Denkfehler - Glücksdetektiv

5 Denkfehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Ist dir bewusst, dass du dich durch deine eigenen – fehlerhaften – Gedanken oft unglücklich machst? Wir tappen nämlich ganz gerne mal in bestimmte Denkfallen, also fehlerhafte Bewertungen. Diese können unser Wohlbefinden stark belasten und zu Ängsten und Depressionen führen. Welche 5 Denkfehler du unbedingt vermeiden solltest, erfährst du hier.

Achtung: Falsches Denken

Denkfehler - GlücksdetektivMenschen sind Gewohnheitstiere. Deswegen bewerten wir Situationen häufig ähnlich und reagieren nach einem vergleichbaren Muster. Einem Denkmuster, dass wir im Lauf des Lebens gelernt haben. Das wenden wir dann immer wieder an, weswegen wir auch immer wieder ähnliche Erfahrungen machen. 

So entsteht der Eindruck, wir könnten uns nicht ändern.

Können wir aber. Dass setzt jedoch voraus, dass wir uns dieser Muster bewusst werden und sie gezielt durchbrechen!

Gerade unser Denken hat weitreichenden Einfluss auf unser Wohlbefinden und unser Leben als Ganzes. Tappen wir hier in die folgenden Denkfehler entstehen Abwärtsspiralen, die für viele emotionale Probleme, wie z.B. Ängste und Depressionen verantwortlich sind.

Der Psychologe Aaron T. Beck, der „Vater“ der kognitiven Verhaltenstherapie, fand zum Beispiel heraus, dass Menschen, die zu Depressionen neigen, besondere Denkstile an den Tag legen. Sie personalisieren („Mir passiert etwas…“), Sie generalisieren („Alles ist immer schlecht…“) und sie katastrophisieren (ein kleines Missgeschick wird als katastrophaler Fehler gesehen).

Daher ist eines der wichtigsten Ziele in der kognitiven Verhaltenstherapie, diese Formen des negativen Denkens zu erkennen und zu verändern.

Irrationale Gedanken

Denkfehler - Glücksdetektiv

Auch Albert Ellis, der Begründer der rational emotiven Therapie, war überzeugt, dass ein beachtlicher Teil psychologischer Probleme irrationalen Gedanken geschuldet ist. Irrational meint hier, dass sie zu »unangemessenen« Emotionen und Verhaltensweisen führen (wie z.B. starker Angst, Depression, Abhängigkeiten etc.), die das Individuum subjektiv belasten und die es an der Verwirklichung seiner persönlichen Lebensziele hindern.

Diese Denkfallen wurden später von anderen Psychologen ausgeweitet. Die 5 wichtigsten Denkfallen möchte ich dir heute vorstellen.

Das sind die 5 wichtigsten Denkfehler

Hast du dich in dem ein oder anderen Denkfehler wiedererkannt?

Wenn ja, mach dir klar, dass es sich lediglich um ein Muster handelt, auf das du gewohnheitsmäßig zurückgreifst. Das macht deine Gedanken aber noch lange nicht wahr. Versuch ein Schritt zurückzutreten und deinen Tunnelblick zu erweitern.

Denkfehler loswerden

Die Gesamtsituation lässt sich mit folgenden Fragen erkennen:

  • Auf Grund von welchen Argumenten bist du zu dieser Einschätzung gekommen?
  • Welche Argumente sprechen gegen diese Annahme?
  • Wie realistisch ist deine Einschätzung?
  • Zählen alle Argumente gleich viel oder gewichtest du manches mehr als anderes?
  • Wie könnten andere die Situation wahrnehmen?
  • Mach dir klar, dass deine Gedanken sich von den Tatsachen unterscheiden können. Bestimmt kennst du auch Situationen, in denen alles ganz anders gekommen ist, als du es angenommen hast.

Weitere Tipps zum Umgang mit deinen Gedanken findest du hier:

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2 Kommentare
  • Annabel
    Geschrieben um 09:14h, 11 September Antworten

    Hallo Katharina,

    danke für die anschaulichen Beispiele und die Anregungen im Umgang mit diesen gemeinen Denkfehlern.

    Es ist gar nicht immer so einfach in solchen Situationen klare Gedanken zu fassen. Ich kann ein Lied davon singen. Insbesondere das Katastrophisieren und das Personalisieren liegen mir grandios.

    Ich erinnere mich daran, dass ich mal zu spät in eine Vorprüfung kam. Das erschien mir so katastrophal, dass ich sie am liebsten ganz sausen lassen wollte. Es war mir so unendlich peinlich. Ich dachte mir, ich würde aufgrund der Störung den Unmut der anderen Prüfungsteilnehmer auf mich ziehen (inklusive des Schmeißens mit Äpfeln, Federmäppchen oder was sonst so greifbar war). Vielleicht bekäme ich Ärger (vor versammelter Mannschaft) oder dürfte gar nicht mehr teilnehmen (und müsste das Land aus Scham verlassen).

    Nichtsdestotrotz betrat ich mit viel Überwindung und nach dem Motto „Augen zu und durch“ den Prüfungsraum, wo alle anderen natürlich schon konzentriert über ihre Aufgaben saßen. Letztendlich war alles halb so schlimm. Ich nahm Platz und bekam mit freundlichem Blick meine Prüfungsaufgaben ausgehändigt. Eine Erleichterung!

    Derartige „Nichts wie weg!“-Momente hatte ich wirklich nicht selten im Leben… Die Erfahrung zeigt jedoch immer wieder, dass man sich oftmals völlig unnötig verrückt macht.

    Und nun gehe ich mal weiter an meinen Denkfehlern arbeiten… 😉

    Liebe Grüße

    Annabel

    • Katharina Tempel
      Geschrieben um 16:20h, 14 September Antworten

      Liebe Annabel,

      vielen Dank für diesen Einblick in dein persönliches Kopfkino.
      Solche Situationen kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Und wie du schon schreibst – es ist eigentlich nie so schlimm, wie wir es uns ausmalen. Von daher: Lieber mit der Realität konfrontieren, als von seinen Gedanken verrückt machen lassen.

      Alles Gute weiterhin für dich.
      Liebe Grüße,
      katharina

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