr später wieder nichtig ist, dann ist das halt so.

Deine Leidenschaft bleibt vielleicht nicht für immer. Aber um dieses Problem kannst du dich kümmern, wenn es soweit ist und nicht jetzt schon, wo das Problem noch nicht einmal existiert.

Das ist auch ein wichtiger Aspekt von Leben im Hier und Jetzt: Die Gegenwart ist das, was zählt.

Wenn ich jetzt also glücklich in meiner Beziehung bin, dann muss ich mir keine Sorgen darübermachen, dass es bald anders sein könnte. Ich muss keine Angst davor haben, dass ich in fünf Jahren nicht mehr mit meinem Mann zusammen sein könnte.

Alles, was ich wissen muss ist, ob ich jetzt mit ihm zusammen sein will.

Und wenn die Antwort „ja“ lautet, dann ist ja alles klar.

Den Druck rausnehmen

unter Druck setzen - GlücksdetektivUnd wenn du dir das bewusstmachst, dann verlieren viele Entscheidungen, vor denen du gerade stehst, ihre Tragweite. Denn du musst nicht wissen, was du für den Rest deines Lebens willst und brauchst, sondern nur, was du jetzt gerade in den nächsten Monaten willst und brauchst.

Und wenn du wieder in eine neue Lebensphase eintrittst, wenn sich deine Werte und Ziele wieder verändern, dann entscheidest du eben erneut.

Mit all den Informationen, die du dann darüber hast.

Hab also keine Angst mehr vor der Zukunft.

Du bist bis hierhin klargekommen und du wirst es auch weiterhin tun.

In dem du einen Schritt nach dem anderen gehst.

Indem du dich nicht mehr so unter Druck setzen lässt.

Indem du in der Gegenwart lebst und das Beste aus dem machst, was dir gerade zur Verfügung steht.

Wenn du das ähnlich siehst, dann teile meine Artikel doch mit den Freunden, Verwandten und Kollegen, damit wir uns bald alle ein bisschen weniger unter Druck setzen.

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8 Kommentare
  • Andrea
    schrieb um 10:33h, 15 Februar Antworten

    Ich sage einfach mal „Danke!“. Dieser Beitrag kommt genau zur richtigen Zeit, trifft mich bis ins Mark – und das ist gut so. 😉 Danke, Katharina!

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 16:59h, 15 Februar Antworten

      Das ist wunderbar!

      Vielen Dank für die Rückmeldung und alles Liebe,
      Katharina

  • christa
    schrieb um 10:51h, 15 Februar Antworten

    Hallo, das macht vieles leichter. Nur wenn es eine weitreichende Entscheidung ist und nicht nur mich betrifft, was dann?
    Aber es gibt auch viele kleinere Sachen, die man so „entschärfen“ kann. Das macht die Sache ja dann schon mal besser.
    Dankeschön

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 16:58h, 15 Februar Antworten

      Wenn die Entscheidung nicht nur dich betrifft, sondern vielleicht auch deinen Partner oder deine Kinder, ist der Druck natürlich noch einmal höher.
      Trotzdem kannst du im Grunde auch hier wieder nur das Gleiche machen: die zum jetzigen Zeitpunkt beste Entscheidung treffen.
      Wir sind halt nur Menschen und können nicht verhindern, dass manches, trotz unserer besten Absichten und Bemühungen, nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben.

      Alles Liebe,
      Katharina

  • Mirko Schmidt
    schrieb um 20:48h, 15 Februar Antworten

    Besser kann man es nicht in Worte fassen. Das ist das Leben und nicht anders, wenn es einem ersteinmal bewusst ist, lebt es sich leichter. Man kann bei keiner Entscheidung wissen ob es jemals die absolut richtige ist. Wenn man immer versucht den perfekten richtigen Weg zu gehen beraubt man sich des Lebens. Ausprobieren , sich verändern, andere Wege gehen, Scheitern und wieder aufstehen, die Kinder machen es einen vor, das ist das wahre Leben. Mal klappt es besser , mal schlechter. . Das beste versuchen, aber nicht nach dem perfekten Streben, nicht verkrampfen , und nicht Glauben das bei anderen alles perfekt ist, nur weil es so scheint zu sein. Das Leben ist ständig in Veränderung , und das ist auch gut so…….,,,,, Mit freundlichen Grüßen Mirko Schmidt

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 20:07h, 16 Februar Antworten

      Lieber Mirko,

      sehr schön gesagt und absolut richtig!
      Auf diese Weise klingt es auch gar nicht mehr so schlimm, sondern eher nach etwas, in das man sich gerne hineinstürzen und mit dem man gerne herumexperimentieren würde.

      LG, Katharina

  • Bea
    schrieb um 17:39h, 23 Februar Antworten

    Liebe Katharina, Du hast sicher recht, dass man sich nicht unter Druck setzen und stattdessen die kleinen Freuden des Alltags genießen soll, auch wenn nicht alles sicher und perfekt ist.
    Nicht mehr nach meiner Berufung oder Aufgabe zu suchen, würde aber bedeuten, dass ich mich selbst abschreibe und resigniere. Ich bin nun seit 30 mit dem Abi fertig und seit damals nicht in der Lage, etwas zu finden, das mich begeistert und längere Zeit glücklich macht und auch einen Sinn ergibt. Ich bin immer berufstätig gewesen, habe verschiedene Jobs ausprobiert, aber ich merke, wie nach und nach meine Kräfte nachlassen und die depressiven Zeiten länger werden. Meine Aufgaben im Beruf erfülle ich so gut wie möglich (zur Zufriedenheit meiner Chefs, nur nicht meiner eigenen), aber sie bedeuten mir nichts und rauben mir Kraft, statt mich zu erfüllen. Was schlägst Du denn vor, wie ich vorgehen soll? Schon mein Alter setzt mich zunehmend unter Druck. LG Bea

    • Glücksdetektiv
      schrieb um 09:56h, 25 Februar Antworten

      Liebe Bea,

      diese Situation ist natürlich sehr kräftezehrend.
      Ich meine auch nicht, dass du damit aufhören solltest, nach etwas zu suchen, das dich mit Freude erfüllt. Nur oftmals setzen wir uns dabei zu sehr unter Druck und das macht das Ganze nicht leichter, sondern schwerer.
      Etwas zu finden, das einen mit Freude bereitet sollte ja keine Arbeit sein, sondern ganz natürlich entstehen, weil man seinen Interessen folgt und neugierig bleibt.

      Vielleicht kannst du dir ja mal eine Woche Urlaub nehmen und dann zwei Tage zur Ruhe kommen und die restliche Zeit darauf verwenden, neue Dinge auszuprobieren, an neue Orte zu gehen und neue Menschen kennenzulernen. So etwas kann dir nicht nur wieder neue Energie verschaffen sondern dir womöglich auch eine ganz neue Richtung aufzeigen, in die du dich entwickeln möchtest.

      Alles Liebe,
      Katharina

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